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Das Bahnkreuz «Terra Raetica» bekommt neuen Schub

06.01.2021

Die Pläne, um die Schweiz, Österreich und Italien auf der Schiene miteinander zu verbinden, werden wieder aktuell. Auch der Bündner Grosse Rat drückt auf die Tube.

Von Hans Peter Putzi im Bündner Tagblatt (Frontseite)

Die Schweiz, Italien und Österreich wollen an ihrem Schnittpunkt den Schienenverkehr ausbauen, das Bahnkreuz «Terra Raetica» verwirklichen. Davon gesprochen wird seit Jahrzehnten, mit dem Klimawandel hat die Schliessung der Bahnlücke auf der Ost-West-Achse Zürich–Meran wieder Auftrieb erhalten.

Im letzten September trafen sich die Regierungsvertreter aus Graubünden, Südtirol, Lombardei und Tirol im italienischen Glurns. Dort vereinbarten sie, diese Pläne wieder aus der Schublade zu nehmen. Verbunden werden sollen die bisherigen Endstationen Scuol, Landeck, Mals und Tirano. Als Herz des Bahnkreuzes kommen die Reschenlinie zwischen Österreich und Italien oder die Bündnerlinie zwischen der Schweiz und Italien infrage. Im Tiroler Parlament wurde nur wenige Wochen nach dem Treffen im Vinschgau das Projekt Reschenbahn angeschoben.

Altes Versprechen des Bundes

Nun will auch der Bündner Grosse Rat keine Zeit mehr verlieren. Parteiübergreifend erwarten mehr als die Hälfte der Parlamentsmitglieder von der Regierung baldige Antworten auf die aktuellsten Fragen dazu: Welchen Beitrag Graubünden zur Schliessung des Alpenkreuzes liefern will? Und ob eine Bündnerlinie in diesem Kreuz sinnvoll und machbar ist? Zur Sprache kam ein Tunnel nach Südtirol mehrmals im letzten Jahrzehnt, im Herbst 2019 auch letztmals im Grossen Rat.

Eine Bahnverbindung ins benachbarte Vinschgau verspricht der Bund seit Jahrzehnten. Bereits 1971 propagierte eine Kommission des Eidgenössischen Verkehrsdepartements den Bau der Ostalpenbahn. Mit Ausnahme des Vereinatunnels investiert die Eidgenossenschaft seither nur im Süden und Südwesten. Mit den Basistunnels Gotthard, Ceneri und Lötschberg realisierte die Eidgenossenschaft drei neue Alpendurchstiche mit Totalkosten von knapp 23 Milliarden Franken. Doch im Osten wartet Graubünden weiter auf das damalige Versprechen des Bundes.

Ostalpenbahn: Fraktionen fordern rasches Handeln

06.01.2021. Im Dreieck Schweiz–Österreich–Italien klafft seit Jahrzehnten eine Bahnlücke. Diese soll geschlossen werden. Darum will das Bündner Parlament jetzt überparteilich Taten sehen.

von Hans Peter Putzi im Bünder Tagblatt und Südostschweiz (Seite 3)

Von einer Bahnverbindung zwischen Graubünden, Tirol und Südtirol wird seit Beginn des letzten Jahrhunderts gesprochen, wie historische Pläne aus jener Zeit belegen. Nun, am 9. September 2020, verständigten sich die Regionen Südtirol, Tirol, Lombardei und Graubünden im Vinschgauer Glurns erneut darauf. Damit es nicht weitere hundert Jahre bei Worten bleiben soll, unterzeichneten die dort anwesenden Behördenvertreter zumindest eine Absichtserklärung.

Österreich und Italien wollen jetzt Nägel mit Köpfen machen. Im letzten Oktober wurde im Tiroler Parlament bereits ein Antrag eingereicht, der eine Machbarkeitsstudie für eine Bahnlinie von Landeck über die Reschenroute nach Mals verlangt. Dies schreiben SVP-Grossrätin Valérie Favre Accola und 66 weitere Bündner Parlamentsmitglieder in ihrem Auftrag «Verbindung Vinschgauerbahn – Rhätische Bahn». Der Vorstoss wurde in der Dezembersession in Davos eingereicht und wird von sämtlichen Fraktionen getragen.

«Jetzt stimmt der Zeitpunkt»

Falls in absehbarer Zeit das Bahnkreuz im äussersten Osten der Schweiz tatsächlich gebaut werden sollte, werden aber kaum eine Reschenlinie und dazu parallel eine Bündnerlinie von Scuol nach Südtirol verwirklicht. Geht es nach der Mehrheit des Bündner Parlaments, muss die Bündner Regierung jetzt darum ebenfalls rasch handeln. Sie wird aufgefordert, ein Konzept zur «schnellen Zielerreichung der unterschriebenen Absichtserklärung vom 9. September» vorzulegen.

Auch wird die Regierung beauftragt, unverzüglich erneut die Zweckmässigkeit einer Bahnverbindung Scuol–Mals abzuklären. Bereits 2012 erfolgte eine solche Abklärung. Allerdings beurteilte die Regierung damals das Projekt zwar als verkehrstechnisch interessant, aber mit einem für Graubünden zu bescheidenen volkswirtschaftlichen Nutzen. Will heissen: Die Regierung ging damals davon aus, dass eine solche Verbindung vor allem den Tourismus in Südtirol anstatt jener in Graubünden ankurbeln würde.

