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Stefan Grass
vbu-Sekretariat

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Aktuelle Meldungen

  • 10.02.2018  Gut, geht dieser Kelch an uns vorbei

    Vor einem Jahr hat das Bündner Stimmvolk mit 60 Prozent eine Kandidatur für Olympische Winterspiele im 2026 abgelehnt. Auch in St. Moritz mit der Ski-WM und in Davos mit dem WEF wurde eine viel grössere Belastung durch Olympia abgelehnt.

  • 09.02.2018  Petition gegen Strassenlärm

    Lärm ist gesundheitsschädigend. In der Schweiz ist jede fünfte Person tagsüber vom Strassenlärm betroffen. Schlafstörungen sind die am weitesten verbreitete Folge des Lärms.

  • 08.02.2018  Olympia ist ein Auslaufmodell

    Seit den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 zeigt sich die fehlende Sinnhaftigkeit von solchen Sportgrossveranstaltungen im Alpenraum. Stefan Grass, Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden, der seit 18 Jahren die Kandidaturen für Olympische Winterspiele in Graubünden für 2010, 2014, 2022 und 2026 erfolgreich bekämpfte, zieht Bilanz.

  • 02.02.2018  Wie viel Steu­er­geld braucht «Si­on 2026»?

    Obschon wir in Graubünden eine Kandidatur für Olympische Winterspiele im 2026 abgelehnt haben, hätten wir die Beiträge des Bundes an «Sion 2026» als Bundessteuerzahlerinnen und -zahler mit zu berappen. Sofern am 10. Juni 2018 das Walliser Volk 60 Millionen Franken für die Infrastruktur und 40 Millionen an die Sicherheitskosten bewilligen wird, geht die Diskussion im Bundesparlament im Herbst 2018 weiter. Ansonsten gilt der sofortige Übungsabbruch - wie in Graubünden.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

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Sanfter Tourismus in den Alpen

Entschleunigung, sanfte Mobilität, erneuerbare Energien in Werfenweng, Arosa sowie Berchtesgaden mit den Herausforderungen Königssee und Nationalpark.

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Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

Hirsche und Rehe füttern ist grundsätzlich verboten

13.02.2018

Die Fütterung von Schalenwild ist seit dem 1. Mai 2017 in Graubünden verboten. Hirsche und Rehe dürfen weder aktiv durch Auslegen von Futter noch passiv durch ungeschützte Komposte, Siloballenlager oder Grünabfallsammelstellen gefüttert werden. Denn Wildtiere brauchen im Winter kein Futter sondern störungsfreie Einstandsgebiete. Nur in besonders prekären Situationen für das Wild darf das zuständige Departement Notmassnahmen anordnen.

Bild: ©Giuliano Crameri / Das Schalenwildfütterungsverbot ist nicht nur wegen der Tuberkuloseansteckung notwendig.
Bild: ©Giuliano Crameri / Das Schalenwildfütterungsverbot ist nicht nur wegen der Tuberkuloseansteckung notwendig.

Das Jagdgesetz verbietet die Fütterung von Schalenwildtieren. Deshalb werden Privatpersonen, Landwirte, die Hotellerie und Gemeinden dazu angehalten, mögliche Futterquellen wildtiersicher zu machen. Sie können entweder eingezäunt oder abgeführt und entsorgt werden. Denn Futter wie Silage, Grünabfälle oder altes Brot schaden dem Wild mehr als sie nützen. Um den Winter zu überleben, brauchen Wildtiere Rückzugsgebiete und Ruhe. Das im Schnee flüchtende Wildtier verbraucht nämlich rund 60 Mal mehr Energie, als wenn es sich ungestört bewegen kann. Deshalb muss die Bevölkerung die Betretverbote der Wildruhezonen unbedingt einhalten und Gebiete, wo sich die Tiere im Winter aufhalten, meiden.

