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Leben mit dem Klimawandel

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Sir David Attenborough gestaltet seine BBC Doku als mitreißenden Weckruf. Mit zahlreichen Wissenschaft-lern belegt er die Fakten rund um die Folgen des Klimawandels und was dagegen unternommen werden kann.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Klima- und menschenfreundliche Mobilität im Churer Rheintal

03.06.2021

Die Verkehrssituation im Churer Rheintal ist von stetig zunehmendem Verkehr geprägt. Die Lebensqualität ist dadurch eingeschränkt, und die aktuelle Planung wird den Klimazielen des Bundes nicht gerecht. Klimastreik GR und die Gruppe “Chur mitgestalten!” fordern eine klima- und menschenfreundliche Mobilität. Sie fordern einen Aufbruch in der Verkehrsplanung. Viel mehr attraktive Fuss- und Velowege, ausgebauter ÖV sowie ein Moratorium für Strassenbauprojekte sind nötig als Antwort auf die Klimakrise und für mehr Lebensqualität.

Gruss aus Chur – eine Manifestation für vernünftige Mobilität. (Bild Ralf Feiner)
Gruss aus Chur – eine Manifestation für vernünftige Mobilität. (Bild Ralf Feiner)

Am kommenden Donnerstag 3. Juni um 16 Uhr trifft «Klimaspuren» – eine Wanderung für alle von Ilanz nach Genf – auf dem Churer Alexanderplatz auf «Klimastreik GR» und «Chur mitgestalten!» Zur Diskussion stehen Wege zu einer klima- und menschenfreundlichen Mobilität im Churer Rheintal. Visionen werden gezeichnet und Forderungen gestellt.

Visionen und die Realität
Schnell und bequem mit ÖV zur Brambrüeschbahn, ein lückenloses Velonetz, nachhaltige Mobilitätsdienstleistungen, eine autofreie Grabenstrasse, eine stille Autobahn? Was angesichts der Klimakrise als selbstverständlich gesehen werden könnte, mutet im Churer Rheintal noch ziemlich futuristisch an:

Der Gesamtverkehr nimmt Jahr für Jahr zu, motorisierte Individualverkehr hat daran einen Anteil von 64%. Attraktive Velowege sind ein rares Gut. Unsere Erholungsgebiete sind lärmbelastet, und unsere Kinder müssen über verkehrsreiche Strassen zur Schule. Skifahren ist mit Staustunden verbunden.

Die aktuelle Verkehrsplanung verspricht zwar mehr Velowege, eine Verlagerung vom Auto zum ÖV- und Veloverkehr. Faktisch bleibt jedoch fast alles beim Alten: Das eben aufgelegene Agglomerationsprogramm Chur 4G fürs Churer Rheintal beispielsweise geht von einem grossen Wachstums-Szenario aus, obschon der Bund ein mittleres für genügend erachtet. Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs soll auf hohen 63% gehalten bleiben. Die St. Luzibrücke – ein Grossbauwerk mit einem Budget von 70 Mio. Franken ist immer noch nicht vom Tisch, ebenso wenig der aus der Zeit gefallene Autobahnanschluss Chur Mitte. Man stelle sich vor, wie viele Velowege man mit diesem Geld bauen, wie viel Biodiversitätsfläche erhalten werden könnte!

Es hat auch gute Ansätze im Agglomerationsprogramm. Die neue Veloroute entlang des Rheins sowie das Parkierungs- und Verkehrsmanagement gehen in die richtige Richtung. Das kann aber nicht über die Mängel der Gesamtplanung hinwegtäuschen. Faktisch wird im Aggloprogramm nicht ersichtlich, wie die Klimaziele des Bundes im Bereich Verkehr erreicht werden können. Wer Strassen baut, wird Verkehr ernten.

