Kontakt

Rea Furrer
vbu-Geschäftsleitung

 081 552 01 99

E-Mail

Siehe Video...

Drama Klimaschutz - Warum Wissenschaft und Proteste scheitern

Es passiert zu wenig für den Klimaschutz - zu dieser Erkenntnis kommen mehrere Wissenschaftler und Aktivisten. Doch woran liegt das und wird es jemals besser? Ein Rechercheteam von MDR und HR begibt sich auf Spurensuche.

Siehe Video...

Letzte Generation: Was darf Widerstand?

Die Klimaschutz-Bewegung greift zu drastischen Mitteln, die in der Bevölkerung nicht immer Zuspruch finden. Betreiben Klima-Akivist* innen die richtige Form des zivilen Ungehorsam?  Gert Scobel analysiert konstruktiv die aktuelle Diskussion.

Siehe Video...

Keine Zeit fürs Klima: Moral im Zwiespalt

Richard David Precht trifft die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Sie sprechen über Moral, Krieg und Klima-schutz. Und darüber, wie man optimistisch bleibt in schweren Zeiten. Für viele junge Leute spielen moralische Werte heute eine deutlich wichtigere Rolle als für frühere Generationen. Moralische Anschauungen werden eng verbunden mit sozialem, ökologischem, ökonomischem und politischem Handeln. All dies findet sich in der Klimafrage wieder: Was ist eine gerechte Politik und welche Haltung sichert der Menschheit ihr Überleben?

Die Verkehrswende ist der gemeinsame Nenner

10.09.2022

Weniger Autos auf den Churer Strassen. Dies war der Tenor bei der Pressekonferenz zur Verkehrswende in Chur.

Von Mara Schlumpf

Tempo 30 in Chur oder eine Stadt ganz ohne Autos? Darüber war man sich an der Pressekonferenz zum Thema «Verkehrswende jetzt» am Freitag nicht ganz einig. Während Yvonne Michel Conrad vom Verkehrs-Club Schweiz (VCS) Graubünden für eine sofortige Umsetzung von Tempo 30 innerorts plädierte, gingen Agrena Schuler und Selina Arquint vom Klimastreik Graubünden mit ihrer Forderung noch ein ganzes Stück weiter: «Chur autofrei!», ist ihre Meinung. Ihre Argumente zur Forderung hatten es in sich. So führte Schuler beispielsweise an, dass der Verkehr in der Schweiz für mehr als 30 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich sei, davon wiederum gingen 75 Prozent auf das Konto von Autos und Töffs. Unter dem Strich bedeutet dies, dass mehr als ein Fünftel aller Treibhausgase in der Schweiz vom motorisierten Individualverkehr verursacht wird. Schuler führte weitere Zahlenbeispiele an – wie die sechs Millionen Autos der über acht Millionen Einwohner.

Kernziel: mehr Lebensqualität

Michel Conrad sprach an der Medienkonferenz die Vorteile einer konsequenten 30er-Zone innerorts an: «Einerseits bringt die Temporeduktion mehr Sicherheit im Verkehr, andererseits befreit sie uns von einem Grossteiln des Verkehrslärms.» Zentral sei auch die Verbesserung der Lebensqualität die dadurch erreicht werde. Die gegenseitige Kommunikation würde verbessert, das Queren der Strasse ginge deutlich stressfreier vonstatten und Wartezeiten würden abnehmen. Dem stimmte auch Gion Duno Simeon von der Greenpeace-Regionalgruppe Graubünden zu: «Die Zunahme an Lebensqualität durch eine autofreie Stadt wird aus Chur die Vorzeigestadt der Schweiz machen», zeigt er sich überzeugt.

