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Leben mit dem Klimawandel

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Klimawandel - Die Fakten - 2019

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30 ist das neue 50

01.10.2021

Aus Sicht des VCS Verkehrs-Club der Schweiz muss Tempo 30 innerorts zur Regel und Tempo 50 zur begründeten Ausnahme werden. Denn kaum eine andere Massnahme bringt derart viele Vorteile bei geringem Aufwand: mehr Sicherheit und Lebensqualität, weniger Lärm und Staus. Tempo 30 fördert zudem den Fuss- und Veloverkehr, was insgesamt der Gesundheit und dem Klima dient.

Im Welschdörfli ist die Duchschnittsgeschwindigkeit unter 20 km/h
Im Welschdörfli ist die Duchschnittsgeschwindigkeit unter 20 km/h

30 ist das neue 50. So setzen immer mehr Städte und Gemeinden auf Tempo 30 auf ihren Strassen, wie zahlreiche Beispiele im In- und Ausland zeigen. Ihre guten Erfahrungen wie auch Forschungsarbeiten belegen, dass Tempo 30 nicht nur Leben rettet, sondern auch die Wohn- und Lebensqualität wie auch den Aufenthalt im öffentlichen Raum verbessert. Tempo 30 reduziert wirksam den Lärm, der unzählige Menschen krank macht.

Weniger Lärm und weniger Unfälle, mehr Wohn- und Lebensqualität: Der Verkehrsexperte Michael Rytz schreibt im VCS-Magazin warum es beim Tempolimit innerorts endlich ein Umdenken braucht.

  • Tempo 30 rettet Leben: Helsinki vermeldete für das Jahr 2019 null getötete Fussgänger, Velofahrerinnen und Kinder. Die «Vision Zero» wurde Realität dank kontinuierlicher Sicherheitsarbeit, die sich an den verletzlichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern orientiert. In Helsinki gilt auf allen Strassen in Wohngebieten und im Stadtzentrum 30 km/h als Tempolimit. In der Schweiz verunfallen auf Tempo-50-Strecken pro Jahr über 1900 Menschen schwer oder tödlich. Nach Berechnungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU liesse sich diese Zahl durch eine konsequentere Einführung von Tempo 30 mindestens halbieren.
  • Tempo 30 schützt vor Lärm: rund drei Dezibel weniger – das entspricht der Halbierung der Verkehrsmenge – im Gegensatz zu Tempo 50. Das Bundesgericht bestätigte die Einführung von Tempo 30 in seiner Rechtsprechung als wirtschaftlich tragbare und wirksame Massnahme zur Bekämpfung von Strassenlärm.
  • Tempo 30 sei autofeindlich, wird behauptet. Ein Vorwurf der nicht haltbar ist: Der befürchtete Zeitverlust fällt in der Realität deutlich geringer aus als vermutet. Er liegt bei rund zwei Sekunden pro 100 Meter. Hochgerechnet auf eine drei Kilometer lange Autofahrt innerorts macht das eine Minute aus – so lange dauert auch einmaliges Halten an einem Rotlicht. Zudem wirkt Tempo 30 stauvermindernd. Innerorts liegt die maximale Leistungsfähigkeit üblicherweise bei einer Geschwindigkeit von 30 bis 35 km/h.

Inzwischen wird in der Fachdiskussion Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit immer mehr in Frage gestellt. Tiefere Geschwindigkeiten haben direkte Auswirkungen auf die Wohn- und Aufenthaltsqualität und die Belebung des öffentlichen Raumes. Sie laden ein, vermehrt zu Fuss zu gehen oder das Velo zu nehmen. Velofahrerinnen und Velofahrer fühlen sich dank kleineren Tempodifferenzen bedeutend sicherer. Für Zu-Fuss-Gehende macht Tempo 30 das Queren der Strasse einfacher. Das Verkehrssystem wird fehlertoleranter, das Verkehrsgeschehen entspannt sich und ist gegenüber Kindern und älteren Menschen toleranter. Heute leben rund 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung in einer Tempo-30-Zone und profitieren von Wohnqualität und Sicherheit im direkten Umfeld. Tempo 30 muss zur Regel und Tempo 50 zur begründeten Ausnahme werden.

Dies sollte auch für die Städte in Graubünden gelten, allen voran in Chur, wo noch deutlich Handlungsbedarf besteht. Es braucht in Zukunft eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmenden im öffentlichen Raum zugunsten einer besseren Aufenthaltsqualität für alle Nichtautofahrenden. Tempo 30 flächendeckend mit wenigen Tempo 50-Ausnahmen wäre schon mal ein guter Anfang

Stefan Grass ist geschäftsführender Präsident des VCS Graubünden und Sekretär der Vereinigung Bündner Umweltorganisationen VBU. Sein Gastkommentar erschien am 01.10.2021 im Bündner Tagblatt.

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Vor knapp zwei Jahren wurde die Gletscher-Initiative eingereicht, nun kommt die Vorlage in die parlamenta-rische Debatte. Der Bundesrat hat der Initiative einen direkten Gegenvorschlag gegenübergestellt, das Parlament kann aber ganz anders entscheiden. Die Initiative wird zuerst in der UREK-N des Nationalrates diskutiert. Was das konkret bedeutet, wird im Podcast  erklärt.

Weltweiter Klimastreik von Fridays For Future

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