Deshalb setzen «Klimastreik GR» und «Chur mitgestalten!» am 3. Juni ein Zeichen und stellen folgende Forderungen:

  • Die Klimakrise ist endlich als Krise zu behandeln
  • Wir fordern eine menschen- und klimafreundliche Verkehrsplanung im Churer Rheintal.
  • Der motorisierte Individualverkehr ist drastisch zu reduzieren
  • Es braucht ein Moratorium für Strassenbau-Projekte wie die St. Luzibrücke und sämtliche Autobahnanschlüsse sowie breite Temporeduktionen.
  • Eine ÖV-Offensive, für den Alltagsbedarf wie auch den Wintertourismus
  • Ein Masterplan Velo – siehe Bern, siehe Kopenhagen
  • Attraktive Fusswege überall, mit Schatten und Grün gegen die Sommerhitze
  • Ausbau von Carsharing-Angeboten
  • Mobilität ist gesamtheitlich zu verstehen: lokale Versorgung, regionale Kreisläufe stärken, Mobilitätsdienstleistungen aufzubauen.
  • Tourismusentwicklung und Verkehrsplanung zusammendenken
  • Lärmsanierung der Erholungsgebiete im Churer Rheintal (z.B. Eichwald Tamins, z.B. Rhiiwäldi Chur)
  • Biodiversitäts-Strategie auch im Verkehr umsetzen: ökologische Infrastruktur konsequent mitplanen und mitbauen!
  • Frühzeitige Mitsprachemöglichkeiten für die Bevölkerung und Interessengruppen in sämtlichen anstehenden Planungsprozessen auf Gemeinde- und Kantonsebene. Damit das kollektive Know How verwertet, wie auch die Bedürfnisse der Menschen erkannt werden können.
  • Es stehen grosse Transformationen an. Viele Veränderungen sind heute noch blockiert aufgrund von Sachzwängen, veralteten Planungen wie auch der Angst vor unpopulären Entscheidungen, Angst vor Veränderungen. Der grösste Sachzwang jedoch – die physikalischen Gesetze im globalen Klimasystem – wird jedoch heute noch viel zu oft ignoriert.


Wenn wir die Klimakrise als Krise verstehen, so werden Lösungen rasch möglich und breit akzeptiert. Dies hat uns die Corona-Krise gelehrt. Öffnen wir die Augen, packen wir es an.

Gruppe “Chur mitgestalten!” ist eine lose Gruppe von Menschen aus Chur und Umgebung, die sich für eine lebenswerte, nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen.

Kontakt:
Für «Klimastreik GR»: Silja Largiadèr, 078 717 61 47, largiader.silja@bks-campus.ch
Für die Gruppe «Chur mitgestalten!»: Regula Ott 076 318 96 44, regula.ott@gmail.com
Für «Klimaspuren»: Köbi Gantenbein, 079 203 15 21, info@klimaspuren.ch

Weitere aktuelle Projekte

Die Petition St. Luzibrücke fordert die Sistierung der Planung dieser neuen Strassenverbindung zwischen der Julier- und der Arosastrasse mit einer Brücke vom Araschgerrank zum Brandacker. Der Projektwettbewerb ist abzubrechen: www.klimastreik-graubuenden.ch/petition-st-luzi

Climate Action Plan: Ein Jahr lang haben Wissenschaftler*innen, Expert*innen und Klimastreikende gemeinsam einen umfangreichen Plan ausgearbeitet, welcher Lösungen fürdie Klimakrise vorschlägt: www.climateactionplan.ch

Auf Klimaspuren wandert vom 1. Juni bis 12. Juli 2021 eine bunte Gruppe von Graubünden durch Liechtenstein nach St. Gallen. Dann durch das Mittelland und dem Jura nach gegen Genf. Sie besichtigt die Spuren des Klimawandels und protestieren gegen die Unvernunft derer, die uns, die Schweiz und die Welt in den Abgrund treiben. Sie besuchen aber auch Spielräume, die zeigen, was fürs Klima getan werden kann: klimaspuren.ch

Wandernd begreifen, was Klimawandel bedeutet

Das Projekt «Klimaspuren» ist eine öffentliche Wanderung durch die Schweiz. Jede und jeder kann mitwandern und erfahren, wie sich die steigenden Temperaturen konkret auswirken und wie findige Menschen die Erhitzung des Klimas stoppen wollen. Klimaspuren dauert vom 1. Juni bis zum 12. Juli 2021 und umfasst gut 50 Ortstermine.

Herausforderungen des Klimawandels

Reto Knutti ist Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich und einer der Leit-autoren beim Vierten und Fünften Sachstandsbericht des IPCC. Knutti präsentiert seine Berechnungen und Zukunftsprognosen kompe-tent und ohne Alarmismus, besorgniserregend sind sie alleweil.