Notmassnahmen nur in Ausnahmesituationen

In ausserordentlichen Situationen für das Wild erlaubt das Gesetz dem zuständigen Departement Notmassnahmen anzuordnen. Die Einschätzung, dass eine Notsituation vorliegt, wird von den Wildhütern, Förstern und Hegeleuten vor Ort vorgenommen. In erster Linie ist das Wild vor Störungen zu schützen, beispielsweise mit temporären Betretungsverboten von Einstandsgebieten, Wegegeboten oder Leinenpflicht für Hunde - angeordnet durch das Amt für Jagd und Fischerei. Das Fällen von Bäumen ist eine weitere Möglichkeit, damit das Wild an Nadeln und Geäst und somit an natürliche Nahrung kommt. Erst als letztes Mittel wird dem Wild Heu angeboten. Notfütterungen finden lediglich punktuell statt und werden unter Anleitung der örtlichen Wildhut und des Forstdienstes, zusammen mit der Hegeorganisation durchgeführt. Notmassnahmen kommen aktuell in Davos, Samnaun und im Teilgebiet Innerschanfigg zum Einsatz. Mit der Notfütterung will man hier vermeiden, dass Hirsche und Rehe die Einstandsgebiete verlassen, um im Tal und Siedlungsraum nach Futter zu suchen. Denn hier gibt es kaum störungsfreie Räume, es lauern Gefahren für die Wildtiere und es besteht unter Umständen ein Unfallrisiko für Mensch und Verkehr.

Fütterungsverbot durchsetzen
In Graubünden überwintern rund 60‘000 Stück Schalenwild. Der Winter ist stets ein Engpass für Pflanzenfresser. Schwache und kranke Tiere werden diesen Winter stärker selektioniert als in den Wintern davor. Strengere Winter bedeuten eine Zäsur für die Wildbestände. Doch sie sind auch eine uralte, unabdingbare Selektion. Die Konstitution der Wildtiere wird dadurch gestärkt und der Wildbestand dem zur Verfügung stehenden Lebensraum angepasst. Deshalb fordern die verantwortlichen Ämter, die Naturschutzorganisationen WWF und Pro Natura, der Verband der Waldeigentümer, Graubünden Wald, der kantonale Patent- und Jägerverband und der Bauernverband, dass das Fütterungsverbot konsequent umgesetzt wird. Wildtiere brauchen kein Futter. Gerade in intensiv genutzten Gebieten brauchen sie aber dringend störungsfreie Einstandsgebiete.

Nur wenige Kilometer jenseits der nördlichen Grenze, im Montafon, kommt beim Hirschwild die Tuberkulose vor. Im benachbarten Prättigau und im Unterengadin besteht deshalb die Gefahr, dass infizierte Hirsche gesunde Tiere anstecken. Gerade bei Futterstellen ist die Übertragungsgefahr gross. Die Tuberkulose kann zudem bei Direktkontakt vom Wild auf Nutztiere und von diesen wiederum auf Menschen übertragen werden. Aus diesem Grund wurde durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit im Prättigau, dem Unterengadin und der Bündner Herrschaft bereits 2016 ein Fütterungsverbot erlassen.

Auskunftspersonen:

  • Adrian Arquint, Vorsteher Amt für Jagd und Fischerei, 081 257 38 92
  • Daniel Buschauer, Vorsteher Amt für Landwirtschaft und Geoinformation, 081 257 24 32
  • Remo Fehr, Vorsteher Amt für Natur und Umwelt, 081 257 29 46
  • Reto Hefti, Vorsteher Amt für Wald und Naturgefahren, 081 257 38 57
  • Rolf Hanimann, Vorsteher Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit, 081 257 24 15
  • Robert Brunold, Präsident Bündner Kantonaler Patentjäger-Verband, 079 669 19 57
  • Martin Renner, Geschäftsführer Bündnern Bauernverband, 081 254 20 00
  • Nina Gansner, Geschäftsführerin Selva – Verband der Waldeigentümer, 081 300 22 44
  • Mario Riatsch, Präsident Graubünden Wald, 079 413 05 66
  • Jacqueline von Arx, Geschäftsführerin Pro Natura Graubünden, 081 252 40 39
  • Anita Mazzetta, Geschäftsführerin WWF Graubünden, 081 250 23 00, 076 500 48 18
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Rettungsaktion für das Alpine Museum der Schweiz

Wir fordern National- und Ständerat auf, den Bund bei der Finanzierung des Alpinen Museums der Schweiz in die Pflicht zu nehmen und eine Finanzierung im bisherigen Umfang sicherzustellen.

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Ist das Klima noch zu retten? "Der Klimareport" stellt Zahlen und Fakten zum Klimawandel vor und besucht Skeptiker und Aktivisten. Im Zentrum steht die Frage, wie mit der größten Herausforderung des 21. Jahrhundert umgegangen werden kann.