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Auf den Spuren der Klimaforschung

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Bündner Klimabewegung erlebt doppelten Frust

15.06.2021

Gabriel Reiber, aktives Mitglied von Klimastreik Graubünden, hat sich einen anderen Ausgang des Wahlsonntags vorgestellt. Die Enttäuschung über die Ablehnung des CO₂-Gesetzes ist gross.

von Silvia Kessler

Er sei enttäuscht und zugleich verwundert über das Nein des Schweizer Stimmvolks zum CO₂-Gesetz, sagt Gabriel Reiber aus Chur. «Die Vorlage genoss einen breiten Rückhalt quer durch die politischen Parteien, von der FDP bis hin zu den linken Kreisen, und auch die Wirtschaftsverbände sprachen sich für ein Ja aus.» Dass letztlich doch ein Nein resultiert habe, mache leider deutlich, dass die Klimakrise offenbar immer noch von einer Mehrheit der Stimmbevölkerung nicht als solche anerkannt werde.

Einen weiteren Grund für die Ablehnung ortet Reiber in der Abstimmungsvorlage an sich. «Es handelte sich um eine Kompromisslösung, mit der sich alle Interessengruppen irgendwie hätten abfinden sollen.» Dies wiederum habe dazu geführt, dass sich niemand wirklich in der Verantwortung gefühlt habe. Zudem hätten wohl auch die Argumente der Gegner des CO₂-Gesetzes verfangen. Zum Beispiel, dass das kleine Land Schweiz nichts gegen den globalen Klimawandel bewirken könne. Dabei wäre durch die Annahme des Gesetzes kein Riesenschritt getan worden, sinniert Reiber. «Es wäre aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen.» Angesichts des Abstimmungsausgangs muss der 19-jährige Grafikerlehrling nun anerkennen: «Die Ja-Kampagne ist gescheitert. Offenbar haben wir unsere Argumente zu wenig gut kommuniziert.» Das aktive Mitglied der Gruppe Klimastreik Graubünden ist nämlich nach wie vor überzeugt, dass niemand, der sich der ganzen Problematik bewusst ist, ein Nein in die Urne legen konnte.

Junge verwerfen wuchtig

Ein weiterer Dämpfer für Reiber ist eine von der Schweizer Mediengruppe Tamedia Schweiz durchgeführte Nachbefragung der Stimmbevölkerung. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die 18- bis 34-Jährigen das CO₂-Gesetz mit 58 Prozent und damit dem höchsten Nein-Stimmen-Anteil aller Alterskategorien abgelehnt haben. «Es ist tragisch, dass ausgerechnet die Jungen das Gesetz so heftig verworfen haben», sagt Reiber. Die Gründe dafür seien schwer zu eruieren. Vielleicht hätten viele eben erst 18 Jahre alt gewordene Abstimmungsteilnehmerinnen und -teilnehmer befürchtet, dass ihnen bei einer Annahme des Gesetzes vieles verwehrt bleiben könnte, was den älteren Generationen noch möglich war. «Zum Beispiel Autofahren», mutmasst Reiber.

Kleiner Lichtblick

Das klare Nein der jungen Generation zeige ihm aber auch, dass die Mitglieder von Klimabewegungen immer noch eine Randgruppe darstellten, fährt Reiber fort. Im Kanton Graubünden existierten Klimagruppen in Chur, Malans, Trin sowie im Engadin mit insgesamt rund 30 aktiven Mitgliedern. Vorwiegend engagierten sich junge Frauen und Männer, doch zunehmend treten den Gruppen laut Reiber auch ältere Personen bei. «Erfreulich ist, dass das CO₂-Gesetz in allen drei Gemeinden, wo eine Klimagruppe aktiv ist, und auch in einzelnen Engadiner Gemeinden angenommen wurde.» Ein Lichtblick, der Reiber offenbar motiviert. Ziel der Gruppe Klimastreik Graubünden bleibe es, möglichst weite Teile der Gesellschaft für das Klima zu sensibilisieren, betont er. «Nach dem Abstimmungssonntag heisst es nun für uns: Wunden lecken, eine Strategie überlegen und mit Vollgas weitermachen.»

Reaktion auf die Abstimmungsresultate

13.06.2021. Der Klimastreik hat als Reaktion auf den Abstimmungssonntag eine Pressekonferenz auf dem Bundesplatz abgehalten.

