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Aktuelle Meldungen

  • 25.04.2019  Netto-Null bis 2030:
 Die Klimabewegung hat recht!

    Die Schweiz muss ihre Klimaziele für das nächste Jahrzehnt nach dem ausrichten, was notwendig ist – 
und nicht länger nach dem, was im Moment gerade vertretbar erscheint.

  • 17.04.2019  100 Prozent grüne Energie weltweit ist bis 2050 möglich

    Völlig unmöglich sei es, die gesamte Welt ausreichend mit grüner Energie zu versorgen, sagen nicht bloss Klimaskeptiker, sondern auch die selbsternannten „Realisten“ in Politik, Wirtschaft und Medien. Eine gross angelegte seriöse wissenschaftliche Studie zeigt nun aber, dass das sehr wohl möglich ist.

  • 13.04.2019  Die Schüler nehmen die Politiker beim Wort

    Bei den "Fridays for Future" brechen sie eine Regel, weil die Politik ihr Versprechen bricht. Die Klimastreiks stehen damit in der Tradition der großen Bürgerrechtsbewegungen.

  • 29.03.2019  Churer Energiewende «mit angezogener Handbremse»

    Die Stadt Chur hat als erste Bündner Gemeinde einen Energierichtplan aufgegleist. Noch ist die finale Version nicht auf dem Tisch, dennoch gibt es in der Vernehmlassung Kritik vom WWF und VCS Graubünden.

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

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Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

Churer Schüler lassen nicht locker

06.02.2019

Am 16. Februar wird in Chur nochmals eine Klimaschutz-Demo stattfinden. Churer Kantischülerinnen wollen an jenem Samstag zeigen, dass ihnen der Klimaschutz auch in ihrer Freizeit am Herzen liegt. Und sie wollen, dass die Politik reagieren muss.

Am Freitag, 18. Januar, machten Bündner Schülerinnen und Schüler in Chur mit einem Klimastreik auf die Zerstörung der Umwelt aufmerksam. «Weil Kinder auch 2099 noch viel Schnee wollen», «Wir haben ein Recht auf Zukunft», und «Wir haben keinen PLANetenB» stand etwa auf ihren selbst gefertigten Plakaten.

Faule Schüler?

Nach dem Klimastreik wurde die Kritik laut, Schüler würden sich nur während ihrer Schulzeit für den Umweltschutz engagieren. «Deswegen haben wir eine zweite Demo geplant und diese auf einen Samstag angesetzt», sagt Rosalina Müller, OK-Mitglied. Das OK für die am 16. Februar geplanten Demo hat bereits eine polizeiliche Bewilligung eingeholt. Die Demonstranten werden sich um 10.30 Uhr auf dem Arcasplatz in Chur versammeln und von dort gemeinsam den Weg zum Alexanderplatz zurücklegen.

«Wir rechnen mit etwa 300 Personen», erklärt Müller. Die neue Demo sei von einer Gruppe von Kantischülerinnen ins Leben gerufen worden, habe aber nichts mit der Schule per se zu tun, sondern schlicht mit der Sorge um das Klima. Und: «Wir würden uns freuen, wenn zum Beispiel der WWF und die Grünen uns unterstützen würden», so Müller weiter. Sie und ihre Kolleginnen hätten aber niemandem um konkrete Hilfe bei der Planung der Demo angefragt.

Eine Reaktion aus der Politik

«Direkt in die Politik zu gelangen», sei das Ziel der Demo, sagt Müller. Wahrscheinlich werde das OK auch Forderungen an die Politiker stellen. «Der genaue Ablauf der Demo ist aber noch in Planung», so Müller weiter. «Aber sie soll so verlaufen, dass die Politik darauf reagieren muss».

Und wie setzt sich die junge Felsbergerin selbst für den Umweltschutz ein? «Wir ernähren uns hauptsächlich von regionalen Lebensmitteln, fliegen praktisch nie, sind so oft als möglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und konsumieren so wenig wie möglich», sagt Müller.

Klimaschüler fordern schul- und arbeitsfrei

04.02.2019. Die Klimastreik-Bewegung peilt die grösste Demonstration seit 1991 an. Dafür fordern die Aktivisten schul- und arbeitsfrei.

«Make the earth cool again», «revolutionierä statt konsumierä», «Es ist fünf vor zwölf»: Mit solchen Parolen auf den Protestschildern demonstrierten am Samstag je nach Quelle zwischen 38'000 und 65’000 Menschen für mehr Klimaschutz. Dabei mobilisierte die Bewegung, die von Schülerinnen und Schülern getragen wird, dieses Mal auch Lernende, Eltern und Grosseltern. Zum internationalen Klimastreiktag am Freitag 15. März wollen die Schüler weiter Druck aufsetzen und rufen erneut zum schweizweiten Protest auf.

Das Ziel der hiesigen Klimakämpfer ist klar: «An der nächsten Demo gehen 100’000 Menschen auf die Strasse», so Marie-Claire Graf von der Klimabewegung Zürich. Dies würde bisherige Grossdemonstrationen – ausser den Frauenstreik 1991 – in den Schatten stellen.

«Historischer Höhepunkt»

Stefan Rindlisbacher, der als Historiker an der Uni Fribourg zu sozialen Bewegungen forscht, hält die Klimastreiks für die grösste Jugenddemonstration der letzten Jahrzehnte. «Man muss schon in die 1980er-Jahre zurückgehen, um ähnliche Jugendproteste zu finden. In der Folge der «Globuskrawalle» demonstrierten Jugendliche vor allem in Zürich für autonome Jugendzentren. Die aktuellen Aktionen liessen sich aber auch in der Tradition der Umweltdemos verorten. «Sollten an der kommenden Veranstaltung 100'000 Menschen zusammenkommen, erreichen wir wohl für Schweizer Verhältnisse einen historischen Höhepunkt.»

