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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Klimawandel - Die Fakten - 2019

Sir David Attenborough gestaltet seine BBC Doku als mitreißenden Weckruf. Mit zahlreichen Wissenschaft-lern belegt er die Fakten rund um die Folgen des Klimawandels und was dagegen unternommen werden kann.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Für verantwortungsvolle Rohstoffkonzerne

06.11.2020

Haben Sie schon mit eigenen Augen gesehen, wie Bodenschätze gefördert werden? Beispielsweise Öl, Kohle oder Gold? Haben Sie den betroffenen Menschen schon einmal in die Augen geschaut? Nein? Was ich im Gebiet des Amazonas sah, stimmte mich traurig. Die Situation vor Ort zeigte klar: Vom Rohstoffabbau profitiert nicht etwa die lokale Bevölkerung – ganz im Gegenteil. Dick im Geschäft sind international agierende Rohstoffhändler, die auch in der Schweiz ihren Sitz haben.

Von Anita Mazzetta ist Geschäftsleiterin WWF Graubünden.

Der Amazonas, der weltweit grösste zusammenhängende Regenwald, ist ein Hotspot der Biodiversität, speichert riesige Mengen an CO2 und einen Fünftel des Süsswassers der Erde. Insgesamt rund 350 indigene Bevölkerungsgruppen leben hier. Doch der Amazonas ist auch reich an wertvollen Rohstoffen. So werden beispielsweise grosse Waldflächen für den Goldabbau gerodet. Bagger wühlen riesige Mengen Erde um. Für ein bisschen Gold wird umweltschädliche Zyanid-Lauge eingesetzt. Wenn der Rohstoffkonzern weiterzieht, hinterlässt er Mondlandschaften mit vergiftetem Wasser. Das zyanidbehandelte Gestein gibt noch viele Jahrzehnte später giftige Schwefelsäuren ab. In einer stillgelegten Goldmine sahen wir Männer bis zum Bauchnabel im vergifteten Wasser stehen – ohne Schutzanzüge. Ein junger Mann zeigte uns ein kleines Stückchen Gold, das er eigenhändig mit hochgiftigem Quecksilber aus dem Erdschlamm herausgelöst hatte. Er trug das Goldstückchen sicher vor Dieben in einer Kette um den Hals. Die armseligen Hütten rund um die stillgelegte Goldmine zeigten, dass andere das lukrative Geschäft mit dem Edelmetall längst gemacht hatten. Was bleibt, ist eine verseuchte Umwelt, kranke Menschen und Kriminalität.

Für Rohstoffe werden riesige Flächen des Tropenwaldes ohne Rücksicht auf die Umwelt und die dort lebenden Menschen gerodet. Zudem bringen die neu gebauten Strassen zusätzliche Probleme. Sie erleichtern das illegale Geschäft mit dem Tropenholz und die Brandrodungen für Soja-, Palmölplantagen oder Rinderweiden. Jair Bolsonaro, der Staatspräsident von Brasilien, legt dieses rücksichtslose Profitdenken beispielhaft an den Tag. Im Interesse der mächtigen Rohstoff-Lobby machte er auch vor Naturschutzgebieten und Reservaten der indigenen Bevölkerung nicht halt. Ausserdem heizt er mit seinem Tun das weltweite Klima ein.

Angesichts solcher Bilder macht es mich wütend, wenn die Gegner der Konzernverantwortungsinitiative schreiben: «Helfen ja, aber doch nicht so!». Wie denn dann? Zum Glück stehen gut 300 verantwortungsbewusste Schweizer Unternehmer und Unternehmerinnen für die Initiative ein. Kirchen, die Zivilgesellschaft und ein bürgerliches Komitee tun es ihnen gleich. Für Dick Marty, alt FDP-Ständerat, Martin Landolt, BDP-Parteipräsident, Babette Sigg Frank, Präsidentin der CVP-Frauen Schweiz, Josias Gasser, alt GLP-Nationalrat und Unternehmer, sowie 450 weitere Politikerinnen und Politiker ist klar: Konzerne mit Sitz in der Schweiz und ihre Tochterfirmen sollen auch im Ausland die Menschenrechte und internationalen Umweltstandards respektieren. Tun sie dies nicht, sollen sie dafür geradestehen.

Wir tun gut daran, bei der Abstimmung vom 29. November zu handeln, bevor die Schweiz auf einer internationalen Anklagebank steht und sich dann verwundert die Augen reibt.

JA zur KoVI am 29.11.

Die Konzernverantwor-tungsinitiative fordert eine Selbstverständlichkeit: Wenn Konzerne wie Glencore Flüsse vergiften oder ganze Land-striche zerstören, dann sollen sie auch dafür haften!

Die Konzernlobby versucht mit einer millionenschweren Kampagne von den Machen-schaften von Glencore abzulenken und die Stimm-bevölkerung zu verunsichern.

Die breite Unterstützung der Initiative von bürgerlichen Politiker/-innen, Unterneh-mer/-innen, der Kirche und der Zivilgesellschaft stimmt mich aber optimistisch.

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Unterstützung mit einem JA zur Konzernverant-wortungsinitiative am 29. November!

Dick Marty, Co-Präsident Initiativkomitee

«Der Konzern-Report»

Der Film lässt Menschen auf zwei Kontinenten zu Wort kommen, die durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz geschädigt werden. Dick Marty und weitere Stimmen aus dem In- und Ausland erklären, warum sie klare Regeln verlangen, damit Konzerne wie Glencore für Verfehlungen geradestehen müssen.

NEIN zum Jagdgesetz

Die Stimmbevölkerung hat am 27. September das missratene Jagdgesetz abgelehnt. Pro Natura freut sich zusammen mit den anderen Umweltverbänden über dieses klare Bekenntnis zum Naturschutz.