Kontakt

Stefan Grass
vbu-Sekretariat

 081 250 67 22

E-Mail

Aktuelle Meldungen

  • 23.05.2018  Regierungsratswahlen: Umweltrating als Entscheidungshilfe

    Am 10. Juni finden Regierungs- und Grossratswahlen in Graubünden statt. Wie stehen die sieben Kandidaten für den Regierungsrat zu wichtigen Fragen im Umweltbereich? Ein Umweltrating soll Klarheit bringen.

  • 16.05.2018  Fischschutz statt tödliche Turbinen

    In den Turbinen von Wasserkraftwerken verletzen sich täglich viele Fische – oft tödlich. Eine Petition an den Bundesrat fordert eine konsequente Umsetzung des Gewässerschutzgesetzes. Dieses verlangt bauliche Massnahmen an den Kraftwerken, damit die Fische gefahrlos flussabwärts schwimmen können.

  • 15.05.2018  «Wollt ihr 100 Millionen für ein Fest zahlen, ohne zu wissen, ob das reicht?»

    Bei den beiden Olympia-Absagen in Graubünden hat er die Fäden gezogen, nun ist Stefan Grass zuversichtlich, dass sich auch der Kanton Wallis gegen eine Olympia-Kandidatur ausspricht – aber nicht nur aus Umweltgründen.

  • 08.05.2018  Veloweg wird asphaltiert

    Die Zufahrt zur Haldensteiner Pardislabrücke wird für Velofahrer alltagstauglich. Teurer wäre es geworden, wenn man den Kiesweg belassen hätte.

Siehe Video....

Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

Siehe Video...

Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

Siehe Video...

Sanfter Tourismus in den Alpen

Entschleunigung, sanfte Mobilität, erneuerbare Energien in Werfenweng, Arosa sowie Berchtesgaden mit den Herausforderungen Königssee und Nationalpark.

Siehe Video...

Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

Hirsche und Rehe füttern ist grundsätzlich verboten

13.02.2018

Die Fütterung von Schalenwild ist seit dem 1. Mai 2017 in Graubünden verboten. Hirsche und Rehe dürfen weder aktiv durch Auslegen von Futter noch passiv durch ungeschützte Komposte, Siloballenlager oder Grünabfallsammelstellen gefüttert werden. Denn Wildtiere brauchen im Winter kein Futter sondern störungsfreie Einstandsgebiete. Nur in besonders prekären Situationen für das Wild darf das zuständige Departement Notmassnahmen anordnen.

Bild: ©Giuliano Crameri / Das Schalenwildfütterungsverbot ist nicht nur wegen der Tuberkuloseansteckung notwendig.
Bild: ©Giuliano Crameri / Das Schalenwildfütterungsverbot ist nicht nur wegen der Tuberkuloseansteckung notwendig.

Das Jagdgesetz verbietet die Fütterung von Schalenwildtieren. Deshalb werden Privatpersonen, Landwirte, die Hotellerie und Gemeinden dazu angehalten, mögliche Futterquellen wildtiersicher zu machen. Sie können entweder eingezäunt oder abgeführt und entsorgt werden. Denn Futter wie Silage, Grünabfälle oder altes Brot schaden dem Wild mehr als sie nützen. Um den Winter zu überleben, brauchen Wildtiere Rückzugsgebiete und Ruhe. Das im Schnee flüchtende Wildtier verbraucht nämlich rund 60 Mal mehr Energie, als wenn es sich ungestört bewegen kann. Deshalb muss die Bevölkerung die Betretverbote der Wildruhezonen unbedingt einhalten und Gebiete, wo sich die Tiere im Winter aufhalten, meiden.

Notmassnahmen nur in Ausnahmesituationen

In ausserordentlichen Situationen für das Wild erlaubt das Gesetz dem zuständigen Departement Notmassnahmen anzuordnen. Die Einschätzung, dass eine Notsituation vorliegt, wird von den Wildhütern, Förstern und Hegeleuten vor Ort vorgenommen. In erster Linie ist das Wild vor Störungen zu schützen, beispielsweise mit temporären Betretungsverboten von Einstandsgebieten, Wegegeboten oder Leinenpflicht für Hunde - angeordnet durch das Amt für Jagd und Fischerei. Das Fällen von Bäumen ist eine weitere Möglichkeit, damit das Wild an Nadeln und Geäst und somit an natürliche Nahrung kommt. Erst als letztes Mittel wird dem Wild Heu angeboten. Notfütterungen finden lediglich punktuell statt und werden unter Anleitung der örtlichen Wildhut und des Forstdienstes, zusammen mit der Hegeorganisation durchgeführt. Notmassnahmen kommen aktuell in Davos, Samnaun und im Teilgebiet Innerschanfigg zum Einsatz. Mit der Notfütterung will man hier vermeiden, dass Hirsche und Rehe die Einstandsgebiete verlassen, um im Tal und Siedlungsraum nach Futter zu suchen. Denn hier gibt es kaum störungsfreie Räume, es lauern Gefahren für die Wildtiere und es besteht unter Umständen ein Unfallrisiko für Mensch und Verkehr.

Fütterungsverbot durchsetzen
In Graubünden überwintern rund 60‘000 Stück Schalenwild. Der Winter ist stets ein Engpass für Pflanzenfresser. Schwache und kranke Tiere werden diesen Winter stärker selektioniert als in den Wintern davor. Strengere Winter bedeuten eine Zäsur für die Wildbestände. Doch sie sind auch eine uralte, unabdingbare Selektion. Die Konstitution der Wildtiere wird dadurch gestärkt und der Wildbestand dem zur Verfügung stehenden Lebensraum angepasst. Deshalb fordern die verantwortlichen Ämter, die Naturschutzorganisationen WWF und Pro Natura, der Verband der Waldeigentümer, Graubünden Wald, der kantonale Patent- und Jägerverband und der Bauernverband, dass das Fütterungsverbot konsequent umgesetzt wird. Wildtiere brauchen kein Futter. Gerade in intensiv genutzten Gebieten brauchen sie aber dringend störungsfreie Einstandsgebiete.

Nur wenige Kilometer jenseits der nördlichen Grenze, im Montafon, kommt beim Hirschwild die Tuberkulose vor. Im benachbarten Prättigau und im Unterengadin besteht deshalb die Gefahr, dass infizierte Hirsche gesunde Tiere anstecken. Gerade bei Futterstellen ist die Übertragungsgefahr gross. Die Tuberkulose kann zudem bei Direktkontakt vom Wild auf Nutztiere und von diesen wiederum auf Menschen übertragen werden. Aus diesem Grund wurde durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit im Prättigau, dem Unterengadin und der Bündner Herrschaft bereits 2016 ein Fütterungsverbot erlassen.

Auskunftspersonen:

  • Adrian Arquint, Vorsteher Amt für Jagd und Fischerei, 081 257 38 92
  • Daniel Buschauer, Vorsteher Amt für Landwirtschaft und Geoinformation, 081 257 24 32
  • Remo Fehr, Vorsteher Amt für Natur und Umwelt, 081 257 29 46
  • Reto Hefti, Vorsteher Amt für Wald und Naturgefahren, 081 257 38 57
  • Rolf Hanimann, Vorsteher Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit, 081 257 24 15
  • Robert Brunold, Präsident Bündner Kantonaler Patentjäger-Verband, 079 669 19 57
  • Martin Renner, Geschäftsführer Bündnern Bauernverband, 081 254 20 00
  • Nina Gansner, Geschäftsführerin Selva – Verband der Waldeigentümer, 081 300 22 44
  • Mario Riatsch, Präsident Graubünden Wald, 079 413 05 66
  • Jacqueline von Arx, Geschäftsführerin Pro Natura Graubünden, 081 252 40 39
  • Anita Mazzetta, Geschäftsführerin WWF Graubünden, 081 250 23 00, 076 500 48 18

Regierungsratswahlen: Umweltrating als Entscheidungshilfe

Am 10. Juni finden Regie-rungsratswahlen in Graubünden statt. Wie stehen die sieben Kandidaten zu wichtigen Fragen im Umweltbereich? Ein Umweltrating soll Klarheit bringen.

Beat Deplazes
Thomas Hensel
Kaspar Schuler
 

Bewährte Umwelt-Kräfte in den Grossrat

Am 10. Juni 2018 sind Gross-ratswahlen in Graubünden. Der vbu-Vorstand empfiehlt folgende drei aktiv Mitar-beitenden in Gremien von Umweltorganisationen: Thomas Hensel (Naturfreun-de) als Grossrats-Stellvertre-ter Chur, Beat Deplazes (WWF) als bisheriger Grossrat Chur und Kaspar Schuler (ex-vbu/Greenpeace/desig. GF CIPRA) als neuer Grossrat Maienfeld.

Wallis, 10.06.2018: Nein zur Olympia-Kandidatur "Sion 2026"...

Nein zu Sion 2026

Verlockende Versprechun-gen stehen bei jeder Olympia-Kandidatur im Vordergrund, können aber nicht eingehalten werden. Die ökonomischen Effekte sind von kurzfristiger Natur. Olympische Winterspiele sind in der derzeitigen Form weder sozial- noch umwelt-verträglich und können nicht nachhaltig sein. Verkehr, Sicherheit und Beherbergung bringen die Alpentäler an ihre Grenzen.

Mehr auf velo-initiative.ch...

Velo-Initiative kommt als "Bundesbeschluss Velo" zur Abstimmung

Am 23. September 2018 entscheidet das Stimmvolk über die eidgenössische Vorlage. Die Velo-Initiative wurde zugunsten des vom Bundesrat und Parlament entworfenen "Bundesbe-schlusses Velo" zurückge-zogen. Wie die Initiative hat der Bundesbeschluss zum Ziel, das Velofahren in der Bundesverfassung zu veran-kern und dem Wandern und dem zu Fuss gehen gleich-zustellen. Die Kantone sollen weiterhin zuständig sein und sich auf übergeordnete Vorgaben abstützen, um das Velofahren einheitlich und über Gemeinde- und Kan-tonsgrenzen hinweg zu fördern.