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Stefan Grass
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Aktuelle Meldungen

  • 24.06.2020  Verteidigung des CO2-Gesetzes gegen ein Referendum

    Der Nationalrat hat der Revision des CO2-Gesetzes zugestimmt. In einigen Monaten wird die endgültige Fassung vom Parlament bestätigt, und wahrscheinlich wird von der SVP und verschiedenen Partnern das Referendum ergriffen. Es ist daher sehr wichtig, dass die Gruppen und Organisationen, welche im Klimabereich aktiv sind, eine klare Position zum CO2-Gesetz haben.

  • 23.06.2020  Volksinitiativen für Biodiversität und Landschaft kommen zustande

    Die nötigen Unterschriften für die beiden nationalen Volksinitiativen für Biodiversität und Landschaft sind gesammelt: Das meldet der Trägerverein «Ja zu mehr Natur, Landschaft und Baukultur», der die Doppelinitiative vor gut einem Jahr lanciert hat. Die Einreichung erfolgt Anfang September.

  • 18.06.2020  Jon Pult: «Aufbruch in eine ökologische Zukunft»

    Die Corona-Krise hat uns die Augen geöffnet, wie verletzlich unsere Welt ist. Sie hat definitiv klar gemacht, dass es wichtigere Werte als steigende Aktienkurse gibt: den Schutz von Menschenleben, unsere Gesundheit, Solidarität und Zusammenhalt.

  • 10.06.2020  CO2-Gesetz: Kleine Schritte in grosser Klimakrise

    SVP allein im Abseits: Der Nationalrat hat das CO2-Gesetz weitgehend entlang der Ständeratsversion bestätigt. Für die Klima-Allianz Schweiz ist jedoch klar: Mit dem Entwurf bleibt die Schweiz weit hinter dem zurück, was das Pariser Klimaabkommen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse seit Jahren verlangen.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

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Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

Die geheimen Machenschaf-ten der Ölindustrie: Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

Film von Johan von Mirbach

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

Botschafter für Tempo 30

12.06.2020

Am 5. März 1989 stimmte das Churer Stimmvolk dem Gesetz für einen menschen- und umwelt-freundlichen Stadtverkehr zu. In Artikel 5 werden Massnahmen zur flächendeckenden Verkehrsberuhigung, insbesondere in den Wohnquartieren und in der Innenstadt, verlangt. Zweimal scheiterten weitergehende Volksinitiativen. Sowohl die Initiative «Tempo 30 in Wohngebieten» (1998) als auch «Tempo 30 in ganz Chur» (2014) wurden vom Stimmvolk deutlich abgelehnt. Zwei langjährige Kämpfer für die Interessen des Langsamverkehrs sind die SP-Gemeinderäte Thomas Hensel und Stefan Grass, der sich als Geschäftsführer des VCS Graubünden – der dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert – für mehr Sicherheit im Strassenverkehr engagiert.

Tempo 30 beruhigt den Verkehr – aber nicht die Gemüter

Seit drei Jahrzehnten sorgt die Einführung von Tempo 30 in der Stadt Chur für heisse Diskussionen. Zwei Volksinitiativen zur flächendeckenden Einführung scheiterten, auf der Loëstrasse blieben auch Petitionen für eine Temporeduktion unerhört. BT-Redaktor Norbert Waser blickt auf diese buchstäblich bewegte Zeit zurück.

Tempolimiten sind ein emotionales Thema. Heutige Generationen können sich schon kaum mehr vorstellen, dass zur Zeit der Autoprüfung des BT-Redaktors 1975 Geschwindigkeits-begrenzungen ausserorts und auf Autobahnen erst in der Versuchsphase steckten.

 

Erst 1977 wurden Tempo 100 ausserorts und 130 km/h auf Autobahnen definitiv eingeführt. Der nächste grosse Schritt folgte 1984 mit der Beschränkung auf 50 Stundenkilometer innerorts, und der versuchsweisen Einführung von Tempo 80 ausserorts und 120 auf Autobahnen. Insbesondere «Tempo 50 generell» hatte zuvor auf politischer Ebene für einige Diskussionen gesorgt. Zur Erinnerung: 1970 lag die Zahl der Verkehrstoten bei Unfällen mit Personenwagen noch bei 11 pro 100 000 Einwohner. Auf dem Höhepunkt 1971 wurden im Strassenverkehr 1773 Personen getötet. 2019 sank die Zahl der Todesopfer erstmals unter 200, wozu neben der Sicherheit der Autos auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen ihren Beitrag geleistet haben.

Zwei Tempo-30-Initiativen gescheitert

In der Stadt Chur sorgten insbesondere die verschiedenen Anläufe zur Einfüh-rung von Tempo 30 auf Stadtgebiet für emotionale Diskussionen. 1989 hatte das Stimmvolk überraschend ein Gesetz für einen menschen- und umweltfreundlichen Stadtverkehr angenommen. Sieben Jahre später wurde die Volksinitiative «Tempo 30 in Wohngebieten» mit 2125 Unterschrif-ten eingereicht. Druck machten insbesondere die Quartiervereine, die sich eine Verkehrsberuhigung erhofften. 

