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Nachts ist die Brücke besonders belebt

02.11.2020

Füchse überqueren die Wildbrücke «Halbmil» bei Trimmis fleissig. Grössere Hirschrudel müssen den Übergang noch für sich entdecken. Dafür knipsten die Fotofallen diesen Sommer einen Exoten. Wer auf der Brücke hin- und herläuft, wird nämlich genau registriert.

von Ursina Straub

Kaum war die 50 Meter breite Wildtierbrücke bei Trimmis offen, trabte bereits der erste Fuchs über den neuen Übergang. Den Trimmiser Wildhüter René Gadient überraschte dies wenig. «Der Fuchs ist ein Kulturfolger – er findet in der Nähe von Menschen günstige Lebensbedingungen – und Füchse sind weit verbreitet.»

Identifizieren konnte Wildhüter Gadient den Fuchs, weil das Tier seine Spuren hinterlassen hatte, und zwar im Sandstreifen, der sich über die ganze Brückenbreite erstreckt. Das war vor knapp vier Jahren. Freigegeben wurde die Überführung «Halbmil» zwischen Trimmis und Chur nämlich am 24. Dezember 2016 – quasi als Weihnachtsgeschenk fürs Wild. Die Verbindung zwischen den beiden Lebensräumen Scalära und Calanda – die 40 Jahre lang von Autobahn und Zuggleisen durchschnitten wurde – ist seither wieder intakt. Doch beim Schalenwild muss sich der Übergang als neuer Weg, als sogenannter Wechsel, noch verankern.

«Hirsche und Rehe haben die Überführung gut angenommen», bilanziert Gadient, der auch für das Monitoring der notabene grössten Wildbrücke der Schweiz zuständig ist. Und auch kleinere Wildtiere wie Dachse, Hasen und Steinmarder nutzen den Verbindungsweg. «Das ist sehr erfreulich», betont der Wildhüter. Wünschenswert sei indes, dass noch mehr Hirsche regelmässig zwischen Ost und West wechselten. So lernen immer mehr Tiere, dass es hier möglich ist, das Churer Rheintal gefahrlos zu durchqueren.

Kalb merkt sich den Weg
Zunächst stossen die Hirsche gemäss Gadient nämlich eher zufällig auf die Passage. Welche Wege die Tiere nutzen, wird von Generation zu Generation weitergegeben. Gadient erklärt: «Mit einem Blendschutz entlang des Autobahnzauns versuchen wir, die Tiere in die gewünschte Richtung zu lenken.» Und weil Hirsche und Rehe gerne in Deckung bleiben, wurde die Brücke und die Umgebung mit einheimischen Sträuchern bepflanzt – welche im trockenen Sommer vor zwei Jahren allerdings eingingen, sodass neue gepflanzt werden mussten.

Auch wenn die erste Überquerung eher zufällig passiert, geht Gadient davon aus, dass ein Hirschkalb, welches mit seiner Mutter über die Brücke läuft, später selbstständig über die Überführung geht.

Waschbär als Überraschungsgast
Welche Tierart den Wildübergang nutzt, wird von Gadient genau festgehalten. Zunächst registrierte er sämtliche Überquerungen, indem er die Spuren im Sandstreifen auf der Brücke las. Seit zwei Jahren sind acht Fotofallen installiert. Nicht schlecht staunte Gadient, als er diesen August einen Waschbären auf einem Bild erkannte. Das nachtaktive Raubtier mit der markanten Gesichtsmaske passierte – wie praktisch alle Tiere – im Dunkeln die Brücke. «Es war eine Zufallserfassung», sagt Gadient. «Damit habe ich nicht gerechnet und seither wurde kein weiterer Waschbär fotografiert.» Er geht davon aus, dass der Kleinbär weiterzog. Spuren im Sand hat der gute Kletterer und Schwimmer jedenfalls keine hinterlassen. «Er spazierte über die Betonmauer am Brückenrand», berichtet Gadient.

In den vergangenen Jahren wurden einzelne Waschbären in verschiedenen Regionen Graubündens nachgewiesen. Als nicht einheimisches, eingeschlepptes Wildtier ist der Waschbär aber nicht erwünscht. Er ist deshalb das ganze Jahr über ohne Schonzeit jagdbar. Allerdings nicht rund um die Wildbrücke, dort ist nämlich Wildschutzgebiet.

Ein Grossraubtier aber hat in den ganzen vier Jahren keine Pfote auf die Brücke gesetzt: der Wolf. «Er ist nicht auf einen Wildübergang angewiesen», erläutert Gadient. «Wölfe nutzen während ihrer langen Streifzüge selbst Fussgängerbrücken über Autobahnen.» Gerne in Anspruch genommen wird der Wildkorridor hingegen von einem Haustier – der Katze.

Mensch und Wild kommen sich auf dem Bau nicht in die Quere, nutzen doch Velofahrerinnen, Spaziergänger und Landwirtschaftsfahrzeuge meist tagsüber die Brücke, die Wildtiere hingegen nachts. Einzig Hunde sollte man beim Überqueren anleinen, betont Gadient.

Gekostet hat die Wildtierbrücke zehn Millionen Franken. Die Nord- und Südspurzusammenlegung der Autobahn, im Zuge derer die Brücke realisiert wurde, kostete rund 90 Millionen Franken.

So viele Male haben diese Tierarten die Wildbrücke «Halbmil» bei Trimmis überquert
So viele Male haben diese Tierarten die Wildbrücke «Halbmil» bei Trimmis überquert
 

JA zur KoVI am 29.11.

Die Konzernverantwor-tungsinitiative fordert eine Selbstverständlichkeit: Wenn Konzerne wie Glencore Flüsse vergiften oder ganze Land-striche zerstören, dann sollen sie auch dafür haften!

Die Konzernlobby versucht mit einer millionenschweren Kampagne von den Machen-schaften von Glencore abzulenken und die Stimm-bevölkerung zu verunsichern.

Die breite Unterstützung der Initiative von bürgerlichen Politiker/-innen, Unterneh-mer/-innen, der Kirche und der Zivilgesellschaft stimmt mich aber optimistisch.

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Unterstützung mit einem JA zur Konzernverant-wortungsinitiative am 29. November!

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«Der Konzern-Report»

Der Film lässt Menschen auf zwei Kontinenten zu Wort kommen, die durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz geschädigt werden. Dick Marty und weitere Stimmen aus dem In- und Ausland erklären, warum sie klare Regeln verlangen, damit Konzerne wie Glencore für Verfehlungen geradestehen müssen.

NEIN zum Jagdgesetz

Die Stimmbevölkerung hat am 27. September das missratene Jagdgesetz abgelehnt. Pro Natura freut sich zusammen mit den anderen Umweltverbänden über dieses klare Bekenntnis zum Naturschutz.