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Aktuelle Meldungen

  • 18.05.2019  Verkehrsministerin will Verlagerung

    An der Feier zum 30. Geburtstag der Alpen-Initiative dankte Bundesrätin Simonetta Sommaruga den Alpenschützerinnen und Alpenschützern für ihren unermüdlichen Einsatz. Ausserdem kündete sie an, die Verlagerung auf die Bahn mit einem Massnahmenpaket weiter zu stärken. «Damit wollen wir die Schiene noch attraktiver machen und zusätzliche Transporte von der Strasse wegbekommen», sagte die Verkehrsministerin.

  • 16.05.2019  Schiessen statt hüten?

    Im Nationalrat haben sich die WolfsgegnerInnen durchgesetzt. Ihre Strategien werden die Probleme mit dem Wolf nicht lösen – im Gegenteil.

  • 14.05.2019  Regierung schlägt 
zum «Green New Deal» ein

    Die Regierung erklärt sich einverstanden, ihre Klimastrategie mit zusätzlichen Massnahmen aufzuwerten – 
sie ist bereit, den von über 80 Parlamentariern eingereichten «Green New Deal» zu machen.

  • 02.05.2019  Jeder Quadratmeter zählt

    Weltweit gehen Jugendliche für den Klimaschutz auf die Strasse. Sie rütteln auf und stellen Politikerinnen und Politiker zur Rede. «Wir haben ein Recht auf Zukunft», fordern sie. Genauso gut könnten sie gegen das weltweite Artensterben demonstrieren. Die Zerstörung der Artenvielfalt und Ökosysteme hat ein Niveau erreicht, das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der Klimawandel.

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

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Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

7. Mai 2019: Ab heute leben wir auf Pump

07.05.2019

Heute ist der sogenannte Swiss Overshoot Day. Er markiert das Datum, an dem die Schweiz alle natürlichen nachwachsenden Ressourcen und alle ökologischen «Dienstleistungen» verbraucht hat, die ihr für das Jahr 2019 eigentlich zustehen. Das heisst: Ab heute und bis zum Ende des Jahres leben wir auf Pump oder genauer: auf Kosten zukünftiger Generationen.

CH verbraucht 1 Erde
CH verbraucht 1 Erde
CH verbraucht 2 Erden
CH verbraucht 2 Erden
CH verbraucht 3 Erden
CH verbraucht 3 Erden
 

Von Christian Rentsch in den KlimaNews

Obwohl der Swiss Overshoot Day in den Medien kaum für Aufsehen sorgt, ist er von eminenter Bedeutung. Er macht uns nämlich wieder einmal auf einige
Probleme aufmerksam, die unsere Zukunft existenziell mitbestimmen.

Wir alle leben in extremer Weise über unsere Verhältnisse. Wir alle, das heisst: die gesamte Menschheit, egal wie ungerecht Wohlstand und Reichtum verteilt sind. Um so weiterzuleben, wie es die Menschheit derzeit tut, bräuchten wir 1,7 Erden, die wir nicht haben. Die natürlichen Ressourcen der Erde geben das auf die Dauer einfach nicht her.

Erst recht gilt das für die Schweiz. Für unseren materiellen Lebensstandard bräuchten wir, um im Bild zu bleiben, drei Erden. Diese Realität wird sich, ob es uns passt oder nicht, durchsetzen gegen alle ökonomischen Theorien, die uns weismachen, ohne permanentes Wirtschaftswachstum gehe die Welt zugrunde. Das Gegenteil ist richtig: Die Welt geht zugrunde, wenn die Wirtschaft immer weiter wächst.

Illusorisch sind aber auch all jene Hoffnungen, dank künftigen Erfindungen und Innovationen liesse sich das Problem schon irgendwie lösen. Zumindest bis zur Stunde sind weit und breit keine Innovationen auch nur in Sichtweite, die unseren Ressourcenverbrauch um zwei Drittel vermindern könnten.

Greta Thunberg hat recht: Wir müssten in Panik geraten. Die Welt rast auf eine Katastrophe zu und wir diskutieren, wieviel eine Flugticketabgabe kosten darf. Und ob der Liter Sprit fünf oder zwanzig oder Rappen aufschlagen darf.