Jetzt aber stimme der Zeitpunkt für eine solche Verbindung, sagt Erstunterzeichnerin Favre Accola auf Anfrage. Die Davoserin weist auf den klimaschonenden Bahnverkehr, die Förderung der mit Abwanderung konfrontierten peripheren Regionen und den Boom der Erlebnisbahnen hin: «Die Strecke zwischen dem Engadin und dem Vinschgau würde die letzte Lücke der Bahnverbindung von Venedig nach St. Moritz schliessen, mit mehreren Unesco-Welterbestätten.»

Weiterhin nicht erste Priorität

Der neue Auftrag knüpft an einen Vorstoss von Favre Accolas Parteikollegen Mario Salis an. Dieser wollte schon im Herbst 2019 von der Bündner Regierung wissen, wie weit oben auf ihrer Prioritätenliste eine Bahnverbindung aus dem Unterengadin nach Südtirol stehe. Salis begründete diese Anfrage mit der enormen touristischen Entwicklung Südtirols in den letzten Jahren. Aber primär würde dem Engadin laut Salis mit einer durchgehenden Bahnverbindung in die Po-Ebene ein zusätzliches Gästepotenzial eröffnet.

Die Bündner Regierung war im letzten Jahr auf Salis’ Anfrage noch nicht Feuer und Flamme für das Projekt. Doch falls Graubünden nicht mehr als 25 Prozent an eine Zugverbindung nach Südtirol zahlen müsste, sei eine vertiefte Prüfung des Ansinnens dennoch denkbar, antwortete damals Baudirektor Mario Cavigelli (CVP). Er liess damit zumindest durchblicken, sich für das Projekt doch noch erwärmen zu können.

Wie viel zahlt Südtirol?
Bisher sei die Ostalpenbahn nicht zuletzt an den hohen Kosten gescheitert, so Favre Accola weiter. «Inzwischen wäre das Projekt für Graubünden aber finanzierbar», ist sie überzeugt.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher sagte gegenüber der «Südostschweiz» im Oktober 2019, Südtirol sei bereit, mehr zu zahlen als der reine Streckenanteil in Südtirol. Quellen in Südtirol sprechen davon, die Schweiz müsste aufgrund des starken Interesses Südtirols tatsächlich nur noch 25 Prozent der Kosten übernehmen. Und von diesen 25 Prozent wiederum wäre ein massgebender Teil aus der Bundeskasse zu erwarten. Ob die EU und Südtirol aus den verschiedenen Geldtöpfen tatsächlich mindestens 75 Prozent der Kosten einer Bahnverbindung Engadin–Vinschgau bezahlen würden, ist jedoch bisher nicht amtlich bestätigt.

Die Frage der Kosten

Wie viele Millionen Franken eine Linie Scuol–Mals mit einem rund 21 Kilometer langen Tunnel nach Taufers an die Schweizer Grenze verschlingen würde, ist unklar. Optimistische Verkehrsingenieure sind der Meinung, mit einer Milliarde Franken eine einspurige Linie durch die Unterengadiner Berge und hinunter nach Mals realisieren zu können.

Vorsichtigere Stimmen sprechen von mindestens zwei Milliarden Franken. Zum Vergleich: Die 21 Kilometer lange, meist einspurig geführte Vereinalinie schlug vor über 20 Jahren mit 812 Millionen Franken zu Buche – ursprünglich gingen die Ingenieure vor Baubeginn noch von 550 Millionen Franken aus. An den Kosten für den Vereinatunnel beteiligte sich der Bund mit 85 Prozent, die Bündner Kantonskasse wurde mit rund 122 Millionen belastet.

Ein klares Ja zum neuen CO2-Gesetz

Das neue CO2-Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein möglichst deutliches Ja am 13. Juni 2021 bietet die besten Voraussetzungen für weiter-gehende Massnahmen gegen gefährliche Klimaerhitzung.

Die Erdöl-Lobby, unterstützt von der SVP, wir das Referen-dum gegen das neue CO₂-Gesetz am 12.01.2021 einreichen.

Die Autoverkäufer und die Ölindustrie, in deren Verbänden die SVP stark vertreten ist, begründen dies mit negativen Auswirkungen für den Mittelstand. In Wahrheit geht es um ihre eigenen Wirtschafts-interessen, die ihnen offenbar wichtiger sind als der Erhalt der Lebensgrund-lagen. Indem das neue CO₂-Gesetz wichtige Verursacher der Klimakrise wie den Flug- und Autoverkehr verteuert, trägt es zu globaler Klimagerechtigkeit bei.

Das Gesetz ist somit ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es stellt die Weichen für wesentlich effektivere Klimaschutz-massnahmen. Als breite Allianz der Zivilgesellschaft werden wir uns in der Referendumsabstimmung und darüber hinaus für die Ziele des Pariser Klimaab-kommens entschieden engagieren!

NEIN zum Jagdgesetz

Die Stimmbevölkerung hat am 27. September das missratene Jagdgesetz abgelehnt. Pro Natura freut sich zusammen mit den anderen Umweltverbänden über dieses klare Bekenntnis zum Naturschutz.