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Auch im Pensionsalter für den Naturschutz im Einsatz

04.11.2021

Silva Semadeni ist zur neuen Präsidentin von Pro Natura Graubünden gewählt worden. Der Vorstand freut sich über eine «Koryphäe» im Naturschutz.

von Simone Janz

Eigentlich habe sie nicht Präsidentin von Pro Natura Graubünden werden wollen – jetzt, wo sie pensioniert sei, sagt Silva Semadeni. Angenommen hat die ehemalige Bündner SP-Nationalrätin das Amt trotzdem. «Man hat mich überzeugt, dass ich weiterhin einen Beitrag für Natur, Landschaft und Klima leisten kann.» Als «erfahrene Präsidentin» sei sie umworben worden. Die Gründe dafür sind naheliegend: Die 69-Jährige sass zwölf Jahre für die SP im Nationalrat, setzte sich dort vor allem für Anliegen aus Natur, Umwelt und Energie ein. Während dieser Zeit war sie zudem Präsidentin von Pro Natura Schweiz. Dieses Amt gab sie 2018 nach 16 Jahren ab. «Wer etwas erreichen will, erreicht es in dieser Zeitspanne», sagt Semadeni zu ihrem damaligen Rücktritt.

«Ein grosser Gewinn»

Erreicht hat Semadeni gemäss Pro-Natura-Graubünden-Geschäftsführer Armando Lenz einiges. Sie habe als Präsidentin von Pro Natura Schweiz die Zusammenarbeit der einzelnen Sektionen sowie die Sprach- und Kulturvielfalt bei Pro Natura stark geprägt. Semadeni kenne und identifiziere sich stark mit den Zielen von Pro Natura. Bei ihrer Wahl an der Mitgliederversammlung vom Wochenende sei sie einstimmig gewählt worden. «Für uns ist es ein grosser Gewinn, eine Koryphäe im Naturschutz im Präsidium zu haben.»

Semadeni folgt auf Walter Ammann, der die Organisation während fünf Jahren präsidiert hatte und am 12. Juni freiwillig von seinem Amt zurückgetreten war. An diesem Datum hätte auch die jährliche Mitgliederversammlung stattfinden sollen. Sie musste coronabedingt auf den Herbst verschoben werden. In der Mitgliederzeitung dankt der Vorstand Walter Ammann für sein Wirken. Auch Andrea Nold stellte sich nicht mehr zur Wahl in den Vorstand zur Verfügung. Er wurde dieses Jahr zum Gemeindepräsidenten von Conters gewählt.

Artenschutz bleibt Kernaufgabe

Die Herausforderungen im Umweltschutz sind über die Jahre nicht kleiner geworden. «Konsequenter Natur-, Landschafts- und Klimaschutz sind nötiger denn je, auch in Graubünden», sagt Semadeni. Auch wenn der Green Deal positiv sei: Der Kanton Graubünden mache in dieser Hinsicht nicht genug, gerade im Bereich des Naturschutzes, ist Semadeni überzeugt. Für den Naturschutz sieht sich Pro Natura Graubünden als «Anwältin und Meinungsmacherin», die sich seit ihrer Gründung als kantonale Sektion im Jahr 1965 traditionell für Artenschutzprojekte einsetzt.

Hilft das bei der wohl grössten Herausforderung, der Bewältigung der Klimakrise? Semadeni findet es falsch, verschiedene Natur- und Klimaschutzprojekte gegeneinander auszuspielen. «Die abnehmende Artenvielfalt ist ein ebenso grosses Problem wie der Klimawandel selbst», sagt sie. Eine hohe Biodiversität sei für das Überleben der Menschheit genauso wichtig. Und so will sich Pro Natura Graubünden auch in Zukunft für die gleichen Ziele starkmachen wie bis anhin. Das heisst gemäss Geschäftsführer Lenz: mehr Natur, mehr Artenvielfalt und ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen. «Wir setzen uns zudem bei grossen Projekten dafür ein, dass die geltende Umweltschutzgesetzgebung eingehalten wird.»

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