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Aktuelle Meldungen

  • 17.10.2019  Wege aus der Abhängigkeit

    Notrecht? Solaroffensive? Massive CO2-Abgabe? Oder eine dritte Parlamentskammer? Vorschläge, wie die Schweiz möglichst schnell von den fossilen Energien wegkommen könnte.

  • 16.10.2019  Keine Beschwerde gegen Wolfsabschüsse

    Das eidgenössische Jagdgesetz lasse genügend Handhabe, um Wolfsrudel zu regulieren, sagen Umweltverbände. Das zeige die aktuelle Abschussbewilligung.

  • 13.10.2019  Klimawahl: «Keine Partei fordert Schrumpfung der Wirtschaft»

    Das Umweltrating vernachlässigt das Wachstum der Wirtschaft als relevantesten Umweltfaktor. Sagt Hanspeter Guggenbühl.

  • 09.10.2019  Wie viel Licht braucht der Mensch in der Nacht?

    Es ist nunmal so: Menschen finden sich in der Dunkelheit schlechter zurecht – oder gar nicht – als während des Tages. Aber diese Schwäche ist mit der Erfindung des Lichts schon lange überwunden. Es werde Licht, wann immer die Menschen es wollen. Doch wo bleibt die Rücksichtsnahme auf die Tiere? Zumal viele Insekten nachtaktiv sind. Und sind wir uns über die Auswirkungen des ständigen Lichts auf das Befinden der Menschen bewusst?

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

Artenschutz im Visier

08.10.2019

Es ist verheerend: Die Revision des Jagd- und Schutzgesetzes (JSG) ist missraten und gefährdet den Artenschutz als Ganzes. Urschweizer wie Luchs, Biber, Graureiher und Wolf könnten auf der Abschussliste landen und künftig abgeschossen werden, ohne dass die Tiere je Schäden angerichtet haben - einfach nur, weil es sie gibt. Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, die Gruppe Wolf Schweiz und Zooschweiz haben deswegen das Referendum ergriffen.

Es geht ums Ganze

Im Vordergrund steht im revidierten Gesetz nicht mehr der ausgewogene Kompromiss zwischen Schutz, Regulierung und Jagd, sondern eine einseitige Anpassung auf Kosten gefährdeter Tierarten. Geschützte Arten wie etwa Luchs, Biber und Höckerschwan können jederzeit neben Wolf und Steinbock auf die Liste der regulierbaren Arten gesetzt werden. So können diese Tiere auf Vorrat getötet werden – also ohne, dass sie je einen Schaden verursacht haben. Mit dem neuen Gesetz müssten auch keine präventiven Schutzmassnahmen (wie Herdenschutz in Wolfsgebieten) mehr getroffen werden, bevor Tiere abgeschossen werden dürfen. Viele geschützte Arten können menschliche Nutzungsinteressen tangieren und sind damit potenziell Kandidaten für die Abschussliste.

Der Umgang mit solchen Interessenskonflikten zwischen Artenschutz und Nutzungsinteressen ist herausfordernd. Dem wird das neue Gesetz in keiner Weise gerecht. Es ist völlig einseitig: Der Nutzen, den geschützte Arten für das Ökosystem haben, wird im überarbeiteten Gesetz völlig ausgeblendet. Dank Wolf und Luchs verbessert sich zum Beispiel die Gesundheit des Wildbestandes, und es gibt weniger Bissschäden im Jungwald. Zudem bieten diese Tierarten auch neue Chancen für den Tourismus.

Im Kern geht es beim neuen Gesetz um eine gesellschaftliche Grundsatzfrage: Wie viel Raum überlassen wir der Natur?

Vom Bund zu den Kantonen

Nach dem neuen Gesetzesvorschlag haben statt dem Bund neu die Kantone die Kompetenz, Bestände von geschützten Tierarten zu regulieren. Die Kantone können jedoch schon heute über den Abschuss geschützter Einzeltiere entscheiden. Für die Regulierung von Beständen braucht es heute die Zustimmung des Bundes. Nur so wird eine kantons- und gar länderübergreifende Koordination gewährleistet. Fehlt diese übergeordnete Planung, wird ein nachhaltiger Schutz seltener Arten verunmöglicht. Wildtiere kennen keine politischen Grenzen.

Abschüsse lösen keine Konflikte

Fachleute sind überzeugt, dass die Regulierung von Beständen nicht die effiziensteste Methode ist, um Konflikte zu lösen. Das zeigt sich gerade auch am Beispiel Wolf: Während der Herdenschutz die Schafsrisse nachhaltig reduziert, helfen Abschüsse nur minimal. «Erfahrungen in anderen Ländern weltweit zeigen klar, dass Abschüsse gar zu mehr Rissen führen können. Für unsere Alpen-Landwirtschaft führt kein Weg am Herdenschutz vorbei», betont Gabor von Bethlenfalvy.

Referendum ergreifen

Die Umweltverbände WWF Schweiz, BirdLife, Pro Natura, die Gruppe Pro Wolf Schweiz und Zooschweiz lehnen die extreme, völlig aus dem Gleichgewicht geratene Revision des Jagd- und Schutzgesetzes ab. Was als moderate Teilrevision gestartet wurde, ist völlig einseitig geworden - zulasten des Artenschutzes. Die Natur, geschützte Säugetiere und Vögel sowie der Tierschutz kommen noch mehr unter Druck. Nur ein Referendum gegen dieses missratene Jagdgesetz bietet die Chance, ein neues Gesetz mit Augenmass und für einen zeitgemässen Schutz der einheimischen Artenvielfalt zu schaffen.

Wir haben ein Recht auf Zukunft!

Gletscher-Initiative

Das Schwinden der Gletscher ist ein Weckruf! Gelingt es nicht, die Klimaerwärmung zu stoppen, verschlechtert sich unsere Lebensgrundlage nachhaltig. Bringen wir die Schweiz auf Klimakurs!

Referendum gegen Abschuss

Es ist verheerend: Die Revision des Jagd- und Schutzgesetzes (JSG) ist missraten und gefährdet den Artenschutz als Ganzes. Urschweizer wie Luchs, Biber, Graureiher und Wolf könnten auf der Abschussliste landen und künftig abgeschossen werden, ohne dass die Tiere je Schäden angerichtet haben - einfach nur, weil es sie gibt.

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.