 

Der damalige Stadtrat Josef Rogenmoser sah diese Forderung in Wohngebieten seit Annahme des Gesetzes aber bereits weitgehend erfüllt. Auf verkehrsorien-tierten Strassen – wie Rhein-, Ring-, Loëstrasse usw. und den Kantonsstrassen – könne diese Forderung gar nicht umgesetzt werden. Die Initianten wehrten sich gegen die Darstellung, dass es um eine «flächendeckende» Einführung von Tempo 30 gehe. Mit 4144 Ja zu 6173 Nein folgte das Stimmvolk am 15. März 1998 aber den Empfehlungen von Stadt- und Gemeinderat.

Den nächsten Anlauf nahmen die Grünliberalen im Wahlkampf zu den Behörden-wahlen 2012. Sie überreichten im Januar 2013 die Tempo-30-Initiative mit 913 Unterschriften an Stadtschreiber Markus Frauenfelder. Unterstützung erhielt das Begehren auch von SP-Gemeinderat Stefan Grass, Präsident des VCS Graubünden, der das Thema in einem BT-Forumsbeitrag mit dem Titel «Zehn zu viel ist viel zu viel» aufgriff. Der Stadtrat wollte der Initiative einen Gegenvorschlag gegenüberstellen, der Tempo 30 nur auf allen Quartierstrassen ohne Buslinien vorsah. Im Gemeinderat hatte dieser aber keine Chance «weil er den Linken zu wenig weit geht und die Bürgerlichen eine Annahme befürchten», wie das BT schrieb. Die Grünliberalen hofften bis zuletzt und brachten auch das Argument «Tempo 30 als ein Beitrag zur Lärmsanierung» ins Spiel. Im Mai 2014 widmete das BT der Abstimmung einen zweiteiligen BT-Stammtisch. Die Titel über den beiden Beiträgen «Schafft Tempo 30 mehr Sicherheit oder neue Gefahrenherde?» und «Fussgängerstreifen, Buslinien und die Folgekosten im Fokus» zeigen das Spannungsfeld zwischen Befürwortern und Gegnern.

Viel Gewinn für wenige Sekunden

Mit Argumenten und weniger mit Emotionen kämpft Stefan Grass, seit 1999 Geschäftsführer des VCS Graubünden, für Tempo 30. «Fahrversuche im Vorfeld der letzten Volksabstimmung haben gezeigt, dass die Zeiteinbusse durch die Temporeduktion von 50 auf 30 bloss wenige Sekunden beträgt», argumentiert Grass. Dem stehe aber eine exponentielle Erhöhung der Verkehrssicherheit gegenüber, zudem sei die Temporeduktion auch ein probates Mittel bei erforderlichen Lärmsanierungen. «Die ganzheitliche Betrachtung hat mir bei der Beurteilung von Tempo 30 immer etwas gefehlt», sagt alt SP-Gemeinderat Thomas Hensel. Tempo 30 sei nur eine Massnahme zur Verkehrsberuhigung, der Langsamverkehr müsse aber ganzheitlich betrachtet werden. Lob gibt es von Stefan Grass für das noch in der Ära von Stadtrat Roland Tremp erarbeitete Stadtentwicklungskonzept. Auch das kürzlich präsentierte Mobilitätskonzept stütze sich immer noch auf Elemente aus dem damaligen Gesamtverkehrsplan. «Der Politik fehlt vielfach die langfristige Optik, Politiker denken oft nur in Abschnitten von vier Jahren – bis zu den nächsten Wahlen», kritisiert Grass. Die neue Velo- und Fussgängerbrücke im Welschdörfli sei zwar eine gute Sache, diese entwickle ihre Wirkung aber erst, wenn die ganze Langsamverkehrsverbindung nach Chur West realisiert sei. Als Beispiel für eine gesamtheitliche Betrachtung nennen Hensel und Grass den Linksabbieger Rosenhügel. Solange dieser nicht realisiert sei, bleibe vieles Stückwerk. Tempo 30 eigne sich isoliert nicht als Wahlkampfthema, sind die beiden SP-Politiker überzeugt, für die künftige Ausrichtung der Verkehrspolitik sei der Ausgang der bevorstehenden Behördenwahlen aber buchstäblich wegweisend.

Anita Mazzetta in den Stadtrat

Klimaschutz und damit eine umweltfreundliche Energie-wirtschaft ist eines von Anita Mazzettas Schwerpunkt-themen. Ihre energiepoliti-sche Fachkompetenz ist beeindruckend, genauso sind es ihre Erfolge. Als Stadträtin ist Mazzetta eine Chance für die Energiewende in der Stadt Chur: Durch die  Anwendung von innovativen Technologien wird das heimische Gewerbe gestärkt.

NEIN zum Jagdgesetz

Innerhalb weniger Wochen ist das Referendum zum neuen Jagdgesetz zustande gekommen. Der grosse Erfolg der Naturschutzorganisatio-nen beweist, dass auch die Bevölkerung mit dieser Revision nicht einverstanden ist. Wir fordern ein modernes Gesetz, das dem Artenschutz dient und ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Wildtieren fördert.

FÜNF MIESE TRICKS DER KONZERNLOBBY

11.05.2020. Grosskonzerne und ihre PR-Firmen versuchen die Bevölkerung mit üblen Tricks zu täuschen.