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Aktuelle Meldungen

  • 15.08.2018  Einsprache gegen Radweg Trimmis–Chur

    Pro Natura Graubünden, WWF Graubünden und die Stiftung Landschaftsschutz haben gegen das Radwegprojekt Chur–Trimmis Einsprache eingereicht. Wie die Umweltverbände mitteilten, kritisieren sie die Belagswahl. Die gesamte Teilstrecke Waisenhausgüeter–Maschänser Rüfi durch den Wald soll asphaltiert werden. Pro Velo hält dagegen: «Das Argument, dass die Asphaltierung eines Radwegs durch den Wald nicht ökologisch sei, ist kritisch zu hinterfragen. Die Attraktivität des Velos als umweltfreundliches, gesundes und ökonomisches Verkehrsmittel soll gefördert werden», schreibt Edi Rölli in einem Leserbrief.

  • 11.08.2018  JA zum Bundesbeschluss Velo

    Der Bundesbeschluss Velo ist eine Ergänzung der Verfassung. Daher muss am 23. September das Volk darüber abstimmen. Bundesrat, Nationalrat (115:70) und Ständerat (37:1) sagen sehr deutlich JA. Der Bundesbeschluss ist ein direkter Gegenentwurf zur im Jahr 2016 eingereichten Velo-Initiative. Die Velo-Initiative ist zu Gunsten des Bundesbeschlusses von den Initianten zurückgezogen worden.

  • 11.08.2018  Die Alpen und ihre Bewohner leiden besonders unter dem Klimawandel

    Die Alpen-Initiative, CIPRA und Mountain Wilderness Schweiz haben am Samstag ihren traditionellen Protestanlass gegen die Zerstörung der Alpen durchgeführt, der dieses Jahr auf Pardiel ob Bad Ragaz stattfand: Die Alpenschutzorganisationen setzten im aktuellen Hitzesommer ein Zeichen gegen die Ursachen des Klimawandels. Marina Carobbio Guscetti, Vizepräsidentin der Alpen-Initiative, forderte eine Klimapolitik, die auch den Güterverkehr auf der Strasse in die Verantwortung nimmt und rief die Bevölkerung dazu auf, auf den Konsum von lokalen Produkten zu setzen.

  • 10.08.2018  ELEKTROAUTO: Chronik eines Irrtums

    Die Diskussion um die Elektromobilität gibt es verstärkt seit etwa 1985. Nun, im Jahr 2018, hat der Elektroauto-Hype fast schon manische Züge angenommen. Das Thema eignet sich gerade in Deutschland vorzüglich, um von Dieselskandal, Feinstaubbelastung, gefälschten Verbrauchswerten, überdimensionierten und viel zu schnellen Autos und nicht zuletzt von einer Diskussion um ein dringend notwendiges Tempolimit abzulenken. Da kommt das Placebo Elektroauto gerade recht. Übersehen wird hier aber, dass der Strom für die Elektroautos nicht einfach aus der Steckdose kommt. Und dass der Ökostrom für Sinnvolleres verwendet werden kann, als Strom-Boliden zu laden.

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

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Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

«Wollt ihr 100 Millionen für ein Fest zahlen, ohne zu wissen, ob das reicht?»

15.05.2018

Bei den beiden Olympia-Absagen in Graubünden hat er die Fäden gezogen, nun ist Stefan Grass zuversichtlich, dass sich auch der Kanton Wallis gegen eine Olympia-Kandidatur ausspricht – aber nicht nur aus Umweltgründen.

*Pro Natura Magazin: Welche Parallelen ziehen Sie zwischen dem jetzigen Abstimmungskampf im Wallis und den seinerzeitigen Abstimmungen im Kanton Graubünden?
**Stefan Grass:
In Graubünden geht man mit dem politischen Gegner wohl respektvoller um, aber grundsätzlich bestehen die gleichen Fronten: Das offizielle Wallis – die Regierung, die bürgerlichen Parteien und die Wirtschaftsverbände – ist wie seinerzeit Graubünden für das Projekt. Gegenüber stehen die Umweltverbände und Rotgrün. Aber es gibt im Wallis Bruchlinien; die SVP und auch die SP sind gespalten.

Aufgrund der politischen Mehrheitsverhältnisse wäre ein Ja zur Olympia-Kandidatur also die logische Konsequenz.
Ja, aber entscheidend ist, was hinter vorgehaltener Hand gesagt wird, das war schon in Graubünden so. Wenige haben es öffentlich gewagt, sich gegen das offizielle Graubünden zu stellen. Aber aus zahlreichen persönlichen Rückmeldungen und aufgrund der Abstimmungsanalyse wissen wir, dass viele Leute heimlich ein Nein in die Urne gelegt haben. Dieses stille Nein hat den Ausschlag gegeben.

Und das wird sich im Wallis wiederholen?
Im Nachhinein zur verlorenen Kandidatur für die Winterspiele 2006 gab es im Wallis durchaus Stimmen, die froh waren, dass Turin den Zuschlag bekam. Denn der Tourismus hatte im Wallis nicht wegen der Absage gelitten. Im Gegenteil: Die Hoteliers mussten nicht auf eine Saison verzichten, die Stammklientel wurde nicht vergrault, es wurden keine Bauruinen wie in den Piemonter Bergtälern Susa und Chisone geschaffen, die Bauwirtschaft hatte sich nicht überhitzt, die Immobilienpreise sind nicht massiv angestiegen.

Und falls einfach die Begeisterung für den Sport den Ausschlag geben sollte?
Keine olympische Abstimmung wird je durch Sporteuphorie gewonnen. Bei der vorletzten Olympia-Abstimmung stand mit Gian Gilli ein glaubhafter und authentischer Sportbotschafter an der Spitze der Bündner Kandidatur für 2022. Er besuchte alle Bündner Täler, war an 150 Veranstaltungen präsent, hatte ein riesiges Budget zur Verfügung – und konnte doch nur eine 47-Prozent-Zustimmung erwirken. Bei Sion 2026 aber wird die Kandidatur nicht einmal von Sportlern angeführt, sondern von zwei ausserkantonalen Politikern, die im Wallis kaum jemand kennt, und einem einschlägig bekannten Unternehmer, dem es um die Sicherung eigener Architektur-Projekte geht. Und es ist wieder ein reiner Männerklub.

Was gibt denn den Ausschlag?
Das Geld. Im ganzen Alpenraum ist die Ausgangslage etwa dieselbe: Jeweils 20 Prozent sind prinzipiell für und 20 Prozent gegen Olympische Spiele. Zwischen diesen Polen befindet sich rund 60 Prozent ohne direkte Interessen. In diesem Lager sind mehrheitlich Frauen und Senioren skeptisch, dass man so viel Steuergeld ausgibt, ohne dafür einen sicheren Gegenwert zu erhalten. Auch im Wallis ist die entscheidende Frage: Wollt ihr 100 Millionen Franken an ein einmaliges Sportfest zahlen, ohne zu wissen, ob das reicht? Und dieses Mal steht kein Bundesrat hinter der Kandidatur, der eine Defizitgarantie verspricht wie für Graubünden 2022.

Gerade deshalb wirbt das Komitee mit bescheidenen Spielen, die weitgehend bestehende Infrastruktur nutzen.
Selbst bestehende Infrastruktur muss nach- und aufgerüstet werden. Es müssen riesige Athletendörfer gebaut werden. Und der IOC-Tross logiert in 5-Stern-Hotels, daran ändert auch seine Agenda 2020 nichts. Das ist eine Scheinreform, und beim IOC bleiben die gleichen Leute an der Macht, die uns schon die völlig überrissenen Spiele der jüngsten Vergangenheit eingebrockt haben. Man weiss, dass sich das IOC an TV- und Sponsoreneinahmen bedient und die Lasten auf die Austragungsorte abschiebt. Die Promotoren behaupten jetzt, dass sie ihre Kandidatur sofort zurückziehen würden, falls das IOC nach dem Zuschlag Änderungen am Konzept vornehmen möchte – doch ich glaube nicht, dass sie dies auch tatsächlich tun würden.

Umweltaspekte sind Ihrer Meinung nach also nicht für eine Ablehnung entscheidend?
Sie sind sicherlich nicht unbedeutend. Als Bergler haben die Walliser einen gewissen Wertkonservatismus und Sinn fürs Bewahren in sich. Die Verschandelung der Landschaft wird da auch eine Rolle spielen. Doch die entscheidenden Punkte bleiben: zu gross, zu teuer, fremdbestimmt.

Sie befassen sich nun seit 18 Jahren mit dem Thema Olympische Spiele. Gibt es Dinge, die Sie nach dieser Zeit immer noch erstaunen?
Mich erstaunt, wie Leute, die sonst in der Privatwirtschaft tätig sind und finanzielle Risiken einschätzen müssen, hier jegliche Art von Vorsicht ausblenden. Sie erliegen immer wieder den gleichen Verführungen …

… weil sie das Risiko nicht selber tragen müssen?
Ja, aber was glauben sie denn? Man muss sich nur minim informieren, um festzustellen, dass die erwarteten Einnahmen bei allen Olympischen Spielen der vergangenen Jahrzehnte nie für die Infrastrukturen und Sicherheit gereicht haben.

*Dies ist das letzte von drei Interviews zum Thema Olympische Winterspiele. Zuvor interviewt wurden der US-Ökonom Andrew Zimbalist (Ausgabe 1/18) und Thierry Largey, Geschäftsführer von Pro Natura Wallis (2/18). Der Kanton Wallis stimmt am 10. Juni über einen Verpflichtungskredit von 100 Millionen Franken für die Olympischen Winterspiele ab. Noch offen ist, ob es es zu einer nationalen Abstimmung über die Bundesmilliarde kommt: Entgegen der Empfehlung des Bundesrats wurde eine entsprechende Motion von Pro Natura Präsidentin Silva Semadeni (SP Graubünden) im Nationalrat angenommen. Der Ständerat muss sich noch mit dem Geschäft befassen.

**Stefan Grass ist Präsident des VCS Graubünden, Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden und hat zusammen mit der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA seit 18 Jahren die Entwicklung der Olympischen Spiele verfolgt und dokumentiert. Er betreut auch die olympiakritische Dokumentation auf www.olympia-nein.ch.

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HILFE FÜR DIE WANDERFISCHE

Unsere Petition verlangt bauliche Massnahmen an den Kraftwerken, damit die Fische gefahrlos flussauf- und fluss-abwärts wandern können. Heute verletzen sich viele Fische in den Turbinen von Wasserkraftwerken tödlich. Besonders in extremen Hitzeperioden ist auch der ungehinderte Zugang zu Kaltwasserzonen für die Tiere überlebenswichtig.

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Gletscher-Initiative

Wenn es nicht gelingt, die Klimaerwärmung zu stoppen, werden bereits unsere Kinder eisfreie Alpen und spürbare Veränderung ihrer Lebens-grundlage erleben. Bringen wir die Schweiz auf Klimakurs!

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Velo-Initiative kommt als "Bundesbeschluss Velo" zur Abstimmung

Am 23. September 2018 entscheidet das Stimmvolk über die eidgenössische Vorlage. Die Velo-Initiative wurde zugunsten des vom Bundesrat und Parlament entworfenen "Bundesbe-schlusses Velo" zurückge-zogen. Wie die Initiative hat der Bundesbeschluss zum Ziel, das Velofahren in der Bundesverfassung zu veran-kern und dem Wandern und dem zu Fuss gehen gleich-zustellen.

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CO2-Emissionen im Inland reduzieren

Unterschreibe jetzt die Petition und verlange von National- und Ständerat ein griffiges CO2-Gesetz, das unserer Verantwortung beim Klimaschutz gerecht wird, das 100% der Schweizer CO2-Reduktion im Inland festlegt und das nicht unser Geld in zweifelhaften Emissions-zertifikaten versenkt.