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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Klimawandel - Die Fakten - 2019

Sir David Attenborough gestaltet seine BBC Doku als mitreißenden Weckruf. Mit zahlreichen Wissenschaft-lern belegt er die Fakten rund um die Folgen des Klimawandels und was dagegen unternommen werden kann.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

2021: Trotz Nein zum CO2-Gesetz geht es weiter

Das Bündner Komitee bedauert die Ablehnung des CO2-Gesetzes. Trotz des Neins ist nichts tun aber keine Option. Unternehmen, Verbände und Private, die sich in den letzten Monaten für das Ja zu mehr Klimaschutz engagiert haben, werden den Weg zu mehr Klimaschutz konsequent weiter gehen. Es sind jetzt Massnahmen zu treffen, damit die Schweiz ihre Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens (minus 50 Prozente bis 2030) doch noch erfüllen kann. Die breite Allianz will der Schweiz jenseits von Links und Rechts weiterhin zu wirksamen, innovativem und wirtschaftsnahem Klimaschutz verhelfen.

Das Bündner Komitee CO2-Gesetz JA ist entäuscht vom NEIN
Das Bündner Komitee CO2-Gesetz JA ist entäuscht vom NEIN

Anna Giacometti, FDP-Nationalrätin, Co-Präsidentin: «Ich bin sehr traurig und enttäuscht. Die Schweiz hat es leider verpasst, ein griffiges Gesetz für eine erfolgreiche Schweizer Klimapolitik anzunehmen. Das Ziel des Pariser Klimaabkommens bleibt bestehen und wir müssen, den kommenden Generationen zuliebe, eine neue Lösung finden.»

Jon Pult, SP-Nationalrat, Präsident Alpen-Initiative, Co-Präsident: «Das Nein zum CO2-Gesetz ist bedauerlich. Es ist aber nicht ein Nein zum Klimaschutz. Damit wir das Klimaabkommen erfüllen können, braucht es ein grünes Investitionsprogramm, aber auch eine Regulierung des Finanzplatzes und der Grosskonzerne.»

Breites Bündner Komitee für das nationale CO₂-Gesetz

12.05.2021. Vertreterinnen und Vertreter aller grossen Bündner Parteien haben sich zum Ja-Komitee für den Klimaschutz zusammengeschlossen.

von Manuela Meuli


Wenn am 13. Juni das CO₂-Gesetz zur Abstimmung stehe, sei besonders in den Berggebieten ein Ja zum Gesetz extrem wichtig, betonten alle Mitglieder des Co-Präsidiums des Bündner Ja-Komitees am Dienstag an einer Medienkonferenz. Zu den direkten Folgen der Klimaerwärmung gehörten, so CVP-Grossrätin Carmelia Maissen, Hitzewellen, Starkniederschläge, eine abnehmende Schneebedeckung und längere Trockenperioden. Dies habe Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Energieversorgung, die Gesundheit, den Tourismus, den Wasserhaushalt und den Wald. Dem pflichtete BDP-Grossrat Ursin Widmer bei: «Der Kanton Graubünden ist von der Klimaveränderung besonders stark betroffen.» Den Bereichen Tourismus, Land- und Forstwirtschaft sei eine äusserst hohe Bedeutung zuzumessen. Auch SP-Nationalrat Jon Pult betonte: «Die Naturereignisse nehmen bei uns in Graubünden zu, nicht im Unterland. Darum ist der Klimaschutz ein Gebot der Gerechtigkeit gegenüber der Bergbevölkerung.»

Gewinn für Kanton und Schweiz

Mit der Revision des CO₂-Gesetzes soll ein Klimafonds eingeführt werden. «Dieser wird aus den CO₂-Abgaben auf fossile Brennstoffe und Flugtickets gespiesen» erläuterte FDP-Nationalrätin Anna Giacometti das CO₂-Gesetz. «Dank dem neuen Klimafonds haben die Bergregionen Zugriff auf Finanzmittel, um sich vor Naturereignissen zu schützen», argumentierte Giacometti. Ausserdem fördert das Klimagesetz den Bau von energieeffizienten Gebäuden, dadurch begünstigt es laut GLP-Grossrat Jürg Kappeler die Innovation und «führt zu mehr regionalen Arbeitsplätzen». Dem schloss sich der stellvertretende SVP-Grossrat Dario Cao an. Durch die reduzierten Energieimporte würden Graubünden und auch die ganze Schweiz zudem unabhängiger vom Ausland werden, ergänzte Cao. Laut ihm lohnen sich Investitionen in den Klimaschutz.

Für SP-Nationalrat Pult ist klar: «Mit dem CO₂-Gesetz reduzieren wir den Geldabfluss an die Erdöl-Lobby.» Und jeder Franken hier schaffe Wertschöpfung und Arbeitsplätze, denn das Gesetz fördere die notwendigen Investitionen bei uns, so Pult weiter.

Laut Nationalrätin Giacometti und Nationalrat Pult ist das CO₂-Gesetz zudem nötig, damit die Schweiz ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen kann. Darin hat die Schweiz zugesagt, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. «Die bisherigen Massnahmen reichen dafür nicht aus», erklärte Giacometti.

Schutz der Biodiversität
Für Giacometti ist die ganze Schweiz gefordert, denn Alpenländer seinen besonders stark vom Klimawandel betroffen. «In der Schweiz steigen die Temperaturen doppelt so stark an wie im weltweiten Durchschnitt.» Dies stelle nicht nur eine Gefahr für die Bevölkerung dar, auch die Biodiversität sei bedroht, so Giacometti. Ähnlich sah dies auch die Geschäftsleiterin von WWF Graubünden, Anita Mazzetta: Die Natur könne sich dem schnellen Temperaturanstieg nicht anpassen, und gerate immer mehr unter Druck. «Das ist dramatisch, weil wir der Biodiversität unsere Nahrung, gesundes Wasser und intakte Schutzwälder verdanken.»

Zum Schluss plädierten die Mitglieder des Co-Präsidiums dafür, auch an die nächste Generation zu denken und an die unkontrollierbaren Folgeschäden, die mit dem Klimawandel einhergehen. «Wir alle lieben die Berge und wollen sie als Lebensraum erhalten», beendete Pult seine Rede.

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Vor knapp zwei Jahren wurde die Gletscher-Initiative eingereicht, nun kommt die Vorlage in die parlamenta-rische Debatte. Der Bundesrat hat der Initiative einen direkten Gegenvorschlag gegenübergestellt, das Parlament kann aber ganz anders entscheiden. Die Initiative wird zuerst in der UREK-N des Nationalrates diskutiert. Was das konkret bedeutet, wird im Podcast  erklärt.

Weltweiter Klimastreik von Fridays For Future

24.09.2021. Greta Thunberg und Luisa Neubauer im Interview nach dem Klimastreik in Berlin mit Tausenden Teilnehmenden.

Wandernd begreifen, was Klimawandel bedeutet

Vom 1. Juni bis 12. Juli 2021 ist Klimaspuren von Grau-bünden quer durch die Schweiz an den Lac Leman gewandert. 600 Gäste haben die Gruppe, die die Expedi-tion vorbereitet und geführt hat, einen oder mehrere Tage begleitet. Klimaspuren ist 670 Kilometer in 42 Etappen gewandert und hat am Weg-rand 73 Orte des Protestes und Spielräume für mehr Klimaschutz besucht. In Genf angekommen, zieht Klima-spuren ein erstes Fazit in 12 Schritten.