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Drama Klimaschutz - Warum Wissenschaft und Proteste scheitern

Es passiert zu wenig für den Klimaschutz - zu dieser Erkenntnis kommen mehrere Wissenschaftler und Aktivisten. Doch woran liegt das und wird es jemals besser? Ein Rechercheteam von MDR und HR begibt sich auf Spurensuche.

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Letzte Generation: Was darf Widerstand?

Die Klimaschutz-Bewegung greift zu drastischen Mitteln, die in der Bevölkerung nicht immer Zuspruch finden. Betreiben Klima-Akivist* innen die richtige Form des zivilen Ungehorsam?  Gert Scobel analysiert konstruktiv die aktuelle Diskussion.

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Keine Zeit fürs Klima: Moral im Zwiespalt

Richard David Precht trifft die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Sie sprechen über Moral, Krieg und Klima-schutz. Und darüber, wie man optimistisch bleibt in schweren Zeiten. Für viele junge Leute spielen moralische Werte heute eine deutlich wichtigere Rolle als für frühere Generationen. Moralische Anschauungen werden eng verbunden mit sozialem, ökologischem, ökonomischem und politischem Handeln. All dies findet sich in der Klimafrage wieder: Was ist eine gerechte Politik und welche Haltung sichert der Menschheit ihr Überleben?

Das Naturparadies Val Mora soll erhalten bleiben

30.11.2022

Die Val Mora gehört zu den wenigen, wirklich wilden Regionen der Schweiz. Hier leben Steinbock, Rothirsch, Birkhuhn, Steinhuhn, Auerhuhn, Steinadler und Bartgeier noch relativ ungestört. Jetzt will der SAC im Herzen des Tals eine neue Hütte bauen. Die Umweltverbände wehren sich mit einer Beschwerde ans Bundesgericht dagegen. Weil eine neue Hütte mehr Wanderer und Touristen ins Tal locken wird, was die Tierwelt empfindlich stören und gefährden würde.

Die Val Mora und ihre Seitentäler sind einzigartig. Sie ist eines der wenigen kaum erschlossenen Gebiete der Alpen, zwischen dem schweizerischen Nationalpark und dem italienischen Nationalpark Stilfser Joch. Das Tal weist einen hohen Wildnischarakter auf und bietet einen ausgezeichneten Lebensraum für viele Wildtiere wie Gämse, Steinbock, Rothirsch, Reh, Birkhuhn, Steinhuhn, Auerhuhn, Steinadler und Bartgeier. «Diese Einzigartigkeit wollen wir erhalten», sagt Armando Lenz, Geschäftsführer von Pro Natura Graubünden.

Die Val Mora ist in Gefahr. Auf Grund ihrer Schönheit wird sie bereits jetzt von vielen Wanderern und Bikerinnen begangen. Dies ist auch in Ordnung, denn man kann nur schützen was man kennt, und sich nur für etwas engagieren, was man auch schätzt. Die Störungen könnten bald deutlich zunehmen, weil der SAC die Alp Sprella in eine Hütte umbauen will. Dadurch nehmen die Besucherzahlen zu, was sich bis in die kaum begangenen Seitentäler auswirken wird. Die ökologische Tragfähigkeit der Val Mora könnte überschritten werden, womit sehr wertvoller Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen und gefährdeten Tieren verloren geht. «Die Horste der Bartgeier und Steinadler sind so gelegen, dass sie auch von wenig berggängigen Personen erreicht werden können, was zu Abbrüchen der Brut führt, und somit zu einem kompletten Lebensraumverlust für Adler und Bartgeier», sagt Anita Mazzetta, Geschäftsführerin von WWF Graubünden.

Hinzu kommt, dass die touristischen Entwicklungen im Val Müstair nicht aufeinander abgestimmt sind, und der Druck auf die Natur somit unnötig gross ist. Die Val Mora soll zum Beispiel als möglicher Ersatz für die geplante neue Bergbahn bei Tschierv beruhigt werden, bei welcher ebenfalls Lebensräume für Bartgeier und Steinadler zerstört werden. Eine SAC-Hütte in der Val Mora würde aber genau diese Beruhigung verhindern.

Zusammenfassend wurden nach Meinung der Umweltverbände die Interessen für den Schutz der Val Mora weder vom Kanton noch vom Verwaltungsgericht Graubünden korrekt noch vollständig erfasst. Die Abwägung der Interessen für den Schutz und die Nutzung ist somit nicht umfassend, und fälschlicherweise zu Gunsten der Nutzung ausgefallen. Die Umweltverbände fechten dies vor Bundesgericht an.

Auskunft:
Armando Lenz, Geschäftsführer Pro Natura Graubünden: 081 511 64 11
Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin WWF Graubünden: 076 500 48 18

Stadtklima-Initiative:
2x Ja am 3. März!

Für die Stadt Chur bietet sich mit dem Ausbau des Wärmenetzes eine einmalige Gelegenheit, auch ihre Strassen und Plätze fit für die Zukunft zu machen.

Die Stadtklima-Initiative setzt sich für Verkehrsbe-ruhigung und Klimaan-passung ein. Konkret soll dazu während 10 Jahren jährlich eine Fläche von 1.0 Prozent der Strassenfläche des Stadtgebietes in sichere Fuss- und Velowege, Begegnungszonen oder in Grünflächen umgewandelt werden.

Am 3. März liegen sowohl die Initiative als auch ein Gegenvorschlag dem Volk vor. Werden beide angenommen, entscheidet die Stichfrage darüber, welche der beiden Vorlagen umgesetzt werden soll. Die Initianten der Stadtklima-Initiative empfehlen beide Vorlagen zur Annahme und die Initiative bei der Stichfrage.

Referendum eingereicht: 100 000 Menschen wehren sich gegen den masslosen Autobahn-Ausbau

11.01.2024. Angeführt vom VCS Verkehrs-Club der Schweiz und umverkehR hat heute eine Allianz aus 29 Organisationen, Verbänden und Parteien das Referendum gegen den Autobahn-Bauwahn bei der Bundeskanzlei eingereicht. Innert rund drei Monaten sind stolze 100 000 Unterschriften gegen den masslosen Autobahn-Ausbau gesammelt worden. Dieses bemerkenswerte Sammelergebnis ist ein erster grosser Erfolg im Kampf gegen den übertriebenen, überholten und überteuerten Autobahn-Ausbau.

Initiative eingereicht: Volk kann über Klima-fonds abstimmen

22.02.2023. Mit den Mitteln aus dem Klimafonds sollen künftig mehr Solarpanels gebaut, Gebäudesanie-rungen vorangetrieben, der ÖV ausgebaut und der Erhalt von Lebensräumen und der Artenvielfalt gefördert werden. SP und Grüne haben eine entsprechende Volksinitiative eingereicht. Die eidgenössische Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» wird von einer Allianz von Umweltorgani-sationen und Gewerkschaf-ten unterstützt.