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Keine Zeit fürs Klima: Moral im Zwiespalt

Richard David Precht trifft die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Sie sprechen über Moral, Krieg und Klima-schutz. Und darüber, wie man optimistisch bleibt in schweren Zeiten. Für viele junge Leute spielen moralische Werte heute eine deutlich wichtigere Rolle als für frühere Generationen. Moralische Anschauungen werden eng verbunden mit sozialem, ökologischem, ökonomischem und politischem Handeln. All dies findet sich in der Klimafrage wieder: Was ist eine gerechte Politik und welche Haltung sichert der Menschheit ihr Überleben?

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Greta Thunberg im Exklusiv-Interview

Greta Thunberg ist die Ikone der weltweiten Klimabewegung. 2018, im Alter von 15 Jahren, begann sie in Stockholm für mehr Klimaschutz zu streiken. Greta Thunberg bemängelt, dass die Klimakrise immer noch nicht als wirkliche Notlage behandelt werde. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass dies durchaus möglich sei. Auch der Krieg dürfe nicht dafür sorgen, dass die Klimakrise aus dem Fokus gerät: „Jeder Krieg ist ein Desaster. Auf ganz vielen Ebenen. Aber wir müssen in der Lage sein, uns mit verschiede-nen Dingen zur selben Zeit zu beschäftigen.“

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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

2017: Besuch aus der chinesischen Provinz Henan in Chur

Am 23. März 1917 besuchte eine Delegation aus Henan die Vereinigung Bündner Umweltorganisationen vbu, um mehr über die Arbeit der Umweltorganisationen und vor allem auch ihre Zusammenarbeit mit der Regierung zu erfahren.

Henan ist eine Provinz in China mit ca. 94 Mio. Einwohnern, also fast 12mal mehr Einwohner als in der Schweiz leben. Dabei ist die Fläche von Henan nur 4mal so gross wie die Schweiz. Die Einwohnerdichte ist um einiges grösser als bei uns, obwohl 82% der Bevölkerung von Henan auf dem Land leben. Henan gilt als Kornkammer Chinas.

Die Industrialisierung entstand entlang der Eisenbahnlinie nach Beijing. In Zhengzhou befindet sich der grösste Umsteigebahnhof von Asien. Mit der Industrialisierung entstanden auch Umweltprobleme. Heute sind die grössten Aufgaben die gelöst werden müssen, die Luftverschmutzung und die Abwasserbehandlung.

Die Delegation bestand aus dem Chef des Umweltamtes der Provinz Henan, sowie den Umweltämtern einzelner grosser Städte der Provinz (z.B. Nanyang 10 Mio. Einwohner, Fläche fast dreiviertel der Schweiz). Sie waren sehr interessiert an den Umweltproblemen, welche bei uns bestehen, obwohl diese im Ausmass nicht vergleichbar sind mit den Problemen, welche aktuell in China gelöst werden müssen. So berichtete Herr Ma vom Umweltamt, dass die Luftverschmutzung nicht nur ein Problem der Städte ist, sondern sich auf das Land ausweitet und die Emissionswerte, welche einzuhalten sind, liegen noch weit über den europäischen Werten.

In den letzten Jahren sind die Probleme erkannt worden und werden bekämpft. Es wird oft das Mittel von Geldstrafen oder bis hin zur Stilllegung von Betrieben verwendet. Herr Ma berichtete aber auch, dass sehr viele Kläranlagen gebaut werden, die Umweltbildung in den Schulen stattfindet und grosse Fortschritte erreicht werden.

Es gibt auch einige Umweltorganisationen in der Provinz. Diese sind aber erst in den Anfängen und im Entstehen. Viele Menschen engagieren sich für die Umwelt. Ein Umgang miteinander muss aber noch gefunden werden. Von daher war es für die anwesenden Vertreter sehr spannend zu erfahren, wie die Gesetzgebung und die Aufgabenverteilung in der Schweiz geregelt sind. Herr Remo Fehr, Leiter des Amtes für Natur und Umwelt Graubünden hielt ein Referat über die Gesetzgebung im Rahmen der Luftreinhaltung und berichtete über das Vorgehen bei zu hohen Emissionswerten. Frau Renata Fulcri, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Pro Natura Graubünden, berichtete in ihrem Vortrag stellvertretend für die Umweltorganisationen über die Ziele, Aufgaben und Rechte einer Umweltschutzorganisation in der Schweiz.

Anwesende von links: Herr Walter J. Ammann, Präsident von Pro Natura GR; Mr. Liu Director of Kaifeng Municipal Environmental Protection Bureau; Mr. Wang Director of Nanyang Municipal Environmental Protection Bureau; Frau Marit Richter Vorstandsmitglied WWF GR; Herr Hansjörg Bhend, Präsident VBU; Mr. Ma Counsel of Department of Environmental Protection of Henan Province; Herr Stefan Grass Präsident VCS GR, Sekretär VBU; Mr. Ma Director of Xinyang Municipal Environmental Protection Bureau; Frau Renata Fulcri Wissenschaftliche Mitarbeiterin Pro Natura GR; Mr. Du Chief Engineer of Hebei Municipal Environmental Protection Bureau; Herr Remo Fehr Amtsleiter ANU GR

Die chinesische Delegation möchte den Kontakt aufrechterhalten und auch Umweltschutzorganisationen der Provinz Henan in den Austausch einbinden. Die VertreterInnen der Bündner Umweltorganisationen wurden auch zu einem Gegenbesuch nach China in die Provinz Henan eingeladen.

Für den Bericht
Marit Richter, Vorstandsmitglied des WWF Graubünden

Lützerath Unräumbar!

04.01.2023. Die Bagger im Tagebau Garzweiler II stehen direkt vor Lützerath. Seit fast zwei Jahren organisieren Menschen in Lützerath den Widerstand gegen den Abbau von Braunkohle, gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlage. Auf rechtlicher Grundlage gehört das Land auf dem Lützerath steht RWE. Auch die Grünen haben der Zerstörung Lützeraths und damit dem Nicht-Einhalten der 1,5 Grad – Grenze zugestimmt. Aber nicht mit uns!

Rückzug der Gletscher-Initiative für breit abgestütz-ten Gegenvorschlag

05.10.2022. Das Parlament hat in der Herbstsession einen indirekten Gegen-vorschlag zur Gletscher-Initiative verabschiedet. Mit dem Vorschlag ist wirksamer und rascher Klimaschutz in der Schweiz möglich, weshalb das Initiativkomitee die Gletscher-Initiative bedingt zurückzieht.

Die Initiantinnen und Initianten machen den Weg frei für einen Meilenstein in der Klimapolitik. Das vorgelegte Gesetz bringt Klimaschutz, Innovation und Energiesicherheit und geniesst breite Unterstütz-ung von Parlamentarier-innen und Parlamentariern aus FDP, Mitte, GLP, SP und Grünen.

Die SVP hat bereits das Referendum angekündigt. Das überraschte die Initiantinnen und Initianten nicht. Erneut schürt die SVP Panik und Angst in einer Krisensituation, in welcher gemeinsame Lösungen und Verantwortung gefragt sind. «Indem wir die Gletscher-Initiative zugunsten des Gegenvorschlags zurückzie-hen, sorgen wir für einen schnellen Weg zu einer klimaverträglichen Schweiz und nehmen unsere Verantwortung wahr», betont Stefan Engler, Mit-Initiant und Ständerat der Mitte. Er ist zuversichtlich, dass der Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative an der Urne eine Mehrheit finden wird.