Kontakt

Stefan Grass
vbu-Sekretariat

 081 250 67 22

E-Mail

Siehe Video...

Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

Siehe Video...

Klimawandel - Die Fakten - 2019

Sir David Attenborough gestaltet seine BBC Doku als mitreißenden Weckruf. Mit zahlreichen Wissenschaft-lern belegt er die Fakten rund um die Folgen des Klimawandels und was dagegen unternommen werden kann.

Siehe Video...

Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Petition: "Die St. Luzibrücke ist unnötig"

15.03.2021

Die St. Luzibrücke ist ein unnötiges Strassenbauprojekt des Kantons Graubünden. Die Brücke, welche die Schanfigger- mit der Julierstrasse verbände, soll die Stadt Chur vom Verkehr entlasten und Arosa besser erschliessen. Annahmen, die zur Zeit der Erstplanung gemacht wurden, treffen nicht mehr zu. Das Bauprojekt ist zu teuer, unverhältnismässig und führt zu Mehrverkehr, was in der heutigen Zeit schlichtweg nicht verantwortbar ist.

Die geplante St. Luzibrücke über der Stadt Chur
Die geplante St. Luzibrücke über der Stadt Chur

Die Idee für dieses Projekt existiert schon seit den 1970er Jahren. Im Jahr 2005 wurde sie wieder aufgegriffen und es wurde eine Nutzwertanalyse ausgearbeitet, welche das Projekt mit einer Verbreiterung der Arosastrasse im Stadtgebiet von Chur verglich. Damals gewann die Brücke knapp. Später wurde das Projekt aber vom Bundesgericht aufgrund von Klagen der Einwohner im Talgrund gestoppt. Vom Kanton wurde eine neue Variante ausgearbeitet, welche deutlich teurer ist, jedoch den Auflagen des Bundesgerichts entsprechen soll. Im Sommer 2020 wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben, um neue Entwürfe zu erlangen. Walter Schmid, ein Churer Einwohner, hat das Projekt unter die Lupe genommen und ist in einem ausführlichen Bericht zum Resultat gelangt, dass es in vielerlei Hinsicht keinen Sinn ergibt, diese Brücke zu bauen.

Argumente

Zunahme des Verkehrs
Der Bau von Strasseninfrastruktur führt immer zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen, da das Auto als Transportmittel scheinbar attraktiver wird. Reisecars sollen Touristen nach Arosa bringen und damit die Arosabahn konkurrenzieren. In einer Zeit, in der die CO2-Emissionen sinken müssten, ist dies definitiv der falsche Schritt.

Unnötige Ausgaben
Die Brücke wird den Steuerzahlenden fast 70 Mio. Franken kosten. Es werden hier Unsummen verschwendet und das für ein Projekt, das in wenigen Jahren überflüssig wird, sollten wir unsere Klimaziele einhalten wollen. Statt sinnvoll in Klimaschutz zu investieren, werden weiter Strassen gebaut.

Unverhältnismässigkeit
Für die zu erwartende geringe Verkehrsentlastung eine über 500 m lange Brücke zu errichten, ist unverhältnismässig und greift unnötig in das Landschaftsbild ein. Eine Verbreiterung der Arosastrasse im gegenwärtigen Bestand ist für das heutige und künftige Verkehrsaufkommen ausreichend und kostengünstiger.

Veraltete Annahmen
Es muss erneut abgewogen werden, ob das jetzige Projekt immer noch besser ist als Alternativmassnahmen. Wichtige Aspekte wie Klimaschutz, Landschaftsschutz und Kosten wurden nicht oder nach veralteten Standards bewertet.

Aufgrund dieser und weiterer Erkenntnisse hat Walter Schmid beim Grossen Rat des Kantons Graubünden am 5. Februar 2021 eine Petition eingereicht, mit der Forderung, das Projekt zu sistieren. Klimastreik Graubünden (und kommunikativ der VCS Graubünden) unterstützt dieses Anliegen und sammelt dafür Unterschriften, die dem Grossen Rat weitergeleitet werden. Wann der Grosse Rat sich mit der Petition befasst, ist noch nicht entschieden. Sobald dieser Termin bekannt ist, wird er auf der Website von Klimastreik Graubünden publiziert.

Forderungen der Petition

Die Planung der Verbindung zwischen der Julier- und der Arosastrasse mit einer Brücke vom Araschgerrank zum Brandacker ist zu sistieren. Der Projektwettbewerb ist abzubrechen.

Vor jeglicher weiteren Planung sind die bisher vorgebrachten Argumente und Planungsvorgaben für die Brücke sowie die gestützt darauf erarbeiteten Entscheidungsgrundlagen einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen und auf die heutigen Gegebenheiten anzupassen. Dabei sind die heutigen und zukünftigen Erkenntnisse und Erfordernisse für einen umweltgerechten motorisierten Verkehr mit einzubeziehen.

Der Ausbau der bestehenden Strasse ist unter Berücksichtigung der Resultate aus der vorgenannten Untersuchung und der in diesem Bericht enthaltenen Vorschläge näher zu prüfen.

Klimaschutz JA!

Klimaschutz heisst Ja zum revidierten CO2-Gesetz. Alle Sektoren (Gebäude, Industrie, Mobilität, Finanzplatz) handeln gemeinsam. Wer künftig wenig fossile Energie verbraucht, profitiert als Privatperson, Familie oder Firma. Das ist fair, schafft Arbeitsplätze und die Schweiz wird unabhängiger von Erdöl-, Gas- und Kohleimporten.

Bundesrat, Parlament, fast alle Parteien, führende Klimawissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler, die Wirtschaft, über 100 Klimaschutz-Organisationen und engagierte Menschen aus allen Regionen der Schweiz sagen:

JA – Gemeinwohl steht über Sonderinteressen: Wir handeln gemeinsam und fair.
JA – Clevere Massnahmen jetzt ergreifen lohnt sich. Abwarten wird teuer und riskant.
JA – Saubere Luft, weniger Lärm: Klimaschutz ist gut für unsere Gesundheit.

Schütze Wasser, Boden & Gesundheit: 2xJA

Ein breites Komitee lancierte die 2xJa-Kampagne zu den Initiativen für sauberes Trinkwasser und für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Träger der 2xJa-Kampagne sind Pro Natura, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Greenpeace, WWF Schweiz, Aqua Viva, BirdLife Schweiz und der Schweizerische Fischerei-Verband.

Mit 2xJA am 13. Juni leisten wir einen Beitrag für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, die Erholung der Artenvielfalt statt Insekten- und Artensterben und für gesunde Lebensmittel ohne Pestizidrückstände und Antibiotikaresistenzen. Wir schützen sowohl unsere eigene Gesundheit wie auch die Natur.

VOM KLIMASTREIK ZUR KLIMABEWEGUNG

AKTIONSTAG 21. MAI 2021

Am Aktionstag im Frühling wird, sofern es die Situation erlaubt, eine zentrale Demonstration in Chur stattfinden. Den ganzen Tag über werden ausserdem dezentral organisierte, lokale Aktionen durchgeführt. Dies können Demonstrationen, Diskussionen, gemeinsamer Austausch bei einem Mittagessen, konkrete Projekte usw. sein. Diese Aktionen werden von lokalen Organisationen und den Klimagruppen organisiert. Ziel ist es, möglichst viele Menschen vor Ort einzubinden und sie zu motivieren, selbst in der Klimabewegung aktiv zu werden.