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Aktuelle Meldungen

  • 23.01.2020  Wef-Winterwanderung: Mit Koalas, Schnaps und Delegierten

    Drei Tage zu Fuss nach Davos: Die Winterwanderung für Klimagerechtigkeit hat den Widerstand gegen das Wef wiederbelebt – und zeigt, dass die Bewegung dazugelernt hat.

  • 21.01.2020  Schaumschläger oder Klimaaktivisten im Nadelstreifenanzug?

    Bei der 50. Jahrestagung des Weltwirtschafts-forums (WEF) in Davos diskutieren ab heute Dienstag 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über Lösungen für globale Probleme. Im Fokus steht vor allem auch der Klimawandel – doch was ist neben Podiumsdiskussionen und Absichtserklärungen zu erwarten? Antworten von Klaus Ammann.

  • 20.01.2020  Mehrere Hundert wandern fürs Klima ans WEF in Davos

    Klimabewegte aus der ganzen Schweiz sind zur Winterwanderung für Klimagerechtigkeit aufgebrochen. Auf den Weg gemacht haben sich Menschen aller Altersgruppen – auch Klimaseniorinnen.

  • 20.01.2020  Anita Mazzetta kandidiert für Churer Stadtrat

    Heute hat die Freie Liste VERDA ihre Kandidatin für die Stadtratswahlen im Mai präsentiert. Mit Anita Mazzetta tritt eine erfahrene und pragmatische Frau an, die über einen grossen Leistungsausweis verfügt. Nach 10 Jahren im Gemeinderat will sie sich nun im Stadtrat für ein weltoffenes Chur einsetzen, in dem Gewerbe, Wissenschaft, Natur und Kultur zusammen spielen.

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Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

Die geheimen Machenschaf-ten der Ölindustrie: Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

Film von Johan von Mirbach

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

Patrick Hofstetter: Der Berufsoptimist

05.12.2019

Der WWF-Campaigner Patrick Hofstetter ist der wohl einflussreichste Experte in der Schweizer Klimadiskussion. Gleichzeitig ist er auch Teil der Schweizer Delegation an der Klimakonferenz, die diese Woche in Madrid stattfindet. Wie schafft er diesen Spagat?

Von Daniel Stern in der WOZ Nr. 49/2019

Es ist ein alljährliches Ritual. Immer wenn eine Uno-Klimakonferenz naht, lädt Patrick Hofstetter die Medien zu einem Hintergrundgespräch ein. Hofstetter ist der Klimaexperte des World Wide Fund for Nature (WWF) und wird oft in den Medien zitiert. Man hört Hofstetter gerne zu, auch wenn er sich in Fahrt redet und detailliert aufschlüsselt, warum das, was in diesen Tagen in Madrid verhandelt wird, so wichtig ist. Nicht verwunderlich, dass er dabei seine vorgegebene Redezeit massiv überschreitet.

Hofstetter kam 2002 eher zufällig zum WWF. Er war eben aus den USA zurückgekehrt, wo er an der Harvard University Vorlesungen über industrielle Ökologie gehalten hatte. Eigentlich wollte er den Sommer geniessen und seinen eigenen unabhängigen Umweltthinktank auf die Beine stellen. Da kam die Anfrage aus dem zu jener Zeit arg zerstrittenen WWF, das Klima- und Energiedossier zu übernehmen. Er willigte unter der Bedingung ein, nur befristet für sechs Monate auszuhelfen.

Hofstetter blieb und machte den WWF zusammen mit seinem Team zu dem Schweizer Kompetenzzentrum in Sachen Klima und Energie. Wer als JournalistIn über die nationale wie internationale Klimapolitik schreibt, kommt um Hofstetter nicht herum. «Ich kann viel von dem ausleben, was ich damals wollte», sagt er im Gespräch in der neu renovierten WWF-Zentrale in Zürich.

Auch in der Politik wirkt Hofstetter im Hintergrund mit. So unterstützte er die StänderätInnen der Umweltkommission bei den Beratungen zum neuen CO2-Gesetz. Nachdem dieses im Nationalrat Schiffbruch erlitten hatte, gelang es der Kommission, eine mehrheitsfähige Vorlage zu zimmern, bei der diverse Vorschläge des Bundesrats sogar verschärft wurden. Die Schülerstreikbewegung hätte die Politikerinnen und Politiker aufgeschreckt, sagt Hofstetter, entsprechend hätten sie sich in die Materie eingearbeitet. «Sie stellten nun die wichtigen und guten Fragen.» Sein Know-how war gefragt, das bestätigt etwa Ständerat Damian Müller (FDP): «Er war sehr konstruktiv, ohne Scheuklappen.» Sein Amtskollege Roberto Zanetti (SP) sagt: «Patrick war eine echte Bereicherung.»

