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Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

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Keine Beschwerde gegen Wolfsabschüsse

16.10.2019

Das eidgenössische Jagdgesetz lasse genügend Handhabe, um Wolfsrudel zu regulieren, sagen Umweltverbände. Das zeige die aktuelle Abschussbewilligung.

Von Ursina Straub

Am 4. Oktober hat der Kanton verfügt, dass die Wildhut vier Welpen aus dem Beverin-Wolfsrudel erlegen darf (Ausgabe vom 5. Oktober). Das insgesamt elfköpfige Wolfsrudel hatte mindestens 15 mit Herdenschutzmassnahmen geschützte Ziegen gerissen. Damit war die Voraussetzung gegeben, dass der Kanton mit Zustimmung des Bundesamtes für Umwelt regulierend ins Rudel eingreifen kann – also die vier Welpen erlegen darf. Zwei Jungwölfe haben lokale Wildhüter bereits erlegt, kurz nachdem die Abschussbewilligung in Kraft war (BT-Ausgabe vom 11. Oktober).

Einen Tag bevor die Abschussbewilligung gültig war, wurden die Umweltverbände WWF und Pro Natura vom kantonalen Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement informiert. Die beiden Umweltverbände sind beschwerdeberechtigt und können innerhalb von 30 Tagen Rekurs gegen die Abschussbewilligung einlegen.

Das werden sie nun aber nicht tun. «Der WWF und Pro Natura haben die Abschussverfügung sorgfältig geprüft», sagt Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin von WWF Graubünden. Die Verbände seien zum Schluss gekommen, dass die Regulierung des Wolfsrudels den Vorgaben der eidgenössischen Jagdverordnung und des Wolfskonzepts entspreche. «Die Abschüsse sind rechtens. Somit verzichten wir auf eine Beschwerde», so Mazzetta.

Guter Schutz, mehr Aufklärung

Sowohl der WWF als auch Pro Natura bedauerten den Abschuss der Jungwölfe, aber auch die von den Wölfen verursachten Risse, führt die WWF-Geschäftsleiterin aus. Die Umweltorganisationen hätten deshalb auch überprüft, ob die Herdenschutzmassnahmen korrekt umgesetzt worden waren. Das war gemäss Mazzetta der Fall, da und dort gebe es aber noch Schwachstellen. Sie betont deshalb: «Ein gut funktionierender Herdenschutz ist das A und O für die weitere Entwicklung.» Gleichzeitig sei es wichtig, die Bevölkerung weiterhin für die rückwandernden Grossraubtiere Wolf, Luchs und Bär zu sensibilisieren. «Da braucht es weiterhin Aufklärung», stellt Mazzetta fest. Die Umweltorganisation betreibe diese, indem sie in Schulen, an Veranstaltungen und an Dorfmärkte gehe und mit einem interaktiven Infostand die Biologie und das Verhalten des Wolfes erkläre. «Es geht darum, bei allem Respekt auch Verständnis zu wecken, dafür, wie Wölfe leben – gerade auch bei Jungen. Sie sind die nächste Generation, die mit dem Wolf lebt.»

Denn die Tatsache, dass im Kanton mittlerweile vier Rudel leben, kommt für Mazzetta nicht überraschend. «Der Wolfsbestand entwickelt sich so, wie zu erwarten war.»

«Gefährliche Strategie»

Für Armando Lenz, Geschäftsführer von Pro Natura Graubünden, zeigt sich mit dieser Abschussverfügung, dass der Kanton bereits genug Handhabe hat, um in einen Wolfsbestand einzugreifen. «Die gesetzlichen Grundlagen lassen genügend Spielraum. Es braucht keine Änderung im eidgenössischen Jagdgesetz», unterstreicht er.

Doch gerade dies würde die im Herbst beschlossene Teilrevision bringen: Kantone könnten damit rascher in einen Wolfsbestand eingreifen – und zwar ohne dass dieser Schaden anrichtet und ohne dass zuvor Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen. Umweltverbände, Zoo Schweiz und der Schweizer Tierschutz haben deshalb das Referendum gegen das, wie sie sagen, «missratene Jagdgesetz» ergriffen (Ausgabe vom 9. Oktober). Sie wehren sich dagegen, dass Wölfe präventiv zum Abschuss freigegeben werden können und der Artenschutz generell ausgehebelt werde.

Auch WWF-Geschäftsführerin Mazzetta sagt: «Das ist eine gefährliche Strategie.» Vielmehr müsste man die Beiträge des Bundes an den Herdenschutz überdenken und die Landwirte für den Mehraufwand stärker entschädigen. Zudem müssten genügend gut ausgebildete Herdenschutzhunde zur Verfügung stehen.

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