Dass der Verkehr grundsätzlich eine gute Sache sei, betonte Simon Gredig, der Geschäftsführer von Pro Velo, ausdrücklich. Nicht aber ohne die Schattenseiten des Verkehrs, wie er heute Alltag ist, zu erwähnen: «Ein Drittel der ingesamten Siedlungsfläche in der Schweiz sind Verkehrsflächen», führte er aus. Nur zehn Prozent dieser Fläche seien für den Langsam- und den Schienenverkehr gedacht. Für ihn ist klar: «Neben dem Fussverkehr ist das Velo das einzige Verkehrsmittel, das keinen Lärm macht und keine CO2-Emissionen emittiert.» Zudem sei es platzsparend und lasse sich hervorragend mit dem öffentlichen Verkehr kombinieren. Seine Schlussfolgerung zielt deshalb in eine ähnliche Richtung wie die seiner Vorredner und Vorrednerinnen: «Weniger Auto, mehr Velo!»

Kampagne ja, Initiative nein

Aktuell sei keine Initiative in Planung, um die Forderung auf die politische Bühne zu heben, betonten die Anwesenden. Was hingegen bereits gemacht wurde, sind provokante Plakate zum Thema, welche demnächst in der Stadt verteilt würden. Darauf zu lesen ist zum Beispiel «Tempo 100 innerorts» oder «mehr Grau statt grün». Nach dem Motto «Autos stinken» wollen die Beteiligten die Verkehrswende anstreben – und ein Umdenken in der Gesellschaft. Dies sei der erste wichtige Schritt, betonten sie am Freitag. Ob es später eine Initiative zum Thema geben werde, sei noch offen. Passieren müsse allerdings sofort etwas, fand auch Simeon: «Die Klimakrise ist jetzt. Der heisse Sommer ist ein Vorgeschmack dessen, was noch kommen wird.» Vor diesem Hintergrund war es für die Anwesenden von Klimastreik Graubünden auch vertretbar, mit Tempo 30 zu werben, als ersten, als Kompromiss anzusehenden Schritt. Die Verkehrswende müsse aber jetzt beginnen, wie und wodurch, das sei sekundär, so die Anwesenden. Am Ende soll in Chur einfach mehr Platz für Fussgängerinnen und Velofahrer entstehen – und mehr Grünfläche.

Stadtklima-Initiative:
2x Ja am 3. März!

Für die Stadt Chur bietet sich mit dem Ausbau des Wärmenetzes eine einmalige Gelegenheit, auch ihre Strassen und Plätze fit für die Zukunft zu machen.

Die Stadtklima-Initiative setzt sich für Verkehrsbe-ruhigung und Klimaan-passung ein. Konkret soll dazu während 10 Jahren jährlich eine Fläche von 1.0 Prozent der Strassenfläche des Stadtgebietes in sichere Fuss- und Velowege, Begegnungszonen oder in Grünflächen umgewandelt werden.

Am 3. März liegen sowohl die Initiative als auch ein Gegenvorschlag dem Volk vor. Werden beide angenommen, entscheidet die Stichfrage darüber, welche der beiden Vorlagen umgesetzt werden soll. Die Initianten der Stadtklima-Initiative empfehlen beide Vorlagen zur Annahme und die Initiative bei der Stichfrage.

Referendum eingereicht: 100 000 Menschen wehren sich gegen den masslosen Autobahn-Ausbau

11.01.2024. Angeführt vom VCS Verkehrs-Club der Schweiz und umverkehR hat heute eine Allianz aus 29 Organisationen, Verbänden und Parteien das Referendum gegen den Autobahn-Bauwahn bei der Bundeskanzlei eingereicht. Innert rund drei Monaten sind stolze 100 000 Unterschriften gegen den masslosen Autobahn-Ausbau gesammelt worden. Dieses bemerkenswerte Sammelergebnis ist ein erster grosser Erfolg im Kampf gegen den übertriebenen, überholten und überteuerten Autobahn-Ausbau.

Initiative eingereicht: Volk kann über Klima-fonds abstimmen

22.02.2023. Mit den Mitteln aus dem Klimafonds sollen künftig mehr Solarpanels gebaut, Gebäudesanie-rungen vorangetrieben, der ÖV ausgebaut und der Erhalt von Lebensräumen und der Artenvielfalt gefördert werden. SP und Grüne haben eine entsprechende Volksinitiative eingereicht. Die eidgenössische Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» wird von einer Allianz von Umweltorgani-sationen und Gewerkschaf-ten unterstützt.