Verhandlungsmandat in Madrid

Jetzt ist das Gesetz zurück in der Nationalratskommission, wo KlimaspezialistInnen wie Roger Nordmann (SP) und Bastien Girod (Grüne) sitzen, Hofstetters Expertise ist weniger gefragt. Vielleicht auch deshalb hat die Kommission letzte Woche – einstimmig – beschlossen, den Kantonen mehr Zeit zur Senkung der CO2-Grenzwerte von Heizungen einzuräumen. Hofstetter schrieb in einem Communiqué: «Das ist das Gegenteil von dem, was wir von der Politik erwarten.»

In Madrid verhandelt Hofstetter faktisch im Auftrag des Bundesrats mit. Mit der Einbindung von NGOs, aber auch von Unternehmensverbänden ist die Schweizer Delegation eher eine Ausnahme. Der Ansatz entspricht dem hierzulande typischen Vorgehen, die Interessengruppen einzubinden.

Hofstetter sagt, dass er dank des Verhandlungsmandats an viel Wissen komme. Dass er dabei in einen Rollenkonflikt gerät, streitet er nicht ab. Er müsse in Madrid nicht nur die Interessen der Schweizer Delegation und des WWF unter einen Hut bringen, sondern auch die WWF-Klimakampagne in der Schweiz im Blick behalten und den Medien als Auskunftsperson dienen. «Da kommt man sich manchmal recht schizophren vor», sagt er. Zum Glück vertrete die Schweiz zu etwa achtzig Prozent die gleichen Positionen wie der WWF, bei den grossen Zielen sei man sich sogar weitgehend einig. Zudem spiele die Schweiz an den Verhandlungen oft die Rolle der Vermittlerin.

Hofstetter sitzt in Madrid im Auftrag der Schweiz in einer Verhandlungsgruppe, in der über die Auswirkungen von Klimaschutzmassnahmen verhandelt wird: Saudi-Arabien etwa will für den Rückgang seiner Erdölverkäufe entschädigt werden. Mittlerweile debattiert die Gruppe aber vor allem über die Diversifizierung der Wirtschaft und ihre Transformation. Dieser «Verhandlungsstrang» sei taktisch wichtig: Staaten, die einschneidendere Klimaschutzmassnahmen fordern, könnten mit Zugeständnissen ein Entgegenkommen in anderen Dossiers aushandeln.

Ein politisches «Super-Klimajahr»

Verliert er angesichts der endlosen Diskussionen nicht die Hoffnung? Gemäss dem jüngsten Bericht des Uno-Umweltprogramms sieht es nicht danach aus, als ob die Staatengemeinschaft den nötigen Wandel noch hinbekommt. Bis zum Ende des Jahrhunderts droht eine Erderwärmung von über drei Grad. Die Folgen wären katastrophal. Hofstetter verweist auf das nächste Jahr, das ein politisches «Super-Klimajahr» werden soll. Er hofft, dass die Staaten ihre Zusagen deutlich verschärfen. Wenn er nicht mehr an den Wandel glauben würde, sagt Hofstetter, so könnte er seinen Job nicht machen. «Als ausgebildeter Maschineningenieur sehe ich primär die Herausforderung, die es zu lösen gilt.»

So diplomatisch Hofstetter sich oft ausdrückt, so harsch kann der zweifache Familienvater das Klimaproblem auch auf den Punkt bringen. Gegenüber der NZZ sagte er kürzlich, dass jeder Flug, den jemand mache, das Leben eines anderen Menschen verkürze. Er steht weiterhin zu dieser Aussage: «Sie ist noch sehr nett formuliert. Der Zusammenhang ist ganz klar. Jede zusätzliche Tonne CO2 lässt die Klimaschäden steigen.» Das treffe auch etwa für Gas- und Ölheizungen zu, mit Benzin oder Diesel betriebene Fahrzeuge oder für den übermässigen Konsum tierischer Lebensmittel.

Für Patrick Hofstetter ist die Diskrepanz zwischen Denken und Handeln vieler Menschen unbegreiflich. Obwohl sie als Privatpersonen die Klimakrise als Bedrohung sehen würden, akzeptierten sie im Beruf viele angebliche ökonomische Sachzwänge, die nicht nachhaltig sind. «Würden wir in allen Lebensbereichen mehr Verantwortung übernehmen, käme die Transformation viel rascher voran.»

«Der Konzern-Report»

Dokumentarfilm (45', 2020):
Der Film lässt Menschen auf zwei Kontinenten zu Wort kommen, die durch Schweizer Konzerne geschädigt werden. Dick Marty und weitere Stimmen aus dem In- und Ausland erklären, warum sie klare Regeln verlangen, damit Konzerne für Verfehlungen geradestehen müssen.

Klimaschutz-Aktivstin Luisa Neubauer

Luisa Neubauer, 1996 in Hamburg geboren, wirbt für einen gesellschaftlichen Aufbruch zum Klimaschutz. Die Vertreterin von „fridays for future“ sieht die Bewe-gung immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, diese sei unprofessionell und zu naiv in ihrem Bestreben, die Bürger von einem tiefgreif-enden Schutz der Umwelt zu überzeugen. „Als ob Wahr-heit mit Alter zu tun habe“, wehrt sie sich gegen solche Vorwürfe.

Terra X Video...

Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.