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Klimaspuren – Wandernd begreifen, was Klimawandel bedeutet

05.05.2021

Das Projekt «Klimaspuren» ist eine öffentliche Wanderung durch die Schweiz. Jede und jeder kann mitwandern und erfahren, wie sich die steigenden Temperaturen konkret auswirken und wie findige Menschen die Erhitzung des Klimas stoppen wollen. Klimaspuren dauert vom 1. Juni bis zum 12. Juli 2021 und umfasst gut 50 Ortstermine. Das detaillierte Programm ist soeben als Sonderheft bei «Hochparterre» erschienen.

«Klimaspuren» startet am 1. Juni 2021 in Ilanz GR. Einen ersten Schwerpunkt bilden der Besuch in der Weissen Arena von Flims Laax Falera sowie ein Gespräch in Chur, bei dem unter anderem Jon Pult, Nationalrat und Präsident der Alpen-Initiative, der Bündner Regierungsrat Mario Cavigelli und Agrena Schuler von Klimastreik Graubünden die Ver- oder Unvereinbarkeit von Tourismus und Klimaschutz diskutieren. Auf dem Weg entlang des Rheins sind in Graubünden weitere Ortstermine geplant, beispielsweise in Valendas ein Treffen mit Architekt Gion A. Caminada, in Tamins eine Besichtigung des solaren Bürogebäudes oder in Landquart ein thematischer Abend zur Klimalandwirtschaft Graubünden im Plantahof.

Weitere Schwerpunkte an den ersten Tagen der Weitwanderung sind zum Beispiel:

  • Ein Tag zur alpenweiten Klima- und Sonnenpolitik in Schaan (FL)
  • Ein Treffen in St. Gallen mit der Firma Senn, die klimagerecht grosse Immobilien baut
  • Eine Diskussion zur Klimagerechtigkeit im Kloster Fischingen
  • Eine Klimakonferenz an der Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil-Jona
  • Ein Spaziergang durch Zürich zu den wichtigen Orten der Zürcher Klimabewegung

So geht es weiter mit informativ-anschaulichen Ortsterminen in Regensdorf, Baden, Wildegg, Schafisheim, Aarau (Podiumsgespräch mit der Klimaforscherin Sonia Seneviratne und Verteterinnen und Vertretern von National- und Ständerat), Gösgen, Olten, Langenbruck, Balsthal, Solothurn, Burgdorf, Bern, Kirchlindach, Kallnach/Aarberg, Hagneck, Biel, Schernelz, Nods, Cressier, Neuenburg/Serrières, beim Creux-du-Van, in Yverdon/Champ-Pittet, Mormont/La Sarraz, Lausanne, Thonon-les-Bains F und Genf, wo an einer Konferenz «Klimaspuren» Bilanz ziehen wird.

Die Wanderung ist öffentlich. Wer sich interessiert, kann sich jetzt anmelden. Die Wandernden sorgen selber für Kost und Logis. Selbstverständlich gelten die aktuellsten Vorgaben der Behörden in Bezug auf die Corona-Situation.

Klimaspuren - eine Wanderung quer durch die Schweiz

10.03.2021. Die global steigenden Temperaturen wirken sich in der Schweiz besonders stark aus. Dem geht eine Gruppe von Fachleuten und interessierten Privatpersonen im Wanderprojekt «Klimaspuren» nach. Sie besuchen auf ihrer Tour durch die Schweiz vor allem Leute, die etwas gegen den Klimawandel unternehmen, aber auch Orte, die vom Klimawandel stark gezeichnet sind.

«Klimaspuren» startet am 1. Juni 2021 in Ilanz GR, führt durchs Fürstentum Liechtenstein und mit einem Abstecher nach Vorarlberg in die Stadt St. Gallen. Von dort geht es durchs Mittelland und via Jurabogen zum Genfersee und schliesslich über Frankreich nach Genf. Dort endet die Wanderung am 13. Juli 2021. Unterwegs gibt es viele kleine und grosse Veranstaltungen zu Themen wie Verkehr, Industrie, Architektur, Planung, Wissenschaft und Forschung, Infrastruktur, Konsum, Energie, Bergsport, Landschaft, Landwirtschaft und Wald sowie zu Klimaschutzprojekten.

Die Wanderschuhe anziehen wird eine bunte Gruppe, die in wechselnder Zusammensetzung unterwegs sein wird. Alle sind eingeladen, für einzelne oder mehrere Tage mitzuwandern. Organisiert wird «Klimaspuren» von einem Kernteam um Zoe Stadler, Lucie Wiget, Christine Gaillard, Köbi Gantenbein und Dominik Siegrist.

«Klimaspuren» ist in Etappen von vier bis sieben gemütlichen Wanderstunden am Tag so aufgeteilt, dass genügend Zeit für Lokaltermine, Veranstaltungen, Diskussionen und Ausruhen bleibt. Hauptpartner des Projekts sind: Alpen-Initiative, Hochparterre, Greenpeace, Schweizer Alpen-Club SAC und OST Ostschweizer Fachhochschule.

WAS SAGEN DIE INITIANTINNEN UND INITIANTEN ZU «KLIMASPUREN»?

Zoe Stadler, Ingenieurin und Leiterin Klimacluster an der OST Ostschweizer Fachhochschule: «Es gibt viele Lösungsansätze in der Schweiz zu entdecken. Ich freue mich auf die Erkundigungen, Beobachtungen und Erkenntnisse.»

Köbi Gantenbein, Verleger der Zeitschrift «Hochparterre»: «Da der Mensch mit den Füssen sieht, will ich wandernd sehen, wie und wo unser Lebensstil Klimaspuren hinterlassen hat und vor Ort dagegen protestieren.»

Dominik Siegrist, Professor an der OST Ostschweizer Fachhochschule: «Mit den Klimaspuren wollen wir der breiten Öffentlichkeit zeigen, was mit konsequentem Klimaschutz in der Schweiz alles möglich ist.»

Lucie Wiget, Biologin, Fachmitarbeiterin Freier Zugang und Naturschutz beim Schweizer Alpen-Club SAC: «Es liegt an uns, unsere Aktivitäten zu überdenken und der aktuellen Situation anzupassen, aber vor allem müssen wir so handeln, damit unsere Kinder und Kindeskinder weiterhin die Schweiz geniessen können, so wie sie heute ist: schön, vielfältig, voller Initiativgeist und innovativen Projekten.»

Wandernd begreifen, was Klimawandel bedeutet

Das Projekt «Klimaspuren» ist eine öffentliche Wanderung durch die Schweiz. Jede und jeder kann mitwandern und erfahren, wie sich die steigenden Temperaturen konkret auswirken und wie findige Menschen die Erhitzung des Klimas stoppen wollen. Klimaspuren dauert vom 1. Juni bis zum 12. Juli 2021 und umfasst gut 50 Ortstermine.

Herausforderungen des Klimawandels

Reto Knutti ist Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich und einer der Leit-autoren beim Vierten und Fünften Sachstandsbericht des IPCC. Knutti präsentiert seine Berechnungen und Zukunftsprognosen kompe-tent und ohne Alarmismus, besorgniserregend sind sie alleweil.