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  • 10.07.2020  Jobmotor Photovoltaik

    Die Corona-Pandemie führt zu höherer Arbeitslosigkeit, wie die neuesten Arbeitslosen-Zahlen des Bundes bestätigen. Eine neue von der Schweizerischen Energie-Stiftung SES in Auftrag gegebene Studie der ZHAW Wädenswil zeigt, dass der Ausbau der Solarenergie hier Gegensteuer geben kann: Eine beherzte Solar-Offensive kann schweizweit 14'000 neue Arbeitsplätze schaffen. Und das in kurzer Zeit!

  • 24.06.2020  Verteidigung des CO2-Gesetzes gegen ein Referendum

    Der Nationalrat hat der Revision des CO2-Gesetzes zugestimmt. In einigen Monaten wird die endgültige Fassung vom Parlament bestätigt, und wahrscheinlich wird von der SVP und verschiedenen Partnern das Referendum ergriffen. Es ist daher sehr wichtig, dass die Gruppen und Organisationen, welche im Klimabereich aktiv sind, eine klare Position zum CO2-Gesetz haben.

  • 23.06.2020  Volksinitiativen für Biodiversität und Landschaft kommen zustande

    Die nötigen Unterschriften für die beiden nationalen Volksinitiativen für Biodiversität und Landschaft sind gesammelt: Das meldet der Trägerverein «Ja zu mehr Natur, Landschaft und Baukultur», der die Doppelinitiative vor gut einem Jahr lanciert hat. Die Einreichung erfolgt Anfang September.

  • 18.06.2020  Jon Pult: «Aufbruch in eine ökologische Zukunft»

    Die Corona-Krise hat uns die Augen geöffnet, wie verletzlich unsere Welt ist. Sie hat definitiv klar gemacht, dass es wichtigere Werte als steigende Aktienkurse gibt: den Schutz von Menschenleben, unsere Gesundheit, Solidarität und Zusammenhalt.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

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Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

Die geheimen Machenschaf-ten der Ölindustrie: Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

Richterspruch aus Lausanne schützt die Flussuferläufer

07.05.2020

Nach dem Urteil des Bundesgerichts ist der geplante durchgehende Wanderweg durch die Ruinaulta wohl vom Tisch. Die Umweltverbände sind erfreut, Surselva Tourismus und der Rheinschlucht-Verein enttäuscht.

von Jano Felice Pajarola

Gefällt haben die Bundesrichter das Urteil bereits am 24. März, seit gestern ist es nun publik: Die Ende November 2018 gegen einen Entscheid des Bündner Verwaltungsgerichts eingereichte Beschwerde von Pro Natura, Schweizer Vogelschutz und WWF Schweiz in Sachen durchgehender Ruinaulta-Wanderweg ist in Lausanne gutgeheissen worden. Konkret hebt das oberste Gericht den Zonen- und den Generellen Erschliessungsplan Ruinaulta, von der Gemeinde Trin im Juni 2016 beschlossen, auf. Dieser Plan, von der Regierung im August 2017 genehmigt und vom Verwaltungsgericht ein Jahr später gestützt, ändert einerseits Lage und Umfang der Naturschutzzone im Bereich des geplanten Fusswegabschnitts für den durchgehenden Wanderweg am Vorderrhein, andererseits legt er den Verlauf dieses Pfads inklusive Fussgängertunnel in Ransun fest. Nun ist er Makulatur.

Kein nationales Interesse

Die Richter stellen unter anderem fest, die im Plan gemachte Detailabgrenzung des Naturschutzgebietes erfülle die bundesrechtlichen Voraussetzungen für den ausreichenden Schutz der dortigen Flussauen nicht – sie zählen zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Ausserdem, so das Gericht, fehle insgesamt das überwiegende nationale Interesse, das nötig wäre, um den Bau eines neuen Wanderwegs im geschützten Auengebiet zu rechtfertigen. Vor allem aber dürfte dieser Wanderweg aus Sicht der Lausanner Richter den Fortbestand des Flussuferläufers im betroffenen Gebiet «in keiner Weise gefährden». Dieser stark gefährdeten und streng geschützten Vogelart dient die Ruinaulta – auch bei Ransun – als einer der letzten verbliebenen Brutstandorte in der Schweiz. Während der bestehende Eisenbahnverkehr in der Schlucht die Flussuferläufer nicht zu beeinträchtigen scheine, würden sie auf Menschen und sie allenfalls begleitende Hunde stark reagieren. Deshalb habe der Wanderweg eine Distanz von 75 Metern zum Lebensraum der Vogelart aufzuweisen. Ob der Pfad bei Ransun unter Einhaltung dieser Vorgaben überhaupt angelegt werden könne, sei zweifelhaft, so das Bundesgericht.

Pro Natura, Vogelschutz und WWF zeigen sich in einer gestern publizierten Mitteilung erfreut über das Urteil. Das Gericht habe sich klar für den Schutz eines der letzten verbliebenen Brutplätze des Flussuferläufers in der Schweiz ausgesprochen.

Politik soll Gegensteuer geben

Aus Sicht der Umweltorganisationen sei der Weg im betroffenen Ruinaulta-Abschnitt nun «definitiv vom Tisch», der Fortbestand der seltenen Vogelart gesichert. Die Besucher der Ruinaulta könnten aber «die grossartige Landschaft weiterhin auf den vielen bereits bestehenden Wanderwegen geniessen», schreiben die Verbände.

Für den Triner Gemeindepräsidenten Maurus Caflisch ist der Richterspruch «klar eine Überraschung», wie er sagt. Was das Urteil aber im Detail bedeute, lasse sich momentan nicht sagen. «Wir hatten noch keine Zeit, es zu analysieren.» Deutliche Worte findet man schon jetzt bei Surselva Tourismus: «Ausgerechnet während der Coronakrise fällt das Bundesgericht einen Entscheid gegen dieses für unseren Tourismus zentrale Leuchtturmprojekt», schreibt Geschäftsführer Kevin Brunold. «Der Eingriff in die Natur wäre aus unserer Sicht vertretbar gewesen.» Die Politik sei nun gefordert, Gegensteuer zu geben, wenn das Bundesgericht die Rahmenbedingungen für den Tourismus in der Schweiz negativ gestalte.

«Erbärmliche Katastrophe»

Noch schärfer äussert sich Christian Theus, Präsident des Gemeindevereins Rheinschlucht/Ruinaulta, Bauherrin des Wanderwegs. Seine Wortwahl in einem Communiqué ist drastisch: Es sei «eine erbärmliche Katastrophe» und «Degeneration», wenn sich das Volk nicht mehr in der Natur bewegen dürfe. Nach einer zehn Jahre dauernden, immensen und über eine halbe Million Franken teuren Vorarbeit des Vereins übergehe das Gericht «arrogant» alle Instanzen, die die Verhältnisse vor Ort bestens kennen und einschätzen könnten, von externen und kantonalen Fachgremien bis zum Bundesamt für Umwelt. Das Urteil des Bundesgerichts stelle das gesamte Rheinschluchtprojekt und alle getroffenen Massnahmen infrage. Man stecke aber den Kopf nicht in den Sand und treffe keine voreiligen Entschlüsse. «Es geht jetzt darum, die neue Ausgangslage zu analysieren und weitere Optionen der Gesamtprojektausrichtung zu prüfen», erklärt Theus. Eine Vereinsversammlung dazu sei in der zweiten Augusthälfte vorgesehen.

 

Der letzte noch nicht erschlossene Ruinaulta-Abschnitt bleibt der Natur erhalten

06.05.2020. Das Bundesgericht spricht sich gegen den neu geplanten Wanderweg im Ruinaulta-Abschnitt zwischen Isla Bella und Trin aus. Damit bleibt dieses letzte ruhige Gebiet der Ruinaulta der Natur erhalten.

Die Ruinaulta ist wegen ihrer Schönheit und der Häufung von seltenen Arten international bekannt. Grosse Teile von ihr sind Auen von nationaler Bedeutung. Ein typischer Auenbewohner der Ruinaulta ist die in der Schweiz stark bedrohte Vogelart des Flussuferläufers. Noch vier bis sechs Paare brüten in der Ruinaulta, vier davon unmittelbar vor oder im Teilstück des neu geplanten Wanderwegs. Diese Bruten des Flussuferläufers wären durch den zunehmenden Tourismus stark gefährdet gewesen. Mit dem gestrigen Entscheid hat sich das Bundesgericht klar für den Schutz eines der letzten verbliebenen Brutplätze des Flussuferläufers in der Schweiz ausgesprochen.

Das Urteil weist zwei zentrale Aspekte auf. Das national geschützte Auengebiet darf nicht durch die von der Gemeinde Trin beschlossene und vom Kanton Graubünden genehmigte Ortsplanungsrevision verkleinert werden. Für den Flussuferläufer noch wichtiger ist der Entscheid, dass dieser in seinem Lebensraum nicht gestört werden darf. Dafür müsste der geplante Wanderweg mindestens 75 Meter vom Lebensraum entfernt durchführen und wirksame Massnahmen zur Besucherlenkung wären vorzusehen.

Aus Sicht der Umweltorganisationen BirdLife, Pro Natura und WWF ist damit ein Wanderweg in diesem Ruinaulta-Abschnitt definitiv vom Tisch und der Fortbestand des Flussuferläufers gesichert. Die Besucher der Ruinaulta können die grossartige Landschaft weiterhin auf den vielen bereits bestehenden Wanderwegen geniessen.

Weitere Auskünfte:

Armando Lenz, Pro Natura Graubünden, Tel. 081 252 56 44, armando.lenz@pronatura.ch

Werner Müller, Geschäftsführer Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Tel. 044 457 70 20, werner.mueller@birdlife.ch

Anita Mazzetta, WWF Graubünden, Tel: 081 250 23 00, anita.mazzetta@wwf.ch

Anita Mazzetta in den Stadtrat

Klimaschutz und damit eine umweltfreundliche Energie-wirtschaft ist eines von Anita Mazzettas Schwerpunkt-themen. Ihre energiepoliti-sche Fachkompetenz ist beeindruckend, genauso sind es ihre Erfolge. Als Stadträtin ist Mazzetta eine Chance für die Energiewende in der Stadt Chur: Durch die  Anwendung von innovativen Technologien wird das heimische Gewerbe gestärkt.

NEIN zum Jagdgesetz

Innerhalb weniger Wochen ist das Referendum zum neuen Jagdgesetz zustande gekommen. Der grosse Erfolg der Naturschutzorganisatio-nen beweist, dass auch die Bevölkerung mit dieser Revision nicht einverstanden ist. Wir fordern ein modernes Gesetz, das dem Artenschutz dient und ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Wildtieren fördert.

FÜNF MIESE TRICKS DER KONZERNLOBBY

11.05.2020. Grosskonzerne und ihre PR-Firmen versuchen die Bevölkerung mit üblen Tricks zu täuschen.