Kontakt

Stefan Grass
vbu-Sekretariat

 081 250 67 22

E-Mail

Aktuelle Meldungen

  • 25.04.2019  Netto-Null bis 2030:
 Die Klimabewegung hat recht!

    Die Schweiz muss ihre Klimaziele für das nächste Jahrzehnt nach dem ausrichten, was notwendig ist – 
und nicht länger nach dem, was im Moment gerade vertretbar erscheint.

  • 17.04.2019  100 Prozent grüne Energie weltweit ist bis 2050 möglich

    Völlig unmöglich sei es, die gesamte Welt ausreichend mit grüner Energie zu versorgen, sagen nicht bloss Klimaskeptiker, sondern auch die selbsternannten „Realisten“ in Politik, Wirtschaft und Medien. Eine gross angelegte seriöse wissenschaftliche Studie zeigt nun aber, dass das sehr wohl möglich ist.

  • 13.04.2019  Die Schüler nehmen die Politiker beim Wort

    Bei den "Fridays for Future" brechen sie eine Regel, weil die Politik ihr Versprechen bricht. Die Klimastreiks stehen damit in der Tradition der großen Bürgerrechtsbewegungen.

  • 29.03.2019  Churer Energiewende «mit angezogener Handbremse»

    Die Stadt Chur hat als erste Bündner Gemeinde einen Energierichtplan aufgegleist. Noch ist die finale Version nicht auf dem Tisch, dennoch gibt es in der Vernehmlassung Kritik vom WWF und VCS Graubünden.

Siehe Video....

Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

Siehe Video...

Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

Siehe Video...

Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

Sind die Klimastreikenden gegen die Gletscherinitiative?

01.02.2019

Fast könnte man meinen, die NZZ sorge sich um den Klimastreik. Oder um die Gletscherinitiative. Oder um beide. So ganz klar ist das derzeit nicht.

Von Christian Rentsch*

Während die meisten Schweizer Tageszeitungen, so etwa die Tamedia-Zeitungen, die Lancierung der Gletscherinitiative mit einer winzigen SDA-Meldung abtun, widmet die NZZ der Initiative und dem Klimastreik der Schülerinnen und Schüler zwei Texte, eine halbseitige „Analyse“ und einen Kommentar. „Endlich Druck von den Jungen“ betitelt Michael Schoenenberger seinen Kommentar. Und wäre er nicht etwas arg paternalistisch, könnte man den Kommentar fast als Aufruf an die NZZ-Leserinnen und -Leser missverstehen, am 2. Februar an der Klimademo in zwölf Schweizer Städten mitzumarschieren. Aber Schoenenberger mahnt: „Es gilt, den jugendlichen Furor in positive Bahnen zu lenken.(…) Denn ganz grundsätzlich ist es zu begrüssen, dass sich junge Menschen politisch artikulieren.“ Was eigentlich impliziert, dass er die Klimastreikenden derzeit noch nicht auf einer positiven Bahn wähnt.

Und an die Jugendlichen gewandt, die er letztlich doch wieder als Generation Konsum tadelt, meint Schoenenberger: „Wer also auf die Strasse geht und die Politik auffordert zu handeln, tut zwar etwas Sinnstiftendes. Etwas Gutes und Nützliches täte er indessen, wenn er gleich bei sich selber anfangen würde. Und zwar heute, nicht morgen.“ Klug findet er indessen, dass die Jungen „sich nicht instrumentalisieren lassen, von keiner Gruppierung, auch nicht von den grünen Parteien. Und so machen sie offiziell auch nicht bei der Lancierung der Gletscherinitiative mit.“

Demonstrieren und Unterschreiben

Dieser Spur folgt auch die „Analyse“ von Larissa Rhyn. Auch sie möchte offensichtlich lieber, dass sich die jugendlichen Klimastreiker nicht zu heftig auf eine Allianz mit den Initianten der Gletscherinitiative einlassen.

Zwar seien einzelne Klimastreikende im Verein Klimaschutz Schweiz aktiv, der die Gletscherinitiative lanciert. Eine von ihnen mache gar im Initiativkomitee mit. „Ich persönlich finde es gut“, sagte diese laut NZZ, „die demokratischen Mittel, die uns zur Verfügung stehen, zu nutzen, um unser Ziel zu erreichen. (…) Es gibt aber in der Bewegung einige Jugendliche, die nicht wollen, dass wir uns einer Partei oder einer externen Organisation zu stark annähern.»

In der Tat gibt es zwischen den Forderungen des Klimastreiks und der Gletscherinitiative nur eine wesentliche Differenz: Der Klimastreik will das Ziel Netto Null bis 2030 erreichen, die Initiative bis 2050. Beide Zahlen meinen aber letztlich dasselbe, nämlich: möglichst schnell. Die Initianten der Gletscherinitiative werden wohl kaum etwas dagegen haben, wenn es denn schneller geht. Andererseits gibt es vermutlich keinen ernstnehmenden Klimawissenschafter, -ökonomen oder -politiker, der ein belastbares Rezept hat, wie man innert knapp zehn Jahren auf Netto Null kommen könnte,

Die zweite, von der NZZ identifizierte Differenz – Protest auf der Strasse oder Volksinitiative – ist dagegen eine Scheindifferenz. Auch die radikalsten Schülerinnen und Schülern wissen, dass politische Entscheide nicht direkt auf der Strasse gefällt werden, sondern der Druck der Strasse politische Entscheide im Parlament allenfalls beschleunigt und eine Volksabstimmung beeinflussen kann. Klimastreik und Initiative schliessen sich also nicht aus, sondern ergänzen sich. Man kann (und soll) auf der Strasse demonstrieren und gleichzeitig die Gletscherinitiative unterschreiben.

Auch bürgerliche Politiker wie Ruedi Noser beginnen umzudenken

Überraschend findet die NZZ, dass mit FDP-Ständerat Ruedi Noser auch ein renommierter bürgerlicher Politiker sich für die Gletscherinitiative engagiert. Er wird allerdings kaum der einzige bleiben, denn auch in den bürgerlichen Parteien setzt sich allmählich, wenn auch langsam, die Einsicht durch, dass der Klimawandel ein äusserst dringliches Problem ist, dass die politischen Ränkespiele und faulen Tricks der SVP- und FDP-Verhinderungspolitiker aufhören müssen und dass Massnahmen gegen den Klimawandel auch für die Wirtschaft durchaus profitabel sein könnten. Eher erklärungsbedürftig ist, falls die NZZ ihn richtig zitiert, Nosers Satz: „Ich finde es spannend, dass sich die Jugendlichen für den Klimaschutz einsetzen, aber sie sollen sich ja nicht politisieren lassen.“ Demonstrieren als lustiger, nein „spannender“ Strassenplausch, das Politisieren aber überlasst mal bloss bitte uns Politikern? Wer die Jugendlichen auf diese Weise auf die „positive Bahn“ umlenken will, braucht sich nicht zu wundern, wenn diese ihn nicht sonderlich ernst nehmen.

*Christian Rentsch war während über dreissig Jahre freier Journalist, Kultur-, Medien-Redaktor und Ressortleiter vorwiegend beim Tages-Anzeiger und ist Autor der beiden Sachbücher "Wem gehört das Wasser?" und "Mensch Klima. Wer bestimmt die Zukunft?"

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.

Gletscher-Initiative

Das Schwinden der Gletscher ist ein Weckruf! Gelingt es nicht, die Klimaerwärmung zu stoppen, verschlechtert sich unsere Lebensgrundlage nachhaltig. Bringen wir die Schweiz auf Klimakurs!

Wir haben ein Recht auf Zukunft!

Wir fordern, dass die Schweiz den nationalen Klimanot-stand ausruft: “Die Schweiz erkennt die Klimakatastro-phe als zu bewältigende Krise an. Sie hat folglich auf diese Krise zu reagieren und die Gesellschaft auch kompetent darüber zu informieren.”

Wir fordern, dass die Schweiz bis 2030 im Inland Netto 0 Treibhausgasemissionen ohne Einplanung von Kom-pensationstechnologien hat.

Wir fordern Klimagerech-tigkeit.

CO2-Emissionen im Inland reduzieren

Die Petition verlangt von National- und Ständerat ein griffiges CO2-Gesetz, das unserer Verantwortung beim Klimaschutz gerecht wird, das 100% der Schweizer CO2-Reduktion im Inland festlegt und das nicht unser Geld in zweifelhaften Emissions-zertifikaten versenkt.