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St. Luzibrücke: Ein geringes Problem, mit teurer Lösung

23.04.2021

Mit dem Bau einer Hochbrücke zwischen dem Araschgerrank und Maladers könnte nach Meinung des Churer Stadtrates der Durchgangsverkehr durch die Stadt verringert werden. Doch nicht alle teilen diese Meinung. Zuhanden des Grossen Rates wurde eine Petition mit über 250 Unterschriften eingereicht, mit der das vorliegende Projekt zu Fall gebracht werden soll. Federführend dabei ist der pensionierte Churer Architekt Walter Schmid.

Die geplante St. Luzibrücke über der Stadt Chur
Die geplante St. Luzibrücke über der Stadt Chur

von Dario Morandi

Der Churer Stadtrat hält am Bau der geplanten Hochbrücke zwischen dem Araschgerrank und dem Gebiet Brandacker bei Maladers fest. Die sogenannte St. Luzi-Brücke – seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner in der städtischen und kantonalen Strassenbaupolitik – wird nach Meinung des Stadtrates die Innenstadt merklich vom Durchgangsverkehr nach Arosa entlasten. Deshalb bekennt sich die Stadtregierung nach wie vor zu dieser Brücke, für deren Bau noch bis zum Sommer ein Projektwettbewerb läuft. Das wurde an der Aprilsitzung des Gemeinderates von Stadträtin Sandra Maissen auf eine entsprechende Anfrage von CVP-Gemeinderat Norbert Waser klargestellt.

Sieben Meter breite Strasse
Eine Alternative zum rund 70 Millionen Franken teuren Projekt der St. Luzi-Brücke gibt es für den Stadtrat nicht. Der im Zusammenhang mit der innerstädtischen Verkehrsentlastung ebenfalls vorgeschlagene Ausbau der Route zwischen dem Obertor und Maladers steht im Rathaus offenbar nicht zur Debatte.

Ortsbild würde venichtet
Dafür müsse eine mindestens sieben Meter breite Strasse gebaut werden, sagte Stadträtin Maissen im Gemeinderat. «Und das wäre ein massiver Eingriff ins Ortsbild der Stadt mit Weinbergen, Badeanstalt Sand und bischöflichem Hof.» Ihrer Einschätzung nach würde das Landschafts- und Ortsbild durch den Ausbau der bestehenden Strasse nicht nur erheblich Schaden nehmen, «es würde sogar vernichtet», glaubt die Bau- und Planungsvorsteherin.

Mit der Julierroute verbinden
Die St. Luzi-Brücke, über die bereits in den 1970er-Jahren auf politischer Ebene diskutiert wurde, ist von Grossen Rat inzwischen ins Strassenbauprogramm für die Jahre 2021 bis 2024 aufgenommen worden. Dies, nachdem es sich abgezeichnet hatte, dass der Bund das Projekt wohl kaum in den Agglomerationsfonds aufnehmen und sich damit finanziell daran beteiligen wird.

Das Kantonsparlament sprach sich indessen nicht allein wegen des Entlastungseffektes für die Stadt mehrheitlich für den Bau der Hochbrücke aus. Mit diesem Bauwerk könne die Feriendestination Arosa gewissermassen direkt mit der touristisch wichtigen Julierroute verbunden werden, wurde unter anderem argumentiert.

250  Unterschriften eingereicht
Doch die auf Geheiss des Bundesgerichts inzwischen umgeschriebenen Pläne für das Bauwerk hoch über dem Eingang zum Schanfigg sind nicht unumstritten. Im Februar dieses Jahres wurde zuhanden des Grossen Rates eine Petition mit über 250 Unterschriften eingereicht, mit der das vorliegende Projekt zu Fall gebracht werden soll. Federführend dabei ist der pensionierte Churer Architekt Walter Schmid.

Auf überholten Grundlagen
Grundsätzlich respektiere er die Entscheide des Grossen Rates. «Im vorliegenden Fall bin ich aber überzeugt, dass die positive Haltung des Parlaments zum Projekt auf unzulänglichen beziehungsweise überholten Grundlagen basiert», schreibt Schmid in einem Begleitbrief zu einer «Streitschrift», die er dem Standespräsidium hat zukommen lassen. Wichtige Fakten, die seiner Ansicht nach zu einem anderen Entscheid geführt hätten, «sind gar nicht zur Sprache gebracht oder nicht näher geprüft worden».