Das CO2-Gesetz wurde von der Schweizer Stimmbevölkerung abgelehnt. Doch das bedeutet nicht, dass Klimaschutz keinen Rückhalt in der Bevölkerung hat: Laut einer aktuellen Studie der Universität St-Gallen stehen 60% der Bevölkerung hinter dem Netto-Null-Ziel bis 2030 und mehr als die Hälfte aller jungen Menschen unterstützen den Klimastreik, wie eine Studie von easyvote belegt.

Das ungenügende CO2-Gesetz priorisierte die Interessen von Wirtschaftsvertreter*innen gegenüber jenen unserer Generation und konnte sogar viele innerhalb der Klimastreikbewegung nicht überzeugen. Bei einem konsequenten CO2-Gesetz hätte sich die gesamte Klimagerechtigkeitsbewegung und die Bevölkerung dahinterstellen und für ein Ja mobilisieren können. Das Pariser Klimaabkommen, welches die Schweiz ratifiziert hat, hätte mit dem neuen CO2-Gesetz nicht eingehalten werden können. Die Inlandemissionen sollten von 1990 bis 2030 lediglich um 37.5% Prozent reduziert werden. Dies ist massiv weniger als das Reduktionsziel der EU von 55% bis 2030 und eine Schande für die Schweiz.

Klimaschutzmassnahmen müssen sozialverträglich sein und die Bevölkerung muss bei der Erarbeitung neuer Massnahmen miteinbezogen und gehört werden. Ausserdem braucht es Reduktionsziele, welche dem Pariser Abkommen und der materiellen, historischen und aktuellen Verantwortung der Schweiz gerecht werden. Es darf keine Massnahmen geben, bei denen der Verdacht aufkommt, dass die Arbeiter*innen und sozial Schwächeren negativ von Klimaschutzmassnahmen betroffen sind. Es braucht jetzt rasch Massnahmen, die die wahren Verursacher*innen der Klimakrise in die Verantwortung nehmen. Dies sind vor Allem die multinationalen Konzerne und der Schweizer Finanzplatz.

Der Klimastreik hat mit der Veröffentlichung des Klimaaktionsplans im Januar 2021 gezeigt, dass netto null bis 2030 möglich ist. Dutzende Expert*innen und Wissenschaftler*innen aus der ganzen Schweiz, haben 138 umsetzbare Klimaschutzmaßnahmen zusammengestellt. Diese zeigen auf, wie eine klimagerechte Gesellschaft aussehen kann. Dazu gehören eine Arbeitszeitverkürzung, die Abschaffung des Privateigentums, wenn dieses klimaschädlich ist, und eine Demokratisierung aller Lebensbereiche.

Feuer in den Alpen 14.08.2021: Wasserhaushalt im Klimawandel

Jedes Jahr am zweiten Augustwochenende brennen in mehreren Alpenländern die traditionellen «Feuer in den Alpen». Sie haben ihren Ursprung in der Schweiz und setzen seit über 30 Jahren ein Zeichen für die Erhaltung des natürlichen und kulturel-len Erbes des Alpenraumes. Dieses Jahr machen sie auf den eingeschränkten Wasser-haushalt durch die Klima-krise aufmerksam. Doch worum geht es bei Feuer in den Alpen genau?

Cargovelo-Verleih für Chur

Mit dem Velo zum Grossein-kauf, zur Entsorgung oder auf den Familienausflug: Ab sofort kein Problem mehr. Aktuell startet in Chur der erste Cargovelo-Verleih. Beim Planaterra 11 kann man ein Cargovelo, verschiedene Anhänger und Zubehör mieten.

Wandernd begreifen, was Klimawandel bedeutet

Vom 1. Juni bis 12. Juli 2021 ist Klimaspuren von Grau-bünden quer durch die Schweiz an den Lac Leman gewandert. 600 Gäste haben die Gruppe, die die Expedi-tion vorbereitet und geführt hat, einen oder mehrere Tage begleitet. Klimaspuren ist 670 Kilometer in 42 Etappen gewandert und hat am Weg-rand 73 Orte des Protestes und Spielräume für mehr Klimaschutz besucht. In Genf angekommen, zieht Klima-spuren ein erstes Fazit in 12 Schritten.

Herausforderungen des Klimawandels

Reto Knutti ist Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich und einer der Leit-autoren beim Vierten und Fünften Sachstandsbericht des IPCC. Knutti präsentiert seine Berechnungen und Zukunftsprognosen kompe-tent und ohne Alarmismus, besorgniserregend sind sie alleweil.