«Unsere Macht sind die Menschen»

Zwar verfügten die Aktivisten nicht über finanzielle Mittel, so Graf, aber: «Unsere Macht sind die Menschen.» Die ETH-Studentin beobachtet, dass der Funke von den Schülern bereits auf die Erwachsenen übergesprungen sei. «Wir haben als Jugendbewegung begonnen, aber wir wollen, dass der Klimawandel alle erreicht», sagt Graf. Mittels Social Media, Mund-zu-Mund-Propaganda sowie Plakaten und Bannern versuche man, die Menschen zu mobilisieren.

Dass der internationale Klimastreiktag an einem Freitag stattfinden wird, soll die Leute nicht daran hindern, an der Demo teilzunehmen, hofft Graf. Man sei in Kontakt mit den Schulleitungen und mit der Eidgenössischen Bildungskommission. «Es wäre super, wenn die Schüler frei bekämen oder an diesem Tag zumindest keine Prüfungen stattfinden würden», sagt Graf. Stattdessen könnten die Schüler etwa zu einem späteren Zeitpunkt einen Vortrag über den Klimawandel halten. Graf fordert auch Unternehmen dazu auf, ihren Angestellten am Freitag frei zu geben. Damit könnten diese signalisieren, wie wichtig auch ihnen das Anliegen sei.

Jonas Kampus von Klimastreik Schweiz betont, man habe sich kein Teilnehmer-Ziel gesetzt. Es gehe vorwiegend darum, international möglichst viele Menschen zu mobilisieren.

Arbeitgeber halten sich zurück

Die Arbeitgeber wiegeln angesichts dieser Forderungen ab. «Grundsätzlich begrüssen wir, dass sich Bürgerinnen und Bürger an der demokratischen Entscheidfindung beteiligen. Dazu gehören auch Demonstrationen», heisst es beim Schweizerischen Gewerbeverband. Es sei allerdings Sache der Unternehmungen, sich mit den Lernenden und Angestellten betreffend Absenzen zu einigen. «Mögliche betriebsindividuelle Lösungen sind Ferientag, Kompensation der Absenz, zeitliche Kurzabsenz. Der Verband gibt dazu keine Empfehlungen ab.»

Ist das Ziel von einer Demo mit 100’000 Menschen an einem Freitag zu hoch gegriffen? Christian Koller, Leiter des Schweizerischen Sozialarchivs und Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich, hält das Ziel der Klimastreikenden für realistisch. «Mit Trump als US-Präsident oder dem Absturz des CO2-Gesetzes im Schweizer Parlament ist bei vielen die Einsicht gereift, dass ohne Druck nichts passiert.» Für Koller sind die aktuellen Schweizer Klimastreiks die grösste Jugendbewegung der letzten Jahrzehnte. «Vergleichbar sind sie am ehesten noch mit den Anti-Irakkrieg-Demonstrationen, die ebenfalls international vernetzt waren.» Am 22. März 2004 protestierten rund 40’000 Menschen in Bern gegen einen Krieg im Irak.

Koller glaubt, dass der anhaltende Protest in der Politik Gehör finden wird. «Natürlich lassen sich SVP-Exponenten, die den Klimaschutz gänzlich ablehnen, nicht überzeugen.» Mit dem Druck der Strasse sei es aber künftig für bürgerliche Mittepolitiker kaum mehr möglich, Klimaziele im Inland ersatzlos zu streichen. «Der Aufschrei in der Bevölkerung wäre nach den aktuellen Klimademonstrationen riesig.»

SVP übt Kritik an den Forderungen der Klimaschüler

SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann dagegen gibt zu bedenken: «Selbst wenn 60'000 auf die Strasse gingen, sind immer noch 8,4 Millionen Menschen zu Hause geblieben.» Zudem habe bei den Klimademonstrationen am Samstag ohnehin nur das links-grüne Lager protestiert.

«Zu behaupten, die Politik unternehme nichts, trifft nicht zu. Sie befasst sich seit Jahren mit Umweltanliegen.» Es gebe keinen Bürgerlichen, dem das Thema egal sei, so Steinemann. «Die meisten Bürgerlichen setzen nicht einfach auf die Erhöhung des Benzin- und Heizölpreises, sondern auf technologischen Fortschritt.»

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.

Gletscher-Initiative

Das Schwinden der Gletscher ist ein Weckruf! Gelingt es nicht, die Klimaerwärmung zu stoppen, verschlechtert sich unsere Lebensgrundlage nachhaltig. Bringen wir die Schweiz auf Klimakurs!

Wir haben ein Recht auf Zukunft!

Wir fordern, dass die Schweiz den nationalen Klimanot-stand ausruft: “Die Schweiz erkennt die Klimakatastro-phe als zu bewältigende Krise an. Sie hat folglich auf diese Krise zu reagieren und die Gesellschaft auch kompetent darüber zu informieren.”

Wir fordern, dass die Schweiz bis 2030 im Inland Netto 0 Treibhausgasemissionen ohne Einplanung von Kom-pensationstechnologien hat.

Wir fordern Klimagerech-tigkeit.

CO2-Emissionen im Inland reduzieren

Die Petition verlangt von National- und Ständerat ein griffiges CO2-Gesetz, das unserer Verantwortung beim Klimaschutz gerecht wird, das 100% der Schweizer CO2-Reduktion im Inland festlegt und das nicht unser Geld in zweifelhaften Emissions-zertifikaten versenkt.