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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Klimawandel - Die Fakten - 2019

Sir David Attenborough gestaltet seine BBC Doku als mitreißenden Weckruf. Mit zahlreichen Wissenschaft-lern belegt er die Fakten rund um die Folgen des Klimawandels und was dagegen unternommen werden kann.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Nichts als recht

21.10.2020

Eigentlich ist es selbstverständlich: Wer Regeln verletzt, muss dafür geradestehen. Wer einen Schaden anrichtet, haftet dafür. Das ist nichts als recht. Jedes Kind weiss das. Darum ist es höchste Zeit, dass diese Grundsätze auch für Konzerne mit Sitz in der Schweiz gelten. Denn zur Freiheit, global zu wirtschaften, gehört die globale Verantwortung für Mensch und Umwelt. Als Schweiz können wir den hier niedergelassenen Konzernen klare Regeln auferlegen.

Von Jon Pult, Bündner SP-Nationalrat

Es braucht griffige Sorgfaltspflichten und die Möglichkeit, Schweizer Konzerne vor ein Schweizer Gericht zu ziehen. Genau das verlangt die Konzernverantwortungsinitiative.

Der Zuger Rohstoffkonzern Glencore kontrolliert eine Mine im peruanischen Cerro de Pasco, die das Trinkwasser, den Boden und die Luft von Zehntausenden Menschen mit Schwermetallen verseucht. Die Folgen sind dramatisch. Die Lebenserwartung ist in der Minenstadt fünf Jahre tiefer und die Kindersterblichkeit klar höher als im Landesdurchschnitt. Bisher konnte Glencore dafür nicht zur Verantwortung gezogen worden. Das peruanische Justizsystem ist zu schwach, und in der Schweiz gibt es noch keine Möglichkeit für Haftungsklagen. Das Beispiel zeigt, wie wichtig und dringend die Konzernverantwortungsinitiative ist.

Die globale Verflechtung der Schweizer Wirtschaft ist eine Realität. Jetzt müssen wir unsere Gesetze dieser Realität anpassen. Sorgfaltspflichten für Menschenrechte und Umwelt müssen für Schweizer Konzerne obligatorisch und gerichtlich durchsetzbar sein. Verletzt ein Schweizer Konzern die international anerkannten Mindeststandards, soll für die Geschädigten der Gang an ein Schweizer Gericht offenstehen. Denn hier in der Schweiz sitzen die Verantwortlichen.

Dass Bundesrätin Karin Keller-Sutter diese Möglichkeit zum Rechtsweg mit einer «kolonialen Sichtweise» in Verbindung bringt, ist absurd. Das Gebaren von Konzernen wie Glencore erinnert an koloniale Ausbeutung. Sicher nicht die Möglichkeit für die Opfer, in der Schweiz ihr Recht zu suchen. Immerhin zeigt dieser peinliche Aussetzer der Bundesrätin, dass es kaum vernünftigen Argumente gegen die Initiative gibt.

Die Konzernverantwortungsinitiative schafft einen faireren Wettbewerb und schützt das Renommee der Schweizer Wirtschaft. Verletzen einzelne Konzerne wie Glencore die Spielregeln, ohne dass sie dafür belangt werden, nutzen sie einen unfairen Konkurrenzvorteil gegenüber denjenigen aus, die sich korrekt verhalten. Mit griffigen Bestimmungen für die Konzernverantwortung sorgen wir für gleich lange Spiesse in unserer global ausgerichteten Wirtschaft. Darum unterstützen viele weitsichtige Unternehmerinnen und Wirtschaftskapitäne die Initiative.

Noch immer leidet der Ruf der Schweiz am viel zu langen Festklammern an das Bankgeheimnis für internationale Steuerhinterzieher. Im Bereich der Konzernverantwortung haben wir hingegen die Möglichkeit, einen internationalen Trend positiv mitzugestalten, statt ihn später nachvollziehen zu müssen. Packen wir diese Chance! Für die Menschenrechte und die Umwelt. Aber eben auch für den guten Ruf der Schweiz und für diejenigen Konzerne und Unternehmen, die sich heute schon korrekt verhalten.

Ein klares Ja zum neuen CO2-Gesetz

Das neue CO2-Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein möglichst deutliches Ja am 13. Juni 2021 bietet die besten Voraussetzungen für weiter-gehende Massnahmen gegen gefährliche Klimaerhitzung.

Die Erdöl-Lobby, unterstützt von der SVP, hat das Referen-dum gegen das neue CO₂-Gesetz am 12.01.2021 eingereicht.

Die Autoverkäufer und die Ölindustrie, in deren Verbänden die SVP stark vertreten ist, begründen dies mit negativen Auswirkungen für den Mittelstand. In Wahrheit geht es um ihre eigenen Wirtschafts-interessen, die ihnen offenbar wichtiger sind als der Erhalt der Lebensgrund-lagen. Indem das neue CO₂-Gesetz wichtige Verursacher der Klimakrise wie den Flug- und Autoverkehr verteuert, trägt es zu globaler Klimagerechtigkeit bei.

Das Gesetz ist somit ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es stellt die Weichen für wesentlich effektivere Klimaschutz-massnahmen. Als breite Allianz der Zivilgesellschaft werden wir uns in der Referendumsabstimmung und darüber hinaus für die Ziele des Pariser Klimaab-kommens entschieden engagieren!

VOM KLIMASTREIK ZUR KLIMABEWEGUNG

AKTIONSTAG 21. MAI 2021

Am Aktionstag im Frühling wird, sofern es die Situation erlaubt, eine zentrale Demonstration in Chur stattfinden. Den ganzen Tag über werden ausserdem dezentral organisierte, lokale Aktionen durchgeführt. Dies können Demonstrationen, Diskussionen, gemeinsamer Austausch bei einem Mittagessen, konkrete Projekte usw. sein. Diese Aktionen werden von lokalen Organisationen und den Klimagruppen organisiert. Ziel ist es, möglichst viele Menschen vor Ort einzubinden und sie zu motivieren, selbst in der Klimabewegung aktiv zu werden.