Strassensanierung als «verlorene Vorinvestition»
Nach Schmids Interpretation ist der Bau der Brücke «die teuerste Lösung für das geringste Problem». Und damit meint er die Verringerung des innerstädtischen Verkehrs. Die Lösung mit der Brücke sei deshalb unverhältnismässig. Als «verlorene Vorinvestition» bezeichnet er ferner die sechs Millionen Franken teure Strassensanierung im sogenannten «Nasstobel» zwischen Chur und Maladers. Für Schmid ist ausserdem ein ortsbild- und landschaftsverträglicher Ausbau der Strasse durchaus möglich. Die raumplanerischen Voraussetzungen für den Brückenbau seien hingegen nicht erfüllt. Aber nicht nur das: «Der Brückenbau steht in klarem Widerspruch zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik.»

Der letztere Aspekt hat nun auch die Klimaschutzbewegung auf den Plan gerufen. Der Bau von Strasseninfrastruktur führe immer zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen, da das Auto als Transportmittel scheinbar attraktiver werde, heisst es auf dem Internetportal von Klimastreik Graubünden zum Thema St. Luzi-Brücke. «Reisecars sollen Touristen nach Arosa bringen und damit die Arosabahn konkurrenzieren. In einer Zeit, in der die CO2-Emissionen sinken müssten, ist dies definitiv der falsche Schritt.»

Und weiter: Für die zu erwartende geringe Verkehrsentlastung eine über 500 Meter lange Brücke zu errichten, sei unverhältnismässig und greife unnötig in das Landschaftsbild ein. «Eine Verbreiterung der Arosastrasse im gegenwärtigen Bestand ist für das heutige und künftige Verkehrsaufkommen ausreichend und kostengünstiger.»

Eine erneute Prüfung
Schmid sowie die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition fordern, dass das Projekt sistiert und der Projektwettbewerb abgebrochen wird. Ausserdem seien die bisher erarbeiteten Entscheidungsgrundlagen zur St. Luzi-Brücke «einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen und auf die heutigen Gegebenheiten anzupassen.» Aber nicht nur das: Der Ausbau der bestehenden Strasse ist nach Meinung der Petitionäre «unter Berücksichtigung der Resultate aus der vorgenannten Untersuchung und der in diesem Bericht enthaltenen Vorschläge näher zu prüfen».

WAS GESCHIEHT AM 21. MAI IN GRAUBÜNDEN ?

Überall im Kanton Graubünden finden an diesem Tag Aktionen statt. Wenn die Corona-Situation es erlaubt, werden wir in Chur den ganzen Tag auf dem Alexanderplatz sein. Dort gibt es Infostände von verschiedenen Organisationen, Workshops, Konzerte und vieles mehr. Um 17.00 Uhr versammeln wir uns für einen Demozug durch die Stadt.

Handeln statt Hoffen. Die Klimabewegung ruft zum grossen Klimaaktionstag auf! Am 21. Mai 2021 findet schweizweit der «Streik für die Zukunft» statt – mit dem Ziel, zur gesamtgesellschaftlichen Klimabewegung zu werden und somit gemeinsam den dringend nötigen Wandel herbeizuführen. Zusammen mit verschiedenen Organisationen wird auch in ganz Graubünden den ganzen Tag lang ein Programm organisiert.

Klimaschutz JA!

Klimaschutz heisst Ja zum revidierten CO2-Gesetz. Alle Sektoren (Gebäude, Industrie, Mobilität, Finanzplatz) handeln gemeinsam. Wer künftig wenig fossile Energie verbraucht, profitiert als Privatperson, Familie oder Firma. Das ist fair, schafft Arbeitsplätze und die Schweiz wird unabhängiger von Erdöl-, Gas- und Kohleimporten.

Bundesrat, Parlament, fast alle Parteien, führende Klimawissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler, die Wirtschaft, über 100 Klimaschutz-Organisationen und engagierte Menschen aus allen Regionen der Schweiz sagen:

JA – Gemeinwohl steht über Sonderinteressen: Wir handeln gemeinsam und fair.
JA – Clevere Massnahmen jetzt ergreifen lohnt sich. Abwarten wird teuer und riskant.
JA – Saubere Luft, weniger Lärm: Klimaschutz ist gut für unsere Gesundheit.

Schütze Wasser, Boden & Gesundheit: 2xJA

Ein breites Komitee lancierte die 2xJa-Kampagne zu den Initiativen für sauberes Trinkwasser und für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Träger der 2xJa-Kampagne sind Pro Natura, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Greenpeace, WWF Schweiz, Aqua Viva, BirdLife Schweiz und der Schweizerische Fischerei-Verband.

Mit 2xJA am 13. Juni leisten wir einen Beitrag für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, die Erholung der Artenvielfalt statt Insekten- und Artensterben und für gesunde Lebensmittel ohne Pestizidrückstände und Antibiotikaresistenzen. Wir schützen sowohl unsere eigene Gesundheit wie auch die Natur.