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Drama Klimaschutz - Warum Wissenschaft und Proteste scheitern

Es passiert zu wenig für den Klimaschutz - zu dieser Erkenntnis kommen mehrere Wissenschaftler und Aktivisten. Doch woran liegt das und wird es jemals besser? Ein Rechercheteam von MDR und HR begibt sich auf Spurensuche.

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Letzte Generation: Was darf Widerstand?

Die Klimaschutz-Bewegung greift zu drastischen Mitteln, die in der Bevölkerung nicht immer Zuspruch finden. Betreiben Klima-Akivist* innen die richtige Form des zivilen Ungehorsam?  Gert Scobel analysiert konstruktiv die aktuelle Diskussion.

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Keine Zeit fürs Klima: Moral im Zwiespalt

Richard David Precht trifft die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Sie sprechen über Moral, Krieg und Klima-schutz. Und darüber, wie man optimistisch bleibt in schweren Zeiten. Für viele junge Leute spielen moralische Werte heute eine deutlich wichtigere Rolle als für frühere Generationen. Moralische Anschauungen werden eng verbunden mit sozialem, ökologischem, ökonomischem und politischem Handeln. All dies findet sich in der Klimafrage wieder: Was ist eine gerechte Politik und welche Haltung sichert der Menschheit ihr Überleben?

Überparteilicher Effort für das Klimaschutzgesetz

17.04.2023

Ein breit abgestütztes Bündner Komitee setzt sich für ein Ja zum Klimaschutzgesetz ein, über das am 18. Juni abgestimmt wird. Am Montag wurde in Savognin argumentiert.

Von Silvia Kessler in der Südostschweiz

Rund 70 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport haben sich zum Komitee «Klimaschutzgesetz Ja» zusammengeschlossen, und täglich kommen gemäss der Koordinatorin Rea Furrer weitere Unterstützerinnen und Unterstützer dazu. An diesem Montagmorgen informieren zehn Bündner Politikerinnen und Politiker aus fünf Parteien darüber, worum es bei der Abstimmung geht und weshalb ihnen das Ja der Stimmbevölkerung am Herzen liegt. Schauplatz der Medienorientierung ist das Holzbau-Unternehmen Uffer AG in Savognin, das zugleich das Kompetenzzentrum «Bauen und Energie» beherbergt.

Beim Klimaschutzgesetz handelt es sich um den indirekten Gegenvorschlag zur Gletscherinitiative, die im Oktober des vergangenen Jahres zugunsten dieses Gegenvorschlags zurückgezogen wurde, wie FDP-Nationalrätin Anna Giacometti erklärt. Das Gesetz sei breit abgestützt und werde von allen Parteien getragen, ausser von der SVP, die dagegen das Referendum ergriffen habe. «Darum sitzen wir jetzt alle hier.»

Das Klimaschutzgesetz enthalte keine Verbote, und es führe keine neuen Steuern, Gebühren oder Abgaben ein, fährt Giacometti fort. Vielmehr enthalte das Gesetz Anreize. So zum Beispiel die Bereitstellung von 200 Millionen Franken in den nächsten sechs Jahren zur Förderung innovativer Technologien, die den Unternehmen die angestrebte Energiewende ermöglichten.

Messbare Bedrohung

«Der Klimawandel ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO die grösste Gesundheitsbedrohung für unsere Gesellschaft», mahnt Sandro Pirovino, Vizepräsident der Grünliberalen Graubünden (GLP). Die Auswirkungen seien schon heute zu spüren. Häufigere Hitzetage gefährdeten insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen, Kinder und ältere Menschen. Die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle verschmutze die Luft. Die Lärmemissionen durch ein stetig steigendes Verkehrsaufkommen von Motorfahrzeugen mit Verbrennungsmotoren belasteten zunehmend. «Die daraus resultierenden Gesundheitskosten für unsere Gesellschaft betragen mehrere Milliarden Franken pro Jahr.»

Sie wohne in Samedan, wo der diesjährige Winter noch einmal zwei Grad wärmer gewesen sei als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, knüpft SP-Grossrätin und Nationalratskandidatin Franziska Preisig an. «Wenn die Gefriertruhe der Alpen zum lausigen Kühlschrank wird, dann stimmt definitiv etwas nicht.» Wir stünden alle gemeinsam in der Pflicht, zu handeln. Das Klimaschutzgesetz biete die Möglichkeit, jetzt in Forschung und innovative Ideen zu investieren, wovon später alle profitierten.

Energiewende als Chance

«Nichts zu tun, ist keine Option und kommt uns teuer zu stehen», schlägt Anita Mazzetta, Grossrätin Grüne und Nationalratskandidatin, in die gleiche Kerbe. Vom Impulsprogramm für Heizungsersatz und Energieeffizienz im Gebäudebereich profitierten auch die Haustechnik- und Solarbranche. «Das Geld bleibt hier und fliesst nicht zu Ölscheichs, Kriegstreibern und Schurkenstaaten.» Als führender Wirtschaftsstandort müsse die Schweiz die Energiewende als Chance nutzen.

Als Tourismusdirektor sei für ihn klar: «Wer für eine wirtschaftlich erfolgreiche Schweiz und einen starken Bündner Tourismus einsteht, sagt Ja zum Klimaschutzgesetz», fügt Kevin Brunold, Co-Präsident der Mitte Graubünden, Grossrat und Nationalratskandidat, an. Nach diesem schneearmen Winter seien sich hoffentlich alle bewusst geworden, wie abhängig gerade der Tourismuskanton Graubünden vom Schnee und von kalten Temperaturen sei. Bergbahnen, die Hotellerie und die Tourismusbetriebe seien bereits dabei, in die Nachhaltigkeit zu investieren. Das Klimaschutzgesetz sei der richtige Weg, diese Bestrebungen auf breiter Front weiter zu forcieren.

