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Aktuelle Meldungen

  • 24.06.2020  Verteidigung des CO2-Gesetzes gegen ein Referendum

    Der Nationalrat hat der Revision des CO2-Gesetzes zugestimmt. In einigen Monaten wird die endgültige Fassung vom Parlament bestätigt, und wahrscheinlich wird von der SVP und verschiedenen Partnern das Referendum ergriffen. Es ist daher sehr wichtig, dass die Gruppen und Organisationen, welche im Klimabereich aktiv sind, eine klare Position zum CO2-Gesetz haben.

  • 23.06.2020  Volksinitiativen für Biodiversität und Landschaft kommen zustande

    Die nötigen Unterschriften für die beiden nationalen Volksinitiativen für Biodiversität und Landschaft sind gesammelt: Das meldet der Trägerverein «Ja zu mehr Natur, Landschaft und Baukultur», der die Doppelinitiative vor gut einem Jahr lanciert hat. Die Einreichung erfolgt Anfang September.

  • 18.06.2020  Jon Pult: «Aufbruch in eine ökologische Zukunft»

    Die Corona-Krise hat uns die Augen geöffnet, wie verletzlich unsere Welt ist. Sie hat definitiv klar gemacht, dass es wichtigere Werte als steigende Aktienkurse gibt: den Schutz von Menschenleben, unsere Gesundheit, Solidarität und Zusammenhalt.

  • 12.06.2020  Botschafter für Tempo 30

    Am 5. März 1989 stimmte das Churer Stimmvolk dem Gesetz für einen menschen- und umwelt-freundlichen Stadtverkehr zu. In Artikel 5 werden Massnahmen zur flächendeckenden Verkehrsberuhigung, insbesondere in den Wohnquartieren und in der Innenstadt, verlangt. Zweimal scheiterten weitergehende Volksinitiativen. Sowohl die Initiative «Tempo 30 in Wohngebieten» (1998) als auch «Tempo 30 in ganz Chur» (2014) wurden vom Stimmvolk deutlich abgelehnt. Zwei langjährige Kämpfer für die Interessen des Langsamverkehrs sind die SP-Gemeinderäte Thomas Hensel und Stefan Grass, der sich als Geschäftsführer des VCS Graubünden – der dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert – für mehr Sicherheit im Strassenverkehr engagiert.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

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Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

Die geheimen Machenschaf-ten der Ölindustrie: Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

Film von Johan von Mirbach

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

Lernen aus der Coronakrise?

29.04.2020

«Natürlich», sagte Mailands Vizebürgermeister Marco Granelli letzte Woche gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian, «wollen wir die Wirtschaft wiederaufbauen, aber ich denke, wir sollten es auf einer neuen Grundlage tun.» Und sein Kollege Pierfrancesco Maran ergänzte: «Wir planten für 2030; nun nennen wir es 2020.»

Von Marcel Hänggi

Wenn sich in Italien alle danach sehnen, dass der Alptraum der Pandemie bald vorbei ist, will man doch nicht alles wieder so haben, wie es vorher war. Die Lombardei gehört zu den Regionen Europas mit der schlechtesten Luftqualität. Neue Forschungen legen nahe, dass die Luftverschmutzung den Verlauf der Covid-19-Krankheit verschlimmert. Im Lockdown war die Luft in der Lombardei so sauber wie sehr lange nicht mehr. Mailand reduziert nun die Verkehrsflächen für Autos zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs. Die Stadt strebt im Verkehrsbereich an, was laut dem Klimarat IPCC «in allen Bereichen der Wirtschaft» not tut: «Systemwandel».

Gegenwind für die Umweltpolitik

Die Welt, in der die Corona-Pandemie ausbrach, war bereits eine Welt in multiplen Krisen – darunter die Klimakrise. Es kann jetzt deshalb nicht darum gehen, in eine vermeintliche Vor-Krisenzeit zurückzukehren, sondern es muss darum gehen, wie wir vorwärts kommen. Ich mag eine Katastrophe wie die Corona-Pandemie nicht «Chance» nennen. Aber man kann versuchen, das eine oder andere richtig zu machen.

Ob die Coronakrise Änderungen auslöst, die bleiben, und in welche Richtung diese Änderungen gehen werden, wird sehr kontrovers diskutiert (wer meine wöchentlichen Climate Updates abonniert hat, hat davon einiges mitbekommen). Auch die Gegner*innen der Umweltpolitik sind aktiv. In den USA hat die Regierung Trump den Vollzug der Umweltgesetze suspendiert; klimaschädigende Branchen werden mit Notkrediten am Leben erhalten, und auch in der Schweiz setzt sich beispielsweise die Autobranche für eine Schwächung der Klimaziele ein.

Klare Argumente für die Klimapolitik sind gefragt

Fast alle politischen Interessengruppen versuchen nun, das, was sie immer schon forderten, im Lichte der Pandemie erst recht zu fordern. Wenn wir nun «erst recht» nach einer ernsthaften Klimapolitik rufen, ist das zunächst einfach erwartbar. Umso wichtiger ist es, sauber zu argumentieren, Synergien zu suchen und nebst den Parallelen zwischen den Krisen auch die Unterschiede klar zu sehen.

Die folgenden Lehren scheinen mir am wichtigsten:

  1. Die Welt ändert sich manchmal sehr schnell. Es ist vieles möglich, was bis vor kurzem unmöglich schien. Es darf nach dem Ende der Krise nicht mehr so einfach sein, klimapolitische Massnahmen mit dem Argument abzutun, das sei «unmöglich». Allerdings: Das Bewusstsein für die Klimakrise als Krise fehlt heute noch weitgehend.

  2. In der Coronakrise müssen wir auf einer prekären Wissensbasis handeln: Das Virus ist neu, man weiss wenig darüber; trotzdem konnte man mit Massnahmen nicht warten, bis Gewissheit herrschte. Man nennt dies das Vorsorgeprinzip. Auch in der Klimakrise müssen wir uns vom Vorsorgeprinzip leiten lassen – doch ist die Wissensbasis sehr viel gefestigter. Wir wissen, was zu tun ist.

  3. Die Pandemie verlangte nach einem vorübergehenden Lockdown, die Klimakrise verlangt nach bleibenden strukturellen Änderungen. Das ist, wenn man es richtig anpackt, sehr viel angenehmer. Aber machen wir uns nichts vor: Es ruft auch mächtigere Gegner*innen auf den Plan. Sie versuchen jetzt schon, die in der Umweltpolitik nötigen Massnahmen als eine Art Lockdown darzustellen (wie beispielsweise FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen in diesem Tweet vom 28. Februar).

  4. Wir sehen jetzt, dass unsere Wirtschaft wenig krisenfest ist (wobei die Schweiz dank guter Institutionen vergleichsweise glimpflich davon kommt). Die Gletscher-Initiative verlangt, dass die Klimapolitik «zu einer Stärkung der Volkswirtschaft führt». Im Erläuternden Bericht haben wir dazu vor genau einem Jahr geschrieben, zur Stärke einer Volkswirtschaft gehörten «etwa das Bereitstellen von Arbeitsplätzen oder die ökonomische Resilienz, also die Krisenfestigkeit.» Wenn jetzt die Wirtschaft mit vielen Milliarden gestützt werden muss, sollte man darüber nachdenken, wie diese Wirtschaft künftig krisenfester gemacht werden kann.


Wir brauchen neue Narrative

Es fehlt in der Klimakrise weder an Wissen noch an Lösungen. Was fehlt, sind Narrative, also Erzählungen, mit denen wir uns die Welt erklären. Es fehlen Geschichten, die eine Welt denkbar machen, in der man gut leben kann, ohne die eigenen Lebensgrundlagen aufzubrauchen. Diese Narrative existieren zwar, aber sie werden von den viel dominanteren Narrativen verdrängt – vom Narrativ des Marktes beispielsweise, der alles zum Besten regelt; vom Narrativ der Umweltpolitik als Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leisten kann und so weiter.

Das Coronavirus bringt gerade ein paar alte Narrative ins Wanken. Ob und wie sehr das am Ende der Klimapolitik hilft, kann heute niemand wissen. Es hängt auch ein wenig von unserem Engagement ab.

Anita Mazzetta in den Stadtrat

Klimaschutz und damit eine umweltfreundliche Energie-wirtschaft ist eines von Anita Mazzettas Schwerpunkt-themen. Ihre energiepoliti-sche Fachkompetenz ist beeindruckend, genauso sind es ihre Erfolge. Als Stadträtin ist Mazzetta eine Chance für die Energiewende in der Stadt Chur: Durch die  Anwendung von innovativen Technologien wird das heimische Gewerbe gestärkt.

NEIN zum Jagdgesetz

Innerhalb weniger Wochen ist das Referendum zum neuen Jagdgesetz zustande gekommen. Der grosse Erfolg der Naturschutzorganisatio-nen beweist, dass auch die Bevölkerung mit dieser Revision nicht einverstanden ist. Wir fordern ein modernes Gesetz, das dem Artenschutz dient und ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Wildtieren fördert.

FÜNF MIESE TRICKS DER KONZERNLOBBY

11.05.2020. Grosskonzerne und ihre PR-Firmen versuchen die Bevölkerung mit üblen Tricks zu täuschen.