Kontakt

Stefan Grass
vbu-Sekretariat

 081 250 67 22

E-Mail

Aktuelle Meldungen

  • 05.12.2019  Patrick Hofstetter: Der Berufsoptimist

    Der WWF-Campaigner Patrick Hofstetter ist der wohl einflussreichste Experte in der Schweizer Klimadiskussion. Gleichzeitig ist er auch Teil der Schweizer Delegation an der Klimakonferenz, die diese Woche in Madrid stattfindet. Wie schafft er diesen Spagat?

  • 05.12.2019  Neubau Kinozentrum: Vereinbarung anstelle einer Einsprache

    Im bis heute öffentlich aufliegenden Baugesuch für den Neubau des Kinozentrums ist keine Parkplatzbewirtschaftung vorgesehen. Der VCS und die Baugesellschaft Kino Chur West erachten die Einführung eines Parkplatzbewirtschaftungssystems als angezeigt und schliessen hiezu eine Vereinbarung.

  • 29.11.2019  Referendum gegen Jagdgesetz steht

    Das Referendum gegen das neue Jagdgesetz kommt zustande und wird am 9. Januar 2020 bei der Bundeskanzlei eingereicht. Damit hat das Stimmvolk das letzte Wort zur aus Sicht der Tierschützer «missratenen» Vorlage.

  • 27.11.2019  Gletscher-Initiative bei der Bundeskanzlei eingereicht

    Der Verein Klimaschutz Schweiz hat heute die nötigen Unterschriften für die Gletscher-Initiative bei der Bundeskanzlei eingereicht. 112'296 Unterschriften sind während der sieben Monate seit dem Startschuss gesammelt worden. Mit hundert Solarlampen, sogenannten «Gletscher-Liechtli», wurde der Bundesplatz beleuchtet.

Siehe Video....

Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

Die geheimen Machenschaf-ten der Ölindustrie: Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

Film von Johan von Mirbach

Siehe Video....

Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

Siehe Video...

Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

Ein Viertel des Bodens ist bereits verwüstet

08.08.2019

Der Mensch zerstört seine Lebensgrundlage, warnt der Weltklimarat in einem Sonderbericht und fordert ein radikales Umdenken – auch von jedem einzelnen.

Tagi

Von Martin Läubli, Redaktor Wissen

Auf mehr als 70 Prozent der eisfreien Landoberfläche der Erde greift der Mensch direkt ein – vor allem für die Produktion der Nahrungsmittel. Die massive Veränderung der Kontinente hat Folgen für den Klimawandel, wie der heute erschienene Sonderbericht des Weltklimarates IPCC erstmals umfassend aufzeigt.

Die gesamte Nahrungsproduktionskette trägt zwischen 21 und 37 Prozent zu den globalen Treibhausgase-Emissionen bei, die der Mensch verursacht: Die Zerstörung der tropischen Wälder und Moorlandschaften ist für die Produktion von Kohlendioxid (CO2) – rund 13 Prozent der globalen Gesamtemissionen – verantwortlich; von der Viehzucht und dem Reisanbau stammt Methan mit einem Anteil von 44 Prozent der globalen Produktion. Der Einsatz von Stickstoffdünger ist für 82 Prozent der globalen Produktion an Lachgas (N2O) verantwortlich.

Die Zahlen überraschen nicht: Die immer noch stark wachsende Bevölkerung und der Appetit nach mehr Fleisch wirken sich auf die Grösse der Anbauflächen und die Intensivierung der Landwirtschaft aus. Das Angebot an pflanzlichen Ölen und Fleisch hat sich gemäss IPCC weltweit pro Kopf in den letzten 60 Jahren verdoppelt, der Hunger nach mehr Kalorien ist um 30 Prozent gestiegen. Der Einsatz von künstlichem Stickstoffdünger ist um den Faktor 9 angestiegen, der weltweite Wasserverbrauch für die Bewässerung von Ackerland hat sich verdoppelt.

«Ungefähr zwei Milliarden Menschen sind heute übergewichtig, während mehr als 800 Millionen aber immer noch unterernährt sind», schreiben die Autoren. Hinzu kommt, dass etwa 25 bis 30 Prozent der produzierten Nahrung zerstört oder weggeworfen werden, bevor sie auf den Markt kommen.

Die produzierten Treibhausgase durch Land- und Forstwirtschaft leisten neben der Verbrennung von fossilen Brenn- und Treibstoffen einen wesentlichen Beitrag zur Erderwärmung. Die Erdoberfläche hat sich gemäss IPCC im globalen Durchschnitt seit 1850 um etwa 1 Grad erwärmt. Im Gegensatz zum Meer nimmt die Oberflächentemperatur auf dem Land jedoch deutlich stärker zu.

Die Folgen sind heute bereits beobachtbar: Ungefähr ein Viertel der Landoberfläche ist verwüstet oder teilweise bereits zerstört. Der Bodenverlust in konventionell bewirtschaftetem Landwirtschaftsgebiet ist nach wie vor stark. Etwa 500 Millionen Menschen leben heute in Regionen, wo das Land allmählich austrocknet, das ist eine Verdreifachung seit 1961.

Der neue Sonderbericht zeigt auf, dass die Entwicklung der letzten 50 Jahre einen Teufelskreis bildet. Denn die Ökosysteme auf dem Land sind nicht nur existenziell für die Nahrungsmittelproduktion, für die Medizin und als Erholungsgebiet des Menschen. Sie sind auch Puffer für die Emissionen des Menschen: Ökosysteme entziehen fast 30 Prozent der CO2-Emissionen, die der Mensch produziert.

Das heisst: Wird das Land in Zukunft nicht nachhaltig durch den Menschen bewirtschaftet, verlieren wir nicht nur weiterhin an fruchtbarem Boden, sondern die Erde wird zusätzlich erwärmt. «Mit der bisherigen Landoberfläche könnte man die Welt auch in Zukunft in einem wärmeren Klima ernähren und gleichzeitig Biomasse produzieren für erneuerbare Energie», sagt Hans-Otto Pöttner, Co-Chair beim Weltklimarat IPCC. Allerdings seien weitreichende Massnahmen unumgänglich wie ein noch stärkerer Naturschutz, Aufforstungen und die Reparierung von verwüsteten Böden.

Klimaschutz-Aktivstin Luisa Neubauer

Luisa Neubauer, 1996 in Hamburg geboren, wirbt für einen gesellschaftlichen Aufbruch zum Klimaschutz. Die Vertreterin von „fridays for future“ sieht die Bewe-gung immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, diese sei unprofessionell und zu naiv in ihrem Bestreben, die Bürger von einem tiefgreif-enden Schutz der Umwelt zu überzeugen. „Als ob Wahr-heit mit Alter zu tun habe“, wehrt sie sich gegen solche Vorwürfe und weist auf die wissenschaftlichen Erkennt-nisse hin, die sie in ihrem Buch „Vom Ende der Klimakrise“ zitiert.

Terra X Video...

Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungs-volles Handeln in der Zukunft.

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.