Fünf Parteien für das Klimaschutz-Gesetz

Öl-, Gas- und Elektroheizungen sollen durch klimaschonende Heizungen ersetzt werden. Zwei Milliarden Franken will der Bund dafür in die Hand nehmen. Das übergeordnete Ziel: Die Schweiz soll bis 2050 klimaneutral werden. Auch in Graubünden hat sich ein Ja-Komitee formiert und seine Anliegen vorgestellt.

Das Bündner Komitee für ein JA zum Klimaschutz-Gesetz startet in den Abstimmungskampf

Chur und Savognin, 17. April 2023

Am 18. Juni stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über das Klimaschutz-Gesetz, den indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative, ab. Eine sehr grosse Mehrheit hat dem Gesetz im Parlament zugestimmt. Auch im Kanton Graubünden wird das Anliegen von einer breiten Allianz getragen. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker von der FDP, der Mitte, den GRÜNEN, der GLP und der SP engagieren sich im überparteilichen Komitee. Für die Medienkonferenz hat sich das Komitee in Savognin getroffen.

Mit dem Klimaschutz-Gesetz will die Schweiz klare Klimaziele setzen und Verantwortung für die künftigen Generationen übernehmen.

Die Folgen des Klimawandels sind im Kanton Graubünden vielerorts spürbar

Der Kanton Graubünden ist besonders stark vom Klimawandel betroffen, im Sommer, wie auch im Winter. Seit der vorindustriellen Zeit ist der Temperaturanstieg in den Alpen doppelt so hoch, wie im weltweiten Durchschnitt, mit fatalen Kostenfolgen und Gesundheitsrisiken. Wasser muss per Helikopter auf die Alpen gebracht werden, auftauende Permafrostböden lösen Bergstürze aus, Hitze und Trockenheit führen zu Ernteausfällen und schneearme Winter setzen dem Tourismus zu.

Die Alpen, Arbeitsplätze und Innovation: Wir schützen, was uns wichtig ist!

Die Alpen sind der grösste und artenreichste Naturraum Europas und zählen zu den beliebtesten Reise- zielen weltweit. Unsere Berge sind das Wasserreservoir für ganz Europa. Das Klimaschutzgesetz unterstützt das Anliegen, unsere Alpen zu schützen, die uns allen als identitätsstiftenden Heimatort, als Lebensgrundlage, Arbeits- und Wirkungsort sowie unersetzliches Erholungsgebiet dient.

Dank einem weitgefächerten und guten Impulsprogramm werden mit dem Gesetz der Ersatz von Heizungen und die Gebäudesanierung gefördert. Zudem unterstützt der Bund Unternehmen bei der Reduktion von Emissionen und fördert innovative Technologien. Dies wird auch im Kanton Graubünden Arbeitsplätze sichern und neue spannende Arbeitsplätze in vielen Branchen fördern.

Die Schweiz ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Es steht eine spannende Zeit bevor und für unsere Kinder und Enkelkinder wird die fossilfreie Zukunft die Normalität sein.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen zur Verfügung:

Rea Furrer, Koordination Klimaschutz Gesetz Ja Graubünden
graubuenden@klimagesetz.ch, 081 552 01 99

Stadtklima-Initiative:
2x Ja am 3. März!

Für die Stadt Chur bietet sich mit dem Ausbau des Wärmenetzes eine einmalige Gelegenheit, auch ihre Strassen und Plätze fit für die Zukunft zu machen.

Die Stadtklima-Initiative setzt sich für Verkehrsbe-ruhigung und Klimaan-passung ein. Konkret soll dazu während 10 Jahren jährlich eine Fläche von 1.0 Prozent der Strassenfläche des Stadtgebietes in sichere Fuss- und Velowege, Begegnungszonen oder in Grünflächen umgewandelt werden.

Am 3. März liegen sowohl die Initiative als auch ein Gegenvorschlag dem Volk vor. Werden beide angenommen, entscheidet die Stichfrage darüber, welche der beiden Vorlagen umgesetzt werden soll. Die Initianten der Stadtklima-Initiative empfehlen beide Vorlagen zur Annahme und die Initiative bei der Stichfrage.

Referendum eingereicht: 100 000 Menschen wehren sich gegen den masslosen Autobahn-Ausbau

11.01.2024. Angeführt vom VCS Verkehrs-Club der Schweiz und umverkehR hat heute eine Allianz aus 29 Organisationen, Verbänden und Parteien das Referendum gegen den Autobahn-Bauwahn bei der Bundeskanzlei eingereicht. Innert rund drei Monaten sind stolze 100 000 Unterschriften gegen den masslosen Autobahn-Ausbau gesammelt worden. Dieses bemerkenswerte Sammelergebnis ist ein erster grosser Erfolg im Kampf gegen den übertriebenen, überholten und überteuerten Autobahn-Ausbau.

Initiative eingereicht: Volk kann über Klima-fonds abstimmen

22.02.2023. Mit den Mitteln aus dem Klimafonds sollen künftig mehr Solarpanels gebaut, Gebäudesanie-rungen vorangetrieben, der ÖV ausgebaut und der Erhalt von Lebensräumen und der Artenvielfalt gefördert werden. SP und Grüne haben eine entsprechende Volksinitiative eingereicht. Die eidgenössische Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» wird von einer Allianz von Umweltorgani-sationen und Gewerkschaf-ten unterstützt.