Und schliesslich – mit Blick auf die aktuellen klimapolitischen Diskussionen: Wer mit dem heimlichen Hintergedanken, der luxuriöse Wohlstand in der Schweiz lasse sich so retten, vorrechnet, jeder im Ausland ausgegebene Klimafranken bewirke ein Mehrfaches als im Inland, der drückt sie vor der Wahrheit: Wir müssen bei uns in der Schweiz anfangen, weil die Welt sich unseren irrwitzigen Schweizer Wohlstand einfach nicht mehr leisten kann.

«Ihr bescheisst uns um unsere Zukunft!“

Kurz: Der Overshoot Day beweist das völlige Versagen einer ganzen Generation von Politikern. Greta Thunberg und die Klimastreikbewegung haben recht, wenn sie den regierenden Politikern vorwerfen: «Ihr bescheisst uns um unsere Zukunft!» Denn seit 40 Jahren, seit der ersten Weltklimakonferenz in Genf, wissen wir, dass der menschengemachte Treibhauseffekt unser Leben auf der Erde bedroht. Und spätestens seit dem UN-Erdgipfel in Rio de Janeiro 1992, seit 27 Jahren, haben die Politiker keine Ausrede mehr. Damals unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs fast aller Länder ein Abkommen, dass sie verpflichtet, für eine nachhaltige Entwicklung der Welt zu sorgen. Zu den dort unterzeichneten Abkommen gehört auch die Weltklimakonvention, mit der sich die Politiker verpflichteten, eine „gefährliche Störung des Klimasystems“ zu verhindern.

Getan haben sie nichts. Oder wenigstens nicht das, was man von ihnen erwartet: Verantwortung übernehmen. Im Gegenteil: Die globalen Treibhausgas-Emissionen sind von 22 Milliarden Tonnen im Jahr 1992 auf heute über 37 Milliarden jährlich angestiegen. Und obwohl die Klimawissenschaftler, die einzigen, die kompetent etwas über das Klima wissen, uns seit Jahren sagen, dass bei maximal 2 Grad Schluss sein muss, droht sich das Klima bis 2100 um drei bis fünf Grad aufzuheizen. Was ist das anderes als das totale Versagen einer ganzen Politikergeneration?

Der Vorwurf wiegt umso schwerer, als dass wir längst auch wissen, was zu tun wäre. Es gibt klima- und arbeitsplatzgerechte Umstiegskonzepte für alle Sektoren, von der Energie über den Verkehr bis zu den Gebäuden und der Landwirtschaft. Keine Politikerin, kein Politiker kann noch behaupten, sie oder er habe es eben nicht gewusst. Und wer so tut, als müsste man jetzt erst einmal herausfinden und diskutieren, was denn eigentlich zu tun sei, der ist ein Heuchler oder eine Windfahne. Der muss sich fragen lassen, in welcher Welt er denn die letzten Jahrzehnte gelebt hat. Mit Verantwortung hat ein solches Verhalten jedenfalls nichts zu tun.

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.

Gletscher-Initiative

Das Schwinden der Gletscher ist ein Weckruf! Gelingt es nicht, die Klimaerwärmung zu stoppen, verschlechtert sich unsere Lebensgrundlage nachhaltig. Bringen wir die Schweiz auf Klimakurs!

Wir haben ein Recht auf Zukunft!

Wir fordern, dass die Schweiz den nationalen Klimanot-stand ausruft: “Die Schweiz erkennt die Klimakatastro-phe als zu bewältigende Krise an. Sie hat folglich auf diese Krise zu reagieren und die Gesellschaft auch kompetent darüber zu informieren.”

Wir fordern, dass die Schweiz bis 2030 im Inland Netto 0 Treibhausgasemissionen ohne Einplanung von Kom-pensationstechnologien hat.

Wir fordern Klimagerech-tigkeit.

CO2-Emissionen im Inland reduzieren

Die Petition verlangt von National- und Ständerat ein griffiges CO2-Gesetz, das unserer Verantwortung beim Klimaschutz gerecht wird, das 100% der Schweizer CO2-Reduktion im Inland festlegt und das nicht unser Geld in zweifelhaften Emissions-zertifikaten versenkt.