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Aktuelle Meldungen

  • 23.01.2019  Per Zug zum Weltwirtschaftsforum

    Die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat den langen Weg zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos mit der Bahn in Angriff genommen. Dienstagfrüh trat die 16-Jährige in Schweden ihre erste Etappe auf der etwa 25-stündigen Reise an – „Morgenzug zum Weltwirtschaftsforum in Davos“, schrieb sie dazu auf Twitter.

  • 19.01.2019  Streiken für die Zukunft

    In der ganzen Schweiz haben gestern Jugendliche für das Klima gestreikt. So auch in Chur. Mit derart 
vielen Teilnehmern hatten allerdings weder die Organisatoren noch Politiker so wirklich gerechnet.

  • 16.01.2019  JA zur Zersiedlungsinitiative

    Die Bündner Umweltorganisationen unterstützen die Initiative der Jungen Grünen, weil sie ein dringendes Problem unseres Landes anspricht. Die Initiative verlangt einen Einzonungsstopp, so dass die Gesamtmenge an Bauzonen in der Schweiz konstant bleibt.

  • 14.01.2019  Olympische Spiele - ein Auslaufmodell?

    Kaum jemand möchte noch Olympische Winterspiele. Das liegt auch an einem harten Gegner aus der Schweiz.

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

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Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

Die Umweltpolitik denkt, die Wirtschaft lenkt anders

23.10.2018

Null CO2 spätestens 2050 denkt die Klimapolitik. 43 Prozent mehr CO2 im Jahr 2060 erwartet der Wirtschaftswachstums-Club OECD.

2060 braucht die Menschheit drei Planeten
2060 braucht die Menschheit drei Planeten
2060 braucht die Menschheit drei Planeten
 

2060 braucht die Menschheit drei Planeten, weil die meisten Rohstoffe, die wir heute verbrauchen, sind nicht erneuerbar.

Von Hanspeter Guggenbühl

«Der globale Verbrauch von Rohstoffen wird sich bis zum Jahr 2060 verdoppeln»; dies gegenüber dem Stand im Jahr 2011. Das prophezeit die OECD, die Wirtschaftsorganisation der Industriestaaten, in ihrem am Montag veröffentlichten «Globalen Materialressourcen-Ausblick». Im Gefolge des wachsenden Stoffverbrauchs (von Sand und Kies über Biomasse und fossile Energieträger bis hin zu den Metallen) nimmt auch der Ausstoss des klimawirksamen Gases CO2 weiter zu, nämlich von 2017 bis 2060 um 43 Prozent.

Annahme: Vervierfachung des globalen BIP

Diese ökologisch schlechten Nachrichten entspringen einer – vermeintlich positiven – ökonomischen Entwicklung: Die OECD geht davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung, gemessen an der teuerungsbereinigten BIP-Summe aller Staaten, sich bis 2060 vervierfachen wird. Dieses massive und von einigen Ökonomen bejubelte Wachstum der Wirtschaft wiederum resultiert laut OECD-Prognose aus der Zunahme der Bevölkerung (bis 2060 auf 10 Mrd. Köpfe) und einer starken Zunahme des BIP pro Kopf. So rechnet die OECD, dass die Weltbevölkerung 2060 pro Kopf gleich viel konsumieren wird, wie die Menschen in den westlichen Industriestaaten es heute schon tun.

Der globale Rohstoffverbrauch wird gemäss OECD-Ausblick künftig also «nur» noch halb so stark wachsen (Verdoppelung) wie die Wirtschaftsentwicklung (Vervierfachung). Diese relative Entkoppelung von Wirtschaft und Ressourcenverbrauch zeichnet sich schon seit einiger Zeit ab. Sie resultiert einerseits aus dem überdurchschnittlichen Wachstum des weniger materialintensiven Dienstleistungsbereichs, andererseits aus vermehrtem Recycling. In der Sprache der Ökonomie: Gemessen an der Wirtschaftsleistung steigt die Ressourcen-Produktivität.

2060 braucht die Menschheit drei Planeten

Diese relativ positive Entkoppelungs-Nachricht ist aus ökologischer Sicht sofort wieder zu relativieren mit der Feststellung, dass die Menschheit den Planeten schon heute plündert. Denn die meisten Rohstoffe, die wir heute verbrauchen, sind nicht erneuerbar. Bisher war das nur möglich, weil unser Planet über grosse Vorräte verfügt.

Auch der globale ökologische Fussabdruck, so zeigen unzählige Studien, ist heute schon mindestens anderthalb Mal so gross wie die ökologische Kapazität der Erde. Um den Materialverbrauch der wachsenden und mehr konsumierenden Bevölkerung im Jahr 2060 zu decken, brauchten wir also drei Planeten mit der Fruchtbarkeit der Erde. Leider steht uns nur einer zur Verfügung. Was zeigt: Die Resultate des OECD-Ausblicks sind für Natur und Menschheit katastrophal.

Im Widerspruch zur Nachhaltigkeits- und Klimapolitik

Die Wirkungen des Wirtschaftswachstums, welches die Politik mit der einen Hand fördert, versucht sie mit der andern Hand zu mildern. Dafür hat sie 1992 vor dem Erdgipfel in Rio de Janeiro ein altes Wort aus der Schublade geholt: «Nachhaltigkeit». In der Forstwirtschaft heisst das, nicht mehr Bäume zu fällen, als nachwachsen. Die Politik nutzt dieses Wort heute als beliebig dehnbaren Marketing-Begriff, um die auseinanderstrebenden Ziele von Ökonomie, Ökologie und sozialer Entwicklung miteinander zu versöhnen. Damit das gelänge, müsste das Wachstum der Wirtschaft nicht nur relativ sondern absolut von der Ausbeutung nicht nachwachsender Rohstoffe entkoppelt werden. Bisher ist diese Quadratur des Kreises nicht gelungen, und sie wird gemäss OECD-Ausblick auch in den nächsten 40 Jahren nicht gelingen.

Der Bericht zum Material-Wachstum steht aber auch der Klimapolitik diametral entgegen. Denn um das Ziel der Klimakonferenz von Paris umzusetzen, das fast alle UNO-Staaten verbal unterstützen, dürfte der CO2-Ausstoss bis 2060 nicht weiter wachsen, sondern müsste schon bis 2050 auf Null schrumpfen.

Rückkopplung auf die Wirtschaft

Die neuste OECD-Prognose bestätigt damit einmal mehr, was Infosperber bei der Analyse von Wirtschafts-, Energie- und Klimaberichten mehrmals konstatierte (siehe Dossier: Klimapolitik): Die Umwelt- und Klimapolitik denkt, die Wirtschaft lenkt in die Gegenrichtung. Allerdings ist höchst ungewiss, ob die neuste Material-Prognose der OECD Wirklichkeit wird. Denn wenn Rohstoffe knapp werden, Schadstoffe sich vermehren und das Klima kippt, werden die Prognosen über das Wachstum der Wirtschaft in sich zusammen fallen.

So stoppt die Initiative die Zersiedelung

Um den fortschreitenden Verlust von Grünflächen zu stoppen braucht es dringend griffige Lösungen. Mit der Initiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungs-entwicklung (Zersiedelungs-initiative)» wird die Zersiedelung durch Kompensation von neu eingezonten Bauzonen wirksam gestoppt, das Kulturland erhalten und eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Siedlungs-entwicklung nach innen gefördert.

Die 15-Jährige Greta Thunberg an der Klimakonferenz in Kattowitz (Video 3:21)

Greta Thunbergs Schulstreik für das Klima (Video 18:10)

Die 15-jährige Greta Thun-berg inspiriert Kinder auf der ganzen Welt, ihre Zukunft vor der ungezügelten Doppel-züngigkeit ihrer politischen Führungspersonen zu retten. Ihr Schulstreik, den sie ganz allein begonnen hat, ist zur internationalen Bewegung zivilen Ungehorsams geworden. 

Gletscher-Initiative

Wenn es nicht gelingt, die Klimaerwärmung zu stoppen, werden bereits unsere Kinder eisfreie Alpen und spürbare Veränderung ihrer Lebens-grundlage erleben. Bringen wir die Schweiz auf Klimakurs!

CO2-Emissionen im Inland reduzieren

Die Petition verlangt von National- und Ständerat ein griffiges CO2-Gesetz, das unserer Verantwortung beim Klimaschutz gerecht wird, das 100% der Schweizer CO2-Reduktion im Inland festlegt und das nicht unser Geld in zweifelhaften Emissions-zertifikaten versenkt.