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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Klimawandel - Die Fakten - 2019

Sir David Attenborough gestaltet seine BBC Doku als mitreißenden Weckruf. Mit zahlreichen Wissenschaft-lern belegt er die Fakten rund um die Folgen des Klimawandels und was dagegen unternommen werden kann.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Klimaspuren - eine Wanderung quer durch die Schweiz

10.03.2021

Die global steigenden Temperaturen wirken sich in der Schweiz besonders stark aus. Dem geht eine Gruppe von Fachleuten und interessierten Privatpersonen im Wanderprojekt «Klimaspuren» nach. Sie besuchen auf ihrer Tour durch die Schweiz vor allem Leute, die etwas gegen den Klimawandel unternehmen, aber auch Orte, die vom Klimawandel stark gezeichnet sind.

«Klimaspuren» startet am 1. Juni 2021 in Ilanz GR, führt durchs Fürstentum Liechtenstein und mit einem Abstecher nach Vorarlberg in die Stadt St. Gallen. Von dort geht es durchs Mittelland und via Jurabogen zum Genfersee und schliesslich über Frankreich nach Genf. Dort endet die Wanderung am 13. Juli 2021. Unterwegs gibt es viele kleine und grosse Veranstaltungen zu Themen wie Verkehr, Industrie, Architektur, Planung, Wissenschaft und Forschung, Infrastruktur, Konsum, Energie, Bergsport, Landschaft, Landwirtschaft und Wald sowie zu Klimaschutzprojekten.

Die Wanderschuhe anziehen wird eine bunte Gruppe, die in wechselnder Zusammensetzung unterwegs sein wird. Alle sind eingeladen, für einzelne oder mehrere Tage mitzuwandern. Organisiert wird «Klimaspuren» von einem Kernteam um Zoe Stadler, Lucie Wiget, Christine Gaillard, Köbi Gantenbein und Dominik Siegrist.

«Klimaspuren» ist in Etappen von vier bis sieben gemütlichen Wanderstunden am Tag so aufgeteilt, dass genügend Zeit für Lokaltermine, Veranstaltungen, Diskussionen und Ausruhen bleibt. Hauptpartner des Projekts sind: Alpen-Initiative, Hochparterre, Greenpeace, Schweizer Alpen-Club SAC und OST Ostschweizer Fachhochschule.

WAS SAGEN DIE INITIANTINNEN UND INITIANTEN ZU «KLIMASPUREN»?

Zoe Stadler, Ingenieurin und Leiterin Klimacluster an der OST Ostschweizer Fachhochschule: «Es gibt viele Lösungsansätze in der Schweiz zu entdecken. Ich freue mich auf die Erkundigungen, Beobachtungen und Erkenntnisse.»

Köbi Gantenbein, Verleger der Zeitschrift «Hochparterre»: «Da der Mensch mit den Füssen sieht, will ich wandernd sehen, wie und wo unser Lebensstil Klimaspuren hinterlassen hat und vor Ort dagegen protestieren.»

Dominik Siegrist, Professor an der OST Ostschweizer Fachhochschule: «Mit den Klimaspuren wollen wir der breiten Öffentlichkeit zeigen, was mit konsequentem Klimaschutz in der Schweiz alles möglich ist.»

Lucie Wiget, Biologin, Fachmitarbeiterin Freier Zugang und Naturschutz beim Schweizer Alpen-Club SAC: «Es liegt an uns, unsere Aktivitäten zu überdenken und der aktuellen Situation anzupassen, aber vor allem müssen wir so handeln, damit unsere Kinder und Kindeskinder weiterhin die Schweiz geniessen können, so wie sie heute ist: schön, vielfältig, voller Initiativgeist und innovativen Projekten.»

Christine Gaillard, ehemalige Stadträtin von Neuenburg : «Die Klimaproblematik geht uns alle an – wir sind nämlich schon mitten drin. Quer durch die Schweiz wollen wir gute Beispiele aufspüren, und damit alle ermutigen, selber zum Klimaschutz beizutragen.»

Klimaspuren – eine klimapolitische Wanderung von Ilanz nach Genf

10.03.2021. Klimaspuren sind lanciert. Eine sechswöchige Wanderung von Ilanz nach Genf zu den Schauplätzen der Klimakrise. Eingeladen sind alle Wanderlustigen und Klimaneugierigen. Hochparterre ist mit von der Partie.

Vom 1. Juni bis zum 12. Juli wandert eine bunte Gruppe von Ilanz in der Surselva zum Bodensee. Dann durch das Mittelland und dem Jura nach gegen Genf. Klimaspuren – die Wanderinnen und Wanderer besichtigen die Spuren des Klimawandels. Sie protestieren gegen die Unvernunft derer, die uns, die Schweiz und die Welt in den Abgrund treiben. Sie besuchen auch Spielräume, die zeigen, was fürs Klima getan werden kann: Forscherinnen, die Power-to-gas machen, Architekten und Bauherren, die klimavernüftige Häuser bauen, Bäuerinnen, die ihre Höfe zukunftsfähig führen. Zwischen Ilanz und Genf gibt es so gut 50 Ortstermine zu Verkehr, Finanzplatz, Produktion, Architektur, Planung, Wissenschaft und Forschung, Infrastruktur, Konsum, Energie, Landschaft, Landwirtschaft und Wald: Was geschieht wo und wie für Netto null Treibhausgase? Und wo sitzen die Sünder? Sie müssen benannt und angeklagt werden.

Alle wandern mit

Ab 1961 ging die Schweiz auf Radiowanderung. Bis zu 1500 Menschen wanderten hinter Radio Beromünster jeweils sonntags zusammen mit den populären Radiomoderatoren durchs Land. Klimaspuren nehmen diese Tradition auf. Alle können mitwandern von Ilanz nach Genf, sei es eine oder mehrere Etappen.

Diese dauern vier bis sieben Wanderstunden am Tag, damit genügend Zeit und Raum ist für die Lokaltermine und Veranstaltungen, das Zusammensitzen, Reden, Essen, Trinken und Ausruhen. Die Wanderinnen sind zu den Veranstaltungen, Besichtigungen, Begegnungen und Festen eingeladen. Und werden gebeten eine Kollekte zu zahlen, denn Klimaspuren sind aufwändig. Da die Anzahl Wanderinnen für jede Etappe beschränkt ist, wird Anmeldung auf klimaspuren.ch bald empfohlen.

Tue Gutes und sprich darüber

Klimaspuren sind auch eine ausgedehnte Kampagne für eine wirksame und breit abgestützte Klimapolitik. Dafür macht Klimaspuren vielseitig Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Kern ist klimaspuren.ch – die Informationstafel der Wanderinnen, mit einer Internet-Zeitung für die politische, wissenschaftliche und kulturelle Debatte. Hochparterre und die WochenZeitung WoZ werden mit ihren Mai-Ausgaben ein Programm- und Ideologieheft verbreiten. Radiostationen, Zeitungen, Zeitschriften am Wegrand werden mit guten Geschichten versorgt. Zu Klimaspuren wird ein Dokumentarfilm gedreht und als Bilanz erscheint das Buch über den Stand und die Erkundung Netto Null jetzt. Schliesslich wird Klimaspuren unterwegs über diverse Plattformen im Netz die sozialen Medien füttern. So kann, wer zu Hause bleibt, virtuell mitwandern.

Klimaschutz JA!

Klimaschutz heisst Ja zum revidierten CO2-Gesetz. Alle Sektoren (Gebäude, Industrie, Mobilität, Finanzplatz) handeln gemeinsam. Wer künftig wenig fossile Energie verbraucht, profitiert als Privatperson, Familie oder Firma. Das ist fair, schafft Arbeitsplätze und die Schweiz wird unabhängiger von Erdöl-, Gas- und Kohleimporten.

Bundesrat, Parlament, fast alle Parteien, führende Klimawissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler, die Wirtschaft, über 100 Klimaschutz-Organisationen und engagierte Menschen aus allen Regionen der Schweiz sagen:

JA – Gemeinwohl steht über Sonderinteressen: Wir handeln gemeinsam und fair.
JA – Clevere Massnahmen jetzt ergreifen lohnt sich. Abwarten wird teuer und riskant.
JA – Saubere Luft, weniger Lärm: Klimaschutz ist gut für unsere Gesundheit.

Schütze Wasser, Boden & Gesundheit: 2xJA

Ein breites Komitee lancierte die 2xJa-Kampagne zu den Initiativen für sauberes Trinkwasser und für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Träger der 2xJa-Kampagne sind Pro Natura, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Greenpeace, WWF Schweiz, Aqua Viva, BirdLife Schweiz und der Schweizerische Fischerei-Verband.

Mit 2xJA am 13. Juni leisten wir einen Beitrag für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, die Erholung der Artenvielfalt statt Insekten- und Artensterben und für gesunde Lebensmittel ohne Pestizidrückstände und Antibiotikaresistenzen. Wir schützen sowohl unsere eigene Gesundheit wie auch die Natur.

VOM KLIMASTREIK ZUR KLIMABEWEGUNG

AKTIONSTAG 21. MAI 2021

Am Aktionstag im Frühling wird, sofern es die Situation erlaubt, eine zentrale Demonstration in Chur stattfinden. Den ganzen Tag über werden ausserdem dezentral organisierte, lokale Aktionen durchgeführt. Dies können Demonstrationen, Diskussionen, gemeinsamer Austausch bei einem Mittagessen, konkrete Projekte usw. sein. Diese Aktionen werden von lokalen Organisationen und den Klimagruppen organisiert. Ziel ist es, möglichst viele Menschen vor Ort einzubinden und sie zu motivieren, selbst in der Klimabewegung